Bachelorarbeit, 2016
57 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Prolog
1.2 Zum Stand der Forschung: Die AfD als rechtspopulistische Partei?
1.3 Zur Methodik der qualitativen Inhaltsanalyse
1.4 Zum Rechts-Populismus-Begriff
2. Hauptteil: Eine inhaltsanalytische Bestandsaufnahme des Bundesparteitages der AfD in Hannover
2.1 Bestimmung des Ausgangsmaterials
2.2 Die Fragestellung der Analyse
2.3 Ablaufmodell der Analyse
2.4 Theoretisch-konzeptioneller Teil: Merkmale des Rechtspopulismus
2.4.1 Modernisierungskritisch
2.4.2 Vertikale Orientierung
2.4.3 Horizontale Orientierung
2.4.4 Identitätspolitik
2.4.5 Law-and-Order-Partei
2.4.6 Wohlstandschauvinismus
2.4.7 Inhaltliche Prinzipien der politischen Kommunikation
2.5 Zusammenstellen des Kategoriensystems
2.6 Zusammenstellen des Kodierleitfaden
2.7 Analyseeinheiten: Kodier-, Kontext- und Auswertungseinheit
2.8 Materialdurchlauf: Fundstellenbezeichnung
2.9 Materialdurchlauf: Bearbeitung und Extraktion der Fundstellen
3. Ergebnisauswertung: Die AfD als tendenziell rechtspopulistische Partei
4. Exkurs: Europäischer Blick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht auf Basis einer qualitativen Inhaltsanalyse, ob sich die Alternative für Deutschland (AfD) bei ihrem Bundesparteitag im November 2015 in Hannover inhaltlich als rechtspopulistische Partei darstellt.
1.1 Prolog
Wirft man einen Blick auf die politische Nachrichtenerstattung dieser Tage, so wird man von der Erkenntnis beschlichen, dass ein rechtspopulistisches Ungeheuer in Europa auf dem Vormarsch ist. Bereits im Zuge der Wahlen zum Europaparlament im Mai 2014 wurde die Thematik der rechtsgerichteten Parteien artikuliert und es wurde deutlich, dass in vielen Nationalstaaten solchen Parteiungen über politisches Gewicht verfügen: In Frankreich sorgte der als rechtsextrem eingestufte Front National bei den Kommunalwahlen unmittelbar von den Europaparlamentswahlen für Aufsehen. In Dänemark war die Dansk Folkeparti (Dänische Volkspartei) zehn Jahre lang Mehrheitsbeschafferin, in Finnland stellt die Partei Perussuomalaiset (Basisfinnen oder Wahre Finnen) gar den Außenminister. Die als rechtskonservative Partei eingestufte Fidesz-MPSZ (Ungarischer Bürgerbund) erzielte bei den letzten Parlamentswahlen in Ungarn eine Zweidrittelmehrheit und verfügt somit demokratisch legitimiert über eine verfassungsändernde Mehrheit (vgl. Spiegel Online 2014). Bereits diese kurzen Ausführungen zeigen auf, dass es in Europa - mit Deutschland im Zentrum - Tendenzen der Wählerschaft zu rechtsgesinnten Parteien gibt. Die Alternative für Deutschland (AfD) schickt sich an, diese rechtspopulistische Position zu besetzen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas Rechtspopulismus in Europa und Deutschland ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Einordnung der AfD.
2. Hauptteil: Eine inhaltsanalytische Bestandsaufnahme des Bundesparteitages der AfD in Hannover: Dieser Teil beschreibt das methodische Vorgehen, die theoretische Herleitung der Kategorien und die Analyse des ausgewählten Materials der AfD.
3. Ergebnisauswertung: Die AfD als tendenziell rechtspopulistische Partei: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass sich die AfD zwar vorrangig rechtspopulistisch präsentiert, jedoch keine eindeutige, allumfassende Zuordnung zulässt.
4. Exkurs: Europäischer Blick: Dieser Exkurs beleuchtet kurz verwandte rechtspopulistische Parteien in anderen europäischen Nationen, um die AfD in einen größeren Kontext einzubetten.
AfD, Rechtspopulismus, qualitative Inhaltsanalyse, Parteienforschung, Bundesparteitag 2015, Frauke Petry, Politische Kommunikation, Europa, Identitätspolitik, Globalisierung, Migrationspolitik, Rechtsruck, Demokratie, Euroskeptizismus, Wahlergebnisse.
Die Arbeit untersucht, ob die AfD als rechtspopulistische Partei eingestuft werden kann, basierend auf einer Analyse von Dokumenten ihres Bundesparteitages 2015.
Die zentralen Themen sind die theoretische Bestimmung von Rechtspopulismus, die inhaltliche Ausrichtung der AfD und deren Vergleich mit anderen europäischen Rechtspopulisten.
Ziel ist es, zu ermitteln, ob sich die AfD in ihrer aktuellen Darstellung als rechtspopulistische Partei darstellt oder ob lediglich einzelne rechtspopulistische Tendenzen vorliegen.
Die Arbeit nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, um das Material deduktiv anhand eines theoriegeleiteten Kategoriensystems zu prüfen.
Im Hauptteil werden das Ausgangsmaterial (Rede Petry, Resolutionen) bestimmt, das Analysemodell entwickelt und die theoretischen Merkmale des Rechtspopulismus auf die Parteidokumente angewendet.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen AfD, Rechtspopulismus, Inhaltsanalyse, Identitätspolitik, Euroskeptizismus und politische Rhetorik.
Der Exkurs dient dazu, aufzuzeigen, dass der Aufstieg rechtsgerichteter Parteien kein exklusives deutsches Phänomen ist, sondern ein weitverbreiteter Trend in Europa, der die AfD vergleichbar macht.
Der Autor schlussfolgert, dass die AfD zwar vorrangig rechtspopulistische Positionen vertritt, sie sich aber auf inhaltlicher Ebene nicht eindeutig und abschließend in das Spektrum einsortieren lässt.
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