Masterarbeit, 2017
77 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Medrese in der osmanischen Zeit
3. Die Syntaxbücher ʿAwāmil al-miʾa von Ǧurǧānī und ʿAwāmil al-Birgiwī von Birgiwī
3.1. Die Präposition bāʾ
3.2. Die Präposition min
3.3. Die Präposition ilā
3.4. Die Präposition fī
3.5. Die Präposition lām
3.6. Die Präposition rubba
3.7. Die Präposition ʿalā
3.8. Die Präposition ʿan
3.9. Die Präposition kāf
3.10. Die Präpositionen muḏ und munḏu
3.11. Die Präposition ḥattā
3.12. Die Präpositionen wāw al-qasam, tāʾ al-qasam und bāʾ al-qasam
3.13. Die Präpositionen ḥāšā, ḫalā und ʿadā
3.14. Die Präposition law-lā
3.15. Die Präposition kay
3.16. Die Präposition laʿalla
3.17. Die Präposition matā
3.18. Die Tabellarische Zusammenfassung der Bedeutungen
4. Die Syntaxbücher Iẓhār al-asrār fī n-naḥw von Birgiwī und al-Iʿrāb ʿan qawāʿid al-iʿrāb von Ibn Hišām
4.1. Präpositionen mit oder ohne modifiziertem Verb (mutaʿallaq)
4.2. Genitive (maǧrūr) durch Präpositionen
4.3. Entfernung des modifizierten Verbs (mutaʿallaq)
4.4. Entfernung von Präpositionen
4.5. Zwei Präpositionen mit gleicher Bedeutung dürfen bei einem modifizierten Verb (mutaʿallaq) nicht zusammenkommen
4.6. Der Genitiv und seine Präposition (al-ǧārr wa-l-maǧrūr) nach bestimmtem (maʿrifa) und unbestimmtem (nakira) Nomen
4.7. Der Genitiv und seine Präposition als Adjektiv, Relativsatz, Prädikat oder Zustandsakkusativ
4.8. Fälle, in denen der Genitiv und seine Präposition das Subjekt in den Nominativ setzen
4.9. Die Ähnlichkeit des Genitivs und seine Präposition zum Adverb (ẓarf)
5. Die Syntaxbücher al-Kāfiya von Ibn al-Ḥāǧib, al-Fawāʾid az-ziyāʾiyya von Mullā Ǧāmī und Šarḥ al-muġnī von al-Maylānī
6. Einige Verben, die in Verbindung mit bestimmten Präpositionen eine neue Bedeutung gewinnen
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
8.1. Primärliteratur
8.2. Sekundärliteratur
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Funktionalität der primären arabischen Präpositionen, wie sie in der didaktischen Grammatiktradition der osmanischen Medresen gelehrt wurden. Ziel ist es, die Bedeutungsvielfalt und die grammatikalischen Auswirkungen dieser Partikeln auf das Verb aufzuzeigen, um Lernenden ein tieferes Verständnis für die korrekte Übersetzung und Interpretation arabischer Texte zu ermöglichen.
3.1. Die Präposition bāʾ
Die Präposition bāʾ hat, wie auch die anderen, viele Bedeutungen. Ǧurǧānī schrieb davon nur die meistbenutzten neun in seinem Buch nieder. In den Grammatikquellen wie z.B. denen von Sībawayh, as-Suyūṭī, al-Murādī, Ibn Hišām, al-Mālaqī, Abū al-Baqā, u.a. findet man noch viele weitere Bedeutungen der Präposition bāʾ. Sie sind mit kurzen Beispielen unten dargelegt. Die primäre Bedeutung von bāʾ ist ilṣāq. Bāʾ wird sowohl als eigentliche (aṣlī) als auch als redundante (zāʾida) Präposition benutzt. Sie kann vor Nomen und vor Personalpronomen (als Personalsuffix) geschrieben werden.
1. Li-l-ilṣāq (verbindend): Lexikalisch bedeutet das Wort ilṣāq „verbinden, vereinigen, kleben, übermitteln“, terminologisch heißt es: das Übermitteln der Bedeutung des Verbes an das Objekt, z.B.: marartu bi-Zaydin „ich habe Zayd besucht“. Die Präposition bāʾ übermittelt in diesem Fall meine Tat „besuchen“ an das Objekt „Zayd“.
2. Li-l-istiʿāna (instrumental): Lexikalisch bedeutet das Wort istiʿāna „um Hilfe rufen, zu Hilfe nehmen“, terminologisch steht es für „vermittels, mit Hilfe von“. Es findet überwiegend bei der Benutzung von Werkzeugen seine Anwendung, z.B. katabtu bi-l-qalami „ich schrieb mit dem Stift“. Das heißt „… mit Hilfe des Stiftes geschrieben“.
1. Einleitung: Definition der arabischen Wortarten und Einordnung der Präpositionen als wesentlicher Bestandteil des Satzbaus im Kontext der osmanischen Schultradition.
2. Medrese in der osmanischen Zeit: Historischer Überblick über das traditionelle Bildungssystem, die Hierarchien der Lernenden und die Rolle des Lehrers (mudarris).
3. Die Syntaxbücher ʿAwāmil al-miʾa von Ǧurǧānī und ʿAwāmil al-Birgiwī von Birgiwī: Detaillierte philologische Untersuchung der einzelnen primären Präpositionen und ihrer vielfältigen Bedeutungsnuancen basierend auf klassischen Grammatikwerken.
4. Die Syntaxbücher Iẓhār al-asrār fī n-naḥw von Birgiwī und al-Iʿrāb ʿan qawāʿid al-iʿrāb von Ibn Hišām: Analyse weiterführender syntaktischer Regeln, wie die Rolle des modifizierten Verbs (mutaʿallaq) und die Bedingungen für die Entfernung von Präpositionen.
5. Die Syntaxbücher al-Kāfiya von Ibn al-Ḥāǧib, al-Fawāʾid az-ziyāʾiyya von Mullā Ǧāmī und Šarḥ al-muġnī von al-Maylānī: Betrachtung der didaktischen Strukturierung und der Lehrmethoden in den fortgeschrittenen Grammatiktexten.
6. Einige Verben, die in Verbindung mit bestimmten Präpositionen eine neue Bedeutung gewinnen: Untersuchung des Bedeutungswandels bei Verben durch die Anbindung unterschiedlicher Präpositionen.
7. Fazit: Zusammenfassende Reflexion über die Bedeutung der Partikeln für die arabische Sprache und die Notwendigkeit ihrer fundierten Kenntnis für Lernende.
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Die Arbeit befasst sich mit den primären arabischen Präpositionen und deren didaktischer Vermittlung in der osmanischen Schultradition, basierend auf klassischen Grammatikwerken.
Neben der systematischen Vorstellung der Präpositionen stehen die historische Bedeutung der Medresen, die Rolle von Regens (ʿawāmil) und die syntaktische Beeinflussung von Verben im Mittelpunkt.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die komplexe Funktionalität und Bedeutungsnuancen der arabischen Präpositionen zu schaffen, um die Textanalyse und Übersetzung zu erleichtern.
Die Arbeit nutzt die philologische Textanalyse der ausgewählten historischen Grammatikbücher und vergleicht diese mit moderneren wissenschaftlichen Standardwerken.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung klassischer Syntaxbücher, die detaillierte Analyse der einzelnen Partikeln sowie die Untersuchung von Verb-Präpositions-Verbindungen.
Die Kernbegriffe sind arabische Grammatik, Präpositionen (ḥurūf al-ǧarr), ʿawāmil, Syntax und die osmanische Bildungstradition der Medresen.
Die bāʾ kann als ilṣāq (Verbindung), istiʿāna (Instrument), oder zur transitivierenden Wirkung bei Verben dienen, wobei ihre spezifische Funktion durch den Kontext bestimmt wird.
Das mutaʿallaq stellt den syntaktischen Bezugspunkt der Präposition dar; seine Anwesenheit oder Entfernung ist entscheidend für die grammatikalische Korrektheit des arabischen Satzes.
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