Bachelorarbeit, 2015
47 Seiten, Note: 2,0
1 Problemstellung
2 Theoretische Grundlagen der Kapitalflussrechnung
2.1 Begriff und Zweck der Kapitalflussrechnung
2.2 Aufbau und Struktur
2.2.1 Finanzmittelfonds
2.2.2 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
2.2.3 Cashflow aus Investitionstätigkeit
2.2.4 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
2.3 Stand der Literatur
2.3.1 Analyse des Papers Hüttche und Int-Venn
2.3.2 Analyse des Papers Bösser, Pillhofer und Lessel
2.3.3 Analyse des Papers Homburg und Wrede
3 Methodik der empirischen Untersuchung
3.1 Ziel der Untersuchung
3.2 Stichprobe und Vorgehensweise
4 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
4.1 Branchenübergreifende Analyse der einzelnen Cashflows
4.2 Branchenspezifische Analyse der einzelnen Cashflows
4.3 Korrelationsmatrix
5 Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die quantitative Entwicklung der Kapitalflussrechnung bei deutschen kapitalmarktorientierten Unternehmen im Zeitraum von 2006 bis 2014, um die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Cashflows sowie deren Korrelationen zu analysieren.
2.3.3 Analyse des Papers Homburg und Wrede
Die Zeitschrift für Betriebswirtschaft veröffentlichte im Jahr 2007 eine Forschungsarbeit von Homburg und Wrede, die sich mit persistenten Bestimmungsgrößen des künftigen operativen Cashflows befasst. Die Studie analysiert kleinere und mittlere Unternehmen des verarbeiteten Gewerbes und nimmt dabei die Sichtweise von Kreditinstituten ein. Cashflow-Prognosen sind für externe Anspruchsgruppen wie Kapitalgeber, Lieferanten, Kunden und Ratingagenturen bei der Einschätzung der Bonität von Unternehmen von besonderer Bedeutung.89 Da beim Cashflow im Gegensatz zur Bilanz nur geringe Bilanzierungswahlrechte bestehen, weist der Cashflow die Mittel aus, die für Ausschüttungen an Fremd- und Eigenkapitalgeber zur Verfügung stehen.90 Verlässliche Cashflow-Prognosen sind bei der Einschätzung bezüglich der künftigen Zahlungsfähigkeit von zentraler Bedeutung. Die Notwendigkeit zuverlässiger Prognosen besteht vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen, da deren Ausfallwahrscheinlichkeit im Vergleich zu Großunternehmen aufgrund der geringen Eigenkapitalquote und ihrer geringen Möglichkeiten zur Kunden- und Produktdiversifikation um ein Vielfaches höher ist.91 Die Studie befasst sich mit der Frage, anhand welcher Größen des heutigen Jahresabschlusses der künftige Cashflow möglichst genau ermittelt werden kann.92 Des Weiteren stellen sich Homburg und Wrede die Frage, inwiefern die Qualität der Jahresabschlussinformationen sich auf die Cashflow Abschätzung auswirkt.93 Die Studie beruft sich auf die Erklärung des britischen Financial Accounting Standards Board (FASB), dass Cashflow Statements nicht als alleinige Grundlage zur Abschätzung zukünftiger Cashflows genügen. Zahlreiche Arbeiten untersuchen, inwieweit die künftige Ertragskraft von Earings und Cashflows beeinflusst werden.94 Die Forschungsarbeit erläutert anschließend die Ergebnisse verschiedener Arbeiten und leitet daraus verschiedene Modelle ab, die zur Erklärung des künftigen Cashflows dienen. In der Literatur gibt es verschiedene empirische Auswertungen mit zum Teil widersprüchlichen Ergebnissen.
1 Problemstellung: Einführung in die Bedeutung der Kapitalflussrechnung als Informationsinstrument für Adressaten des Jahresabschlusses und Definition des Untersuchungsziels.
2 Theoretische Grundlagen der Kapitalflussrechnung: Darstellung des Aufbaus, der Struktur sowie der relevanten Literatur zu Ausweiswahlrechten und Prognosemodellen der Kapitalflussrechnung.
3 Methodik der empirischen Untersuchung: Erläuterung der Forschungsziele, der Datenselektion via Datenbank Orbis und der Vorgehensweise bei der Untersuchung der Stichprobe.
4 Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Detaillierte Analyse der branchenübergreifenden und branchenspezifischen Cashflow-Entwicklungen sowie Auswertung der Korrelationsmatrix.
5 Thesenförmige Zusammenfassung: Verdichtete Darstellung der wesentlichen Erkenntnisse über die Entwicklung und Korrelation der Cashflow-Komponenten im Beobachtungszeitraum.
Kapitalflussrechnung, Cashflow, Finanzkrise, IAS 7, operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit, Finanzierungstätigkeit, Bilanzpolitik, Jahresabschluss, Korrelationsanalyse, Finanzmittelfonds, Branchenanalyse, Eigenkapital, Fremdkapital, Prognose.
Die Arbeit befasst sich mit der quantitativen Entwicklung der Kapitalflussrechnung bei deutschen kapitalmarktorientierten Unternehmen über den Zeitraum von 2006 bis 2014.
Im Zentrum stehen die Struktur der Kapitalflussrechnung, der Einfluss der Finanzkrise auf Cashflows, Bilanzpolitik sowie die Korrelation einzelner Cashflow-Komponenten.
Ziel ist es zu untersuchen, wie sich die Cashflows aus betrieblicher, Investitions- und Finanzierungstätigkeit branchenübergreifend und branchenspezifisch entwickelt haben und ob Trends oder Korrelationen erkennbar sind.
Es handelt sich um eine empirische Untersuchung, bei der Daten aus der Datenbank Orbis mittels statistischer Auswertung und Korrelationsanalyse nach Pearson untersucht wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen Literaturüberblick zu bestehenden Studien sowie eine eigene empirische Analyse anhand von 212 Unternehmen.
Wichtige Begriffe sind Kapitalflussrechnung, Cashflow, Finanzkrise, IAS 7, operative Geschäftstätigkeit sowie Korrelationsanalyse.
Die Studie zeigt einen deutlichen Rückgang der Liquidität und eine Zurückhaltung bei Investitionen in den Krisenjahren 2008 und 2009.
Die Korrelationsmatrix hilft, Zusammenhänge zwischen Variablen wie dem operativen Cashflow, dem Jahresüberschuss und verschiedenen Bilanzposten zu identifizieren und zu validieren.
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