Masterarbeit, 2012
74 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen zu Directors‘ Dealings
2.1 Melde- und Veröffentlichungspflicht in Deutschland
2.2 Empirische Studien zur Profitabilität von Nachahmungsstrategien
3 Ereignisstudie
3.1 Datenbasis und Methodik
3.1.1 Auswahl und Vorbereitung der Daten
3.1.2 Methodische Grundlagen
3.2 Abnormale Renditen im Ereignisfenster
3.3 Robustheitstests der abnormalen Renditen
3.3.1 Mögliche Probleme bei Schätzung des Marktmodells
3.3.2 Multivariate Analyse in Abhängigkeit von transaktions- und unternehmensspezifischen Merkmalen
3.3.3 Univariate Analyse in Abhängigkeit von transaktions- und unternehmensspezifischen Merkmalen
3.3.4 Stabilität im Zeitverlauf
4 Portfoliostrategie
4.1 Datenbasis und Methodik
4.1.1 Auswahl und Vorbereitung der Daten
4.1.2 Methodische Grundlagen der Performanceanalyse
4.2 Performance vor Transaktionskosten
4.2.1 Basisstrategie
4.2.2 Robustheitstests
4.3 Performance nach Transaktionskosten (Bid-Ask-Spreads)
4.3.1 Basisstrategie
4.3.2 Konzentration auf besonders liquide Aktien
4.3.3 Variation der Haltedauer
5 Zusammenfassung
Die Masterarbeit untersucht die Frage, ob Privatinvestoren am deutschen Aktienmarkt systematisch von der Nachahmung der gesetzlich meldepflichtigen Geschäfte von Unternehmensinsidern (Directors‘ Dealings) profitieren können. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Berücksichtigung von Transaktionskosten, um die tatsächliche Profitabilität einer solchen Strategie für Privatanleger zu bewerten.
1 Einleitung
Mit Schlagzeilen wie „Topmanager schlagen Aktienhändler“ oder „Insider machen Kasse“ wird in der Wirtschaftspresse das Interesse von Anlegern an Directors‘ Dealings geweckt. Die Meldungen suggerieren, dass auf der Basis von gemeldeten Directors‘ Dealings getroffene Anlageentscheidungen profitabel sind. Es ist davon auszugehen, dass auch Privatinvestoren versuchen, diese vermeintlich wertvollen Informationen auszunutzen. Wissenschaftliche Studien stellen fest, dass die Intensität der Medienberichterstattung über eine Aktie Privatinvestoren bei ihren Kaufentscheidungen beeinflusst. Darüber hinaus kann der Zusammenhang zwischen Transaktionen von Privatanlegern und der Veröffentlichung von Directors‘ Dealings auch für den deutschen Aktienmarkt auf Basis von Orderdaten dokumentiert werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob eine Imitation von Directors‘ Dealings für Privatinvestoren tatsächlich profitabel ist.
Obwohl zahlreiche empirische Arbeiten abnormale Renditen im zeitlichen Umfeld von Directors‘ Dealings feststellen, kann daraus nicht unmittelbar gefolgert werden, dass auch Privatinvestoren von diesem Phänomen uneingeschränkt profitieren können. Zum einen verzichtet der Großteil der Studien zum deutschen Aktienmarkt darauf, Transaktionskosten in die Analyse einzubeziehen, und untersucht damit nicht die von Anlegern tatsächlich realisierte Rendite. Zum anderen nehmen die meisten wissenschaftlichen Arbeiten die Perspektive eines institutionellen Investors ein, der weitaus weniger Restriktionen unterliegt als ein typischer Privatanleger. Zu diesen für Privatinvestoren geltenden Restriktionen gehört beispielsweise der Ausschluss von Leerverkäufen.
Die vorliegende Arbeit untersucht aus der Perspektive von Privatinvestoren, ob es am deutschen Aktienmarkt möglich ist, systematisch durch die Nachahmung von veröffentlichten Directors‘ Dealings zu profitieren. Dazu werden in einer empirischen Untersuchung alle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Zeitraum von 1. Juli 2002 bis zum 15. Juli 2011 gemeldeten Directors‘ Dealings analysiert.
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Fragestellung zur Profitabilität von Directors‘ Dealings für Privatanleger und stellt den methodischen Aufbau der Arbeit vor.
2 Grundlagen zu Directors‘ Dealings: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Meldepflicht in Deutschland und gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der empirischen Forschung.
3 Ereignisstudie: Hier werden Datenbasis, methodisches Vorgehen und die Analyse der abnormalen Renditen im Umfeld der Transaktionen sowie deren Robustheit detailliert dargestellt.
4 Portfoliostrategie: Dieses Kapitel entwickelt konkrete Anlagestrategien, testet deren Performance unter Berücksichtigung von Transaktionskosten und prüft die Robustheit der Ergebnisse.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, aus der hervorgeht, dass für Privatanleger keine systematische Profitabilität durch Nachahmungsstrategien am deutschen Aktienmarkt nachweisbar ist.
Directors‘ Dealings, Insidertransaktionen, Ereignisstudie, Privatinvestoren, abnormale Renditen, Portfoliostrategie, Transaktionskosten, Bid-Ask-Spread, Markteffizienz, Unternehmensgröße, Value-Effekt, Momentum-Effekt, BaFin, Wertpapierhandelsgesetz, Performanceanalyse.
Die Arbeit untersucht, ob Privatanleger am deutschen Aktienmarkt durch das Kopieren von Insidertransaktionen, den sogenannten Directors‘ Dealings, systematisch Überrenditen erzielen können.
Zentral sind die empirische Untersuchung abnormaler Renditen nach der Veröffentlichung solcher Transaktionen, der Einfluss verschiedener Unternehmenseigenschaften sowie die Bewertung von Portfoliostrategien nach Transaktionskosten.
Die zentrale Frage lautet: Ist eine Nachahmungsstrategie von Directors‘ Dealings für Privatinvestoren unter Berücksichtigung der realen Handelskosten tatsächlich profitabel?
Die Arbeit nutzt hauptsächlich Ereignisstudien zur Bestimmung abnormaler Renditen sowie eine Performanceanalyse für Portfoliostrategien, basierend auf dem Marktmodell und Multifaktormodellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ereignisstudie zur Kursentwicklung nach Insiderkäufen und eine umfangreiche Analyse verschiedener Portfoliostrategien, wobei sowohl Szenarien vor als auch nach Transaktionskosten betrachtet werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Directors‘ Dealings, Ereignisstudie, Privatinvestoren, abnormale Renditen, Portfoliostrategie, Transaktionskosten und Markteffizienz beschreiben.
Viele frühere Studien ignorierten diese Kosten. Da Privatanleger jedoch Transaktionskosten (insbesondere Bid-Ask-Spreads) tragen müssen, würde eine Analyse ohne diese Kosten die reale Profitabilität massiv überschätzen.
Die Analyse zeigt, dass nach Abzug der Transaktionskosten die meisten erzielten Überrenditen verschwinden. Insbesondere bei illiquiden Aktien sind die Handelskosten so hoch, dass sie den Informationsvorteil der Insider zunichtemachen.
Es zeigt sich ein signifikanter Zusammenhang: In kleineren Unternehmen mit geringerer Liquidität sind die abnormalen Renditen nach Insiderkäufen tendenziell höher als in großen, liquiden Unternehmen.
Die Ergebnisse legen nahe, dass Privatanleger am deutschen Aktienmarkt durch die systematische Nachahmung von Directors‘ Dealings nach Kosten keine robusten Überrenditen erzielen können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

