Masterarbeit, 2016
194 Seiten
1. Grundbegriffe der Übersetzung
1.1. Übersetzungsverfahren
1.2. Übersetzungswissenschaft
1.3. Über die Übersetzungskritik
1.4. Kritikarten
1.4.1. Objektive Kritik
1.4.2. Subjektive Kritik
1.5. Modelle der Übersetzungskritik
1.5.1. Modelle der Texttypologie: Katharina Reiß
1.5.2. Pragmalinguistische Theorie: Juliane House
1.5.3. Polisystematische Theorie: Raymond van den Broeck
1.5.4. Funktionelle Theorie: Margret J. Ammann
1.5.5. Christiane Nord
2. Kritikmethoden der funktionellen Übersetzung
2.1. Translatorisches Handeln-Theorie und Methode: Justa Holz Mänttäri
2.2. Skopostheorie
2.3. Äquivalenz
2.4. Scenes und Frames Semantik
2.5. Die Rolle des Lesers
3.1. Definition der Kultur
3.1.1. Kultur und Sprache
3.1.2. Kultur und Übersetzung
3.2. Domestizierung und Sozialisierung
3.3. Übersetzungswissenschaftliche Kulturkompetenz
3.4. Kulturspezifik
3.5. Els Oksaar: Kulturtheorie
3.5.1. Die vier Grundprinzipien der Kulturrheorie
3.5.2. Akkulturations- und Verhaltensformen
3.5.2.3. Extraverbale Elemente
1. Die Bedeutung des Werkes aus übersetzungswissenschaftlicher Sicht
1.1. Ausgangstextanalyse
1.1.1. Ahmet Hamdi Tanpinar und sein literarisches Leben
1.1.2. Ahmet Hamdi Tanpinars literarische Persönlichkeit und Rezeption seines Romans Huzur
1.2. Zieltextanalyse
1.2.1. Übersetzer des Zieltextes: Christoph K. Neumann
1. Analyse der Übertragungen der kulturspezifischen Aspekte anhand von Beispielen
1.1. Sprachliche Elemente
1.2. Religiöse Elemente, Tabus und Rituale
1.3. Mentalität und Werturteile
1.4. Bildende Künste
1.5. Symbole
1. Zusammenfassung
2. Urteil
3. Empfehlungen
Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, eine systematische und vergleichende Übersetzungskritik des Romans „Huzur“ von Ahmet Hamdi Tanpınar (in der deutschen Übersetzung von Christoph K. Neumann) durchzuführen. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie kulturspezifische Elemente aus der türkischen Ausgangssprache in das Deutsche übertragen wurden und welche Auswirkungen diese Übertragungsstrategien auf den Zieltext sowie dessen Rezeption haben.
1.1. Übersetzungsverfahren
Die Übersetzung wird seit Anfang der Geschichte der Menschheit genutzt und hat im 16. Jahrhundert ihren Platz in der Literatur gefunden. Der Mensch muss laut seiner Natur kommunizieren und um seine Lebensbedürfnisse zu erfüllen, muss er weiter kommunizieren. Nach Beginn der Geschichte hat die interkulturelle Übertragung begonnen. Die Übersetzung ist einer der wichtigsten Elemente, damit die Kulturen untereinander ausgetauscht werden und damit unterschiedliche Lebensweisen, Denkweisen und Glaubensweisen übertragen werden können.
Übersetzung führt internationale Grenzen enger zusammen und gibt die Chance, andere Lebensweisen und Kulturwerte anderer Gesellschaften zu lernen, ohne von der eigenen Gegend herauszugehen. Die Übersetzungsaktivität gibt nicht nur die Möglichkeit zur Kommunikation, sondern trägt gleichzeitig eine wichtige Rolle zur Behebung von interkulturellen Barrieren bei (vgl. Koller 2011:20). Da die Kommunikation, die Zusammenarbeit und interkultureller Austausch aus der Beschaffenheit der Menschen vorgeht, ist die Übersetzung eines der bedeutendsten Existenzbedürfnisse. Seit der Geschichte der Menschheit ist es für jeden Zeitraum und für jede Geographie möglich, von der Übersetzung zu reden. „Für viele Zivilisation hat in der Geschichte die Aufklärungszeit mit den Übersetzungen begonnen. In jeder Zivilisation und Epoche ist die Übersetzung für die originelle Produktivität in den Bereichen Kunst, Wissenschaft und Denken eine unwiderlegliche Realität (Göktürk 2004,15).“
1. Grundbegriffe der Übersetzung: Dieser Abschnitt legt das theoretische Fundament, indem er wesentliche Konzepte der Übersetzungswissenschaft, Kritikarten und etablierte Modelle der Übersetzungskritik erläutert.
2. Kritikmethoden der funktionellen Übersetzung: Hier werden moderne, funktional orientierte Ansätze wie die Skopostheorie, die Äquivalenzproblematik und kulturtheoretische Konzepte detailliert vorgestellt.
3. Methode: Dieses Kapitel widmet sich der konkreten Vorbereitung der Analyse, einschließlich der Werkbiographie von Tanpınar und einer ersten Einordnung des Ausgangstextes sowie des Übersetzers.
Analyse der Übertragungen der kulturspezifischen Aspekte anhand von Beispielen: Dies ist der praktische Hauptteil, in dem durch einen direkten Vergleich von Original und Zielsprache spezifische Übersetzungsentscheidungen kritisch hinterfragt werden.
Vierter Abschnitt: Zusammenfassung, Urteile, Empfehlungen und Resultat: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, einem abschließenden Urteil über die Qualität der vorliegenden Übersetzung sowie Empfehlungen für die künftige übersetzerische Praxis.
Übersetzung, Äquivalenz, Literarische Übersetzung, Übersetzungskritik, Kultur, Ausgangstextanalyse, Zieltextanalyse, Kulturspezifische Elemente, Skopostheorie, Interkulturelle Kommunikation, Tanpınar, Huzur, Seelenfrieden, Sprachliche Elemente, Textübergreifende Bedeutungen.
Die Arbeit befasst sich mit einer wissenschaftlichen Übersetzungskritik des Romans „Huzur“ von Ahmet Hamdi Tanpınar und dessen deutscher Übersetzung „Seelenfrieden“ von Christoph K. Neumann.
Die Schwerpunkte liegen auf Übersetzungswissenschaft, funktionalen Kritikmethoden, Kulturtheorien und der konkreten Analyse von Kulturspezifika bei literarischen Übersetzungen.
Das Ziel ist aufzuzeigen, auf welchem Wege kulturspezifische Elemente in die deutsche Sprache übertragen wurden und welche Auswirkungen diese Entscheidungen im Zieltext haben.
Die Autorin nutzt deskriptive Methoden der Übersetzungswissenschaft, basierend auf Modellen wie denen von Katharina Reiß, Juliane House und Christiane Nord, um die Übersetzung systematisch zu untersuchen.
Der Hauptteil beinhaltet die konkrete vergleichende Analyse einzelner Textsegmente, wobei sprachliche, religiöse, kulturelle und symbolische Elemente gegenübergestellt werden.
Zentrale Begriffe sind Äquivalenz, Literarische Übersetzungskritik, Kulturspezifik, Kulturtheorie, Skopostheorie und die Analyse von Textsegmenten.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Übersetzer insgesamt gute Arbeit geleistet hat, jedoch an einigen Stellen zugunsten der Lesbarkeit oder Verständnisoptimierung für das deutsche Publikum kulturelle Nuancen des Ausgangstextes vereinfacht oder verändert hat.
Da der Roman „Huzur“ tief in der türkischen Kultur, Musik und Geschichte verwurzelt ist, lässt er sich nicht ohne eine umfassende kulturwissenschaftliche Perspektive adäquat interpretieren und kritisieren.
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