Masterarbeit, 2017
86 Seiten, Note: 3
1. Einführung
1.1 Einordnung des Problems in seinen Problemzusammenhang
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Arbeit
2. Grundlagen der Abbildung von Finanzinstrumenten
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.2 Rechtliche Grundlagen
2.2.1 Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach nationalem Recht
2.2.1.1 Ansatz von Finanzinstrumenten
2.2.1.2 Zugangs- und Folgebewertung
2.2.1.3 Bewertung von Finanzinstrumenten des Handelsbestands
2.2.1.4 Erläuterungspflichten
2.2.1.5 Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
2.2.2 Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach internationalem Recht
2.2.2.1 Zielsetzung und Anwendungsbereich internationaler Standards
2.2.2.2 Ansatz von Finanzinstrumenten
2.2.2.3 Zugangs- und Folgebewertung
2.2.2.4 Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
2.2.2.5 Erläuterungspflichten
2.2.2.6 Neue Vorschriften zu Finanzinstrumenten
3. Grundlagen der Risikoberichterstattung von Finanzinstrumenten
3.1 Risikoberichterstattung von Finanzinstrumenten nach nationalem Recht
3.1.1 Einordnung in den Lagebericht und Konzernlagebericht
3.1.2 Risikomanagementziele und Risikomanagementmethoden
3.1.3 Abgrenzung der Risikoarten
3.2 Risikoberichterstattung von Finanzinstrumenten nach internationalem Recht
3.2.1 Überblick zur Risikoberichterstattung von Finanzinstrumenten
3.2.2 Abgrenzung der Risikoarten
4. Untersuchung der Publizitätspraxis
4.2 Einführung
4.3 Auswertung des Konzernlageberichts und Konzernanhangs
4.3.1 Konzernlagebericht und -anhang der Landesbank Baden-Württemberg
4.3.2 Konzernlagebericht und -anhang der Deutschen Bank AG
4.3.3 Konzernlagebericht und -anhang der Bayrischen Motoren Werke AG
4.4 Vergleich zwischen der Publizitätspraxis und den rechtlichen Anforderungen
5. Zusammenfassung der Ergebnisse
Diese Masterarbeit untersucht die nationalen und internationalen gesetzlichen Anforderungen an die Risikoberichterstattung bei Finanzinstrumenten im Konzernlagebericht und Konzernanhang und deren praktische Umsetzung durch ausgewählte Großunternehmen (LBBW, Deutsche Bank AG, BMW AG). Ziel ist es, den Status Quo der Publizitätspraxis im Vergleich zu den gesetzlichen Bestimmungen wie HGB, DRS 20 und IFRS 7 zu evaluieren.
2.1 Begriffliche Grundlagen
Im deutschen Bilanzrecht wurde der Begriff Finanzinstrumente im Jahre 2004 erstmals durch das Bilanzrechtsreformgesetz in die handelsgesetzlichen Vorschriften eingeführt. Der Gesetzgeber verzichtete jedoch auf eine präzisere Beschreibung des Begriffs.9 Begründet wird dies mit der Vielfalt und ständigen Weiterentwicklung von Finanzinstrumenten, die eine dauerhaft geltende Beschreibung des Begriffs erschweren.10 So sind Finanzinstrumente im Sinne des § 285 HGB alle Vermögensgegenstände und Schulden, die auf Vertragsbasis monetäre Zahlungen oder den Zugang bzw. Abgang von anderen Finanzinstrumenten zur Folge haben.11 Unterstützt wird diese grobe Beschreibung eines Finanzinstruments durch die Vorschriften des § 1 Abs. 11 Kreditwesengesetz sowie § 2 Abs. 2b Wertpapierhandelsgesetz, in denen unterschiedliche Finanzinstrumente aufgezählt sind.12 Darunter fallen bspw. Aktien, Vermögensanlagen, Schuldtitel, sonstige Rechte, Anteile an Investmentvermögen, Geldmarktinstrumente, Devisen oder Rechnungseinheiten sowie Derivate.13 Ferner weist der Gesetzgeber durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz darauf hin, dass der Begriff aus Vergleichbarkeits- und Gleichwertigkeitsgründen zu IFRS Abschlüssen, in Anlehnung an die IFRS zu interpretieren sei.
1. Einführung: Darstellung der Problemstellung, Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit im Kontext der Risikoberichterstattung bei Finanzinstrumenten.
2. Grundlagen der Abbildung von Finanzinstrumenten: Erläuterung der nationalen und internationalen Begriffsdefinitionen sowie der Bewertungs- und Ansatzregeln für Finanzinstrumente.
3. Grundlagen der Risikoberichterstattung von Finanzinstrumenten: Analyse der gesetzlichen Anforderungen an die Risikoberichterstattung im Lagebericht nach nationalem und internationalem Recht.
4. Untersuchung der Publizitätspraxis: Empirische Auswertung der Geschäftsberichte der LBBW, Deutschen Bank AG und BMW AG hinsichtlich der Umsetzung gesetzlicher Offenlegungspflichten.
5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Fazit zur Erfüllung der regulatorischen Anforderungen in der Praxis.
Finanzinstrumente, Risikoberichterstattung, HGB, IFRS 7, DRS 20, Konzernlagebericht, Konzernanhang, Kreditrisiko, Marktrisiko, Liquiditätsrisiko, Bilanzierung, Risikomanagement, Publizitätspraxis, Fair Value, Hedge Accounting
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen gesetzliche Anforderungen zur Risikoberichterstattung im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten in ihren Konzernlageberichten und -anhängen umsetzen.
Die Themen umfassen die bilanzielle Abbildung von Finanzinstrumenten, die nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften sowie die praktische Ausgestaltung der Risikoberichterstattung.
Ziel ist der Abgleich der aktuellen Publizitätspraxis ausgewählter Großunternehmen mit den geltenden regulatorischen Vorgaben (HGB, DRS 20, IFRS 7), um den Erfüllungsgrad der Berichterstattung zu bestimmen.
Es wird eine inhaltsanalytische Untersuchung der Geschäftsberichte ausgewählter Unternehmen durchgeführt, um die Übereinstimmung mit gesetzlichen Publizitätsvorgaben zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Bilanzierung und Berichterstattung sowie die anschließende Untersuchung der Publizitätspraxis von LBBW, Deutscher Bank AG und BMW AG.
Wesentliche Begriffe sind Risikoberichterstattung, Finanzinstrumente, IFRS 7, DRS 20, HGB sowie das Risikomanagement in Konzernen.
Nach IFRS 9 ist das Geschäftsmodell entscheidend dafür, wie finanzielle Vermögenswerte gesteuert werden, um Einnahmen aus Zahlungsströmen zu erzielen, und bestimmt somit die Kategorisierung.
Eine präzise Abgrenzung (z.B. Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiko) ist gesetzlich gefordert, um dem Adressaten ein zutreffendes Bild der Risikolage des Konzerns zu vermitteln.
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