Bachelorarbeit, 2016
64 Seiten, Note: 1,2
PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNG
1. DEFINITION DER ZIELGRUPPE
1.1. Psychische Gesundheit
1.1.1. Gesundheitsförderung
1.2. Psychische Störung
1.2.1. Merkmale psychischer Störung
1.2.2. Subjektives Störungserleben
1.3. Chronizität von psychischen Erkran kungen
1.4. Klassifikation psychischer Störungen
1.4.1. ICD-10 (International Classification of Diseseas) der WHO
1.5. Auszüge psychischer Störungen
1.5.1. Affektive Störungen (F30-F39)
1.5.2. Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen (F40 – F48)
2. SOZIALPSYCHIATRISCHE STEIRISCHE VERSORGUNG
2.1. Nichtprofessionelle Angebote
2.1.1. Selbsthilfe- und Angehörigengruppen
2.2. Stationäre Einrichtungen des psychiatrischen Kernfelds
2.2.1. Vollstationäre Behandlung
2.2.2. Tageskliniken
2.3. Ambulante Vorfeldeinrichtungen der allgemeinen Gesundheits- und Sozialversorgung
2.4. Ambulante Einrichtungen des psychiatrischen Kernfelds
2.4.1. Sozialpsychiatrische Dienste
2.4.2. Niedergelassene PsychiaterInnen und PsychotherapeutInnen
2.5. Komplementäre bzw. rehabilitative Einrichtungen des psychiatrischen Kernfelds
2.5.1. Bereich Wohnen
2.5.2. Bereich Arbeit
2.5.3. Bereich Beschäftigung
3. GEMEINWESENORIENTIERUNG
3.1. Verständnis von Gemeinwesenorientierung
3.2. Ziele der Gemeinwesenorientierung
3.3. Förderung nicht-professioneller Angebote
4. SELBSTHILFEKONZEPTE
4.1. Salutogenese
4.1.1. Förderung des Kohärenzgefühls
4.2. Recovery
4.2.1. Recovery Prozess nach Ralph und Corrigan
4.3. Empowerment
5. BEZIEHUNGSARBEIT ALS WERKZEUG ZUR SELBSTHILFE
5.1. Prozesshaftigkeit
5.2. Kommunikation
5.2.1. Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun
5.2.2. Kommunikationshürden im Betreuungskontext
5.3. Person des Helfers
5.3.1. Konzept der Schlüsselqualifikation nach L. Reetz
6. FÖRDERUNG VON SELBSTHILFE (RECOVERY) IM BEZIEHUNGS- UND VERSORGUNGSSETTING
6.1. Recovery in der Beziehungsarbeit
6.1.1. Studie über helfende Beziehungen in psychiatrischen Einrichtung
6.2. Umorientierung der professionellen Hilfsangebote
6.3. Recovery im Versorgungssetting
7. FAZIT
Die Arbeit untersucht, wie psychisch beeinträchtigte Menschen trotz chronischer Einschränkungen ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen können. Der Fokus liegt dabei auf der Bedeutung der Beziehungsarbeit zwischen Betreuungspersonen und Klienten sowie der Anwendung von Selbsthilfekonzepten innerhalb sozialpsychiatrischer Leistungsangebote in der Steiermark.
1.2.1. Merkmale psychischer Störung
Psychische Störungen als „Steigerung oder Hemmung normaler psychischer Prozesse“ (Stemmer-Lück 2009, S.23) sind stets als Gesamtkonstrukte zu sehen, die sich in der Kultur, der sozialen Umwelt, der Religion, dem Klassen- und Bildungsstand usw. manifestieren. Zu den zentralen und einigermaßen objektivierbaren Merkmalen, die in vielen Definitionsversuchen vorkommen, zählen nach Comer (vgl. 1995, S. 3f) folgende Punkte:
• Devianz: Abhängig von den vorhandenen Normen, die in einer Gesellschaft, Kultur oder einem Zeitalter vorherrschen, versteht man unter Devianz jene Abweichungen, die nicht einem normgerechten Verhalten entsprechen.
• Leidensdruck ist die subjektive Einschätzung, die auf Grund des Ausmaßes und des Vorhandenseins der Symptome variieren kann.
• Beeinträchtigung ist während jenen Tätigkeiten spürbar, die den vorherrschenden Lebensanforderungen entsprechen.
• Gefährdung kann von den Betroffenen in Form von Selbstgefährdung verstanden werden, wie auch als Fremdgefährdung, die von Angehörigen bzw. im Großen und Ganzen von der Umwelt wahrgenommen wird.
(vgl. Comer 1995, S. 3f)
1. Definition der Zielgruppe: Dieses Kapitel definiert psychische Gesundheit, Störungen und deren chronische Verläufe sowie die Klassifikation durch das ICD-10-System.
2. SOZIALPSYCHIATRISCHE STEIRISCHE VERSORGUNG: Hier wird das Spektrum der Hilfsangebote in der Steiermark von nicht-professionellen Gruppen bis hin zu stationären und komplementären Einrichtungen analysiert.
3. GEMEINWESENORIENTIERUNG: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung sozialräumlicher Strategien und die Förderung nicht-professioneller Angebote zur gesellschaftlichen Integration.
4. SELBSTHILFEKONZEPTE: Es werden die theoretischen Modelle der Salutogenese, Recovery und des Empowerments vorgestellt, die den Ressourcenfokus in der Betreuung stärken.
5. BEZIEHUNGSARBEIT ALS WERKZEUG ZUR SELBSTHILFE: Der Fokus liegt auf der prozesshaften Beziehungsgestaltung, Kommunikation und den notwendigen Schlüsselqualifikationen der betreuenden Personen.
6. FÖRDERUNG VON SELBSTHILFE (RECOVERY) IM BEZIEHUNGS- UND VERSORGUNGSSETTING: Dieses Kapitel verbindet Theorie und Praxis durch eine qualitative Studie, die zeigt, wie professionelle Helfende Recovery-Prozesse effektiv unterstützen können.
7. FAZIT: Das Fazit reflektiert die Kluft zwischen Theorie und Praxis und unterstreicht die enorme Bedeutung von Erfahrung in der sozialpsychiatrischen Betreuung.
Sozialpsychiatrie, Recovery, Empowerment, Salutogenese, Beziehungsarbeit, Selbsthilfe, psychische Beeinträchtigung, Gemeindepsychiatrie, Gemeinwesenorientierung, Betreuung, Steiermark, Schlüsselqualifikationen, Selbstbefähigung, professionelle Helfende, psychische Störung
Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten und Bedingungen der Selbstbefähigung für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen im steirischen sozialpsychiatrischen Versorgungssetting.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle von professioneller Beziehungsarbeit und den Selbsthilfekonzepten Recovery, Empowerment und Salutogenese.
Die Autorin untersucht, wie professionelle Betreuungspersonen durch gezielte Beziehungsarbeit die Selbsthilfeprozesse von psychisch beeinträchtigten Menschen unterstützen können.
Die Bachelorarbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Diskussion einer qualitativen Studie zu helfenden Beziehungen in psychiatrischen Einrichtungen.
Der Hauptteil erstreckt sich von der Definition der Zielgruppe über die Analyse der Versorgungslandschaft in der Steiermark bis hin zur detaillierten Ausarbeitung der Beziehungsarbeit als therapeutisches Instrument.
Zentrale Begriffe sind Sozialpsychiatrie, Recovery, Empowerment, Beziehungsarbeit, Selbsthilfe und personenzentrierte Betreuung.
Die Steiermark dient als konkreter Praxisraum, in dem die verfügbaren sozialpsychiatrischen Versorgungsstrukturen und deren Einbindung in das Gemeinwesen beispielhaft analysiert werden.
Die Autorin hebt hervor, dass die Haltung und die Reflexionsfähigkeit der betreuenden Person entscheidende Instrumente für eine gelingende Beziehungsgestaltung und somit für den Erfolg der Selbsthilfeförderung sind.
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