Masterarbeit, 2017
100 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Methodik
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Registrierkasse
2.2 Compliance
3. Registrierkassenpflicht in Österreich
3.1 Gesetzwerdung
3.1.1 Vorparlamentarisches Verfahren
3.1.1.1 Zur Schätzung des Steuermehraufkommens aus der Registrierkassenpflicht
3.1.1.2 Stellungnahmen zum Gesetzesentwurf
3.1.2 Parlamentarisches Verfahren
3.1.3 Analyse Steuerreform 2015/2016 des Budgetdienstes, Parlament der Republik Österreich
3.1.4 Inkrafttreten und nachfolgende Anpassungen
3.1.5 Analyse der Entwicklung des Gesetzestextes des § 131b BAO
3.2 Registrierkassenpflicht gemäß § 131b BAO
3.2.1 § 131b (1) Z 1 BAO - Einzelerfassung
3.2.2 § 131b (1) Z 2 BAO - Registrierkassenpflicht
3.2.3 § 131b (1) Z 3 BAO – Definition Barumsätze
3.2.4 § 131b (3) BAO – Beginn und Ende der Registrierkassenpflicht
3.2.5 § 131 (4) BAO und weitere Ausnahmen
3.2.5.1 Kalte-Hände-Regelung
3.2.5.2 Abgabenrechtlich begünstigte Körperschaften
3.2.5.3 Warenausgabe- und Dienstleistungsautomaten
3.2.5.4 Online-Shops und ähnliche Ausnahmen
3.2.6 § 131b (2) und (5) BAO - Technische Sicherheitseinrichtung
3.2.7 § 131b (4) BAO - Feststellungsbescheid
3.2.8 Kontrolle der Umsetzung und Strafen
4. Conclusio
Diese Masterarbeit analysiert die Einführung und Umsetzung der Registrierkassenpflicht (RKP) in Österreich, insbesondere im Kontext des Steuerreformgesetzes 2015/2016. Das primäre Ziel ist es, den Gesetzwerdungsprozess nachzuvollziehen, die praktische Anwendbarkeit der Regelungen zu prüfen und die zentralen Herausforderungen für österreichische Unternehmen sowie die Effektivität als Maßnahme zur Betrugsbekämpfung kritisch zu hinterfragen.
3.1.1.1 Zur Schätzung des Steuermehraufkommens aus der Registrierkassenpflicht
Die Schätzung der bis zu € 1 Mrd. Mehraufkommen an Steuern findet sich bereits im Bericht der Steuerreform-Kommission 2014 vom 16.12.2014. Die darin vorgeschlagenen Maßnahmen decken sich überwiegend mit den per Gesetz eingeführten Neuerungen. Die Maßnahmen der Belegerteilungs-, Einzelerfassungs- und Registrierkassenpflicht wirken „kombiniert multiplikativ und nicht nur additiv“.
Plausibilisiert wird die Schätzung durch Erfahrungswerte aus der Einführung einer RKP mit elektronischer Sicherheitseinrichtung für Restaurants in der Provinz Quebec, Kanada. Laut Bericht der Steuerreform-Kommission 2014 wurde in Kanada „das RESTO Project (verpflichtende Rechnungslegung in Restaurants) in weniger als 14 Monaten umgesetzt, wobei in 18.000 Restaurants 31.000 SRM (sales recording module) eingesetzt wurden. Das SRM versieht Buchungen mit einer Signatur und Belege mit einem Barcode.“
Der Bericht über das RESTO Project der Revenu Québec führt aus, dass das Projekt zwischen 2008 und 2011 umgesetzt wurde. Die Recherche zu diesem Projekt nahm 10 Jahre in Anspruch. Im Rahmen dieses Projects wurde das Sales Recording Module (SRM), ein ultra-sicherer Microcomputer, entwickelt und eingeführt. Bei der Entwicklung wurde mit Betrieben zusammengearbeitet, um eine praxisorientierte Lösung zu schaffen, die den Betrieb der Restaurants nicht beeinträchtigt. Das Kernteam für dieses Projekt bestand aus 200 Leuten und es wurde mit folgenden Unternehmen zusammengearbeitet: IBM Canada, CGi Group inc., R3d Conseil, Systematix, StR Électronique, École nationale d’administration publique, Cossette inc., Centre de recherche informatique de Montréal und der Université du Québec à Trois-Rivières, sowie weiteren 70 Produzenten von Umsatzaufzeichnungssystemen und 296 IT-Firmen, die SRM installieren.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Registrierkassenpflicht ein und definiert Forschungsfrage, Aufbau sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Registrierkasse und Compliance im spezifischen Kontext der österreichischen Gesetzgebung definiert.
3. Registrierkassenpflicht in Österreich: Der Hauptteil analysiert detailliert den Gesetzwerdungsprozess, die regulatorischen Anforderungen sowie die spezifischen Ausnahmeregelungen und Kontrollmechanismen.
4. Conclusio: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse und bilanziert, dass die Umsetzung der RKP zwar ein sinnvolles Instrument zur Steuergerechtigkeit darstellt, jedoch aufgrund mangelnder Vorarbeit und Rechtsunsicherheit erheblichen Verbesserungsbedarf aufweist.
Registrierkassenpflicht, RKP, Österreich, Steuerreform, Gesetzgebung, BAO, Compliance, Umsatzgrenze, Sicherheitseinrichtung, Betrugsbekämpfung, Finanzverwaltung, Belegerteilungspflicht, Steuermehraufkommen, Steuerreformgesetz, Registrierkasse.
Die Arbeit befasst sich mit der Einführung der Registrierkassenpflicht (RKP) in Österreich und den damit verbundenen gesetzlichen sowie praktischen Herausforderungen für Unternehmen.
Zentrale Themen sind der Gesetzwerdungsprozess, die steuerrechtlichen Anforderungen (BAO), die technische Sicherheitseinrichtung, die Einnahmenschätzungen und die Auswirkungen auf diverse Branchen.
Ziel ist es, die Entwicklung der Gesetzgebung zu analysieren, die praktische Umsetzung zu durchleuchten und zu bewerten, wie sich die RKP auf die Steuergerechtigkeit auswirkt.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, der Analyse von Gesetzestexten, parlamentarischen Unterlagen, Stellungnahmen und Expertenberichten.
Im Hauptteil stehen die gesetzlichen Grundlagen (§ 131b BAO), technische Anforderungen, Ausnahmeregelungen sowie die Kontrolle der Umsetzung durch die Finanzbehörden im Mittelpunkt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie RKP, Steuerreform, Compliance, Sicherheitseinrichtung und Betrugsbekämpfung charakterisiert.
Die Autorin nutzt das kanadische Projekt als Vergleichsmodell, hinterfragt jedoch kritisch die Übertragbarkeit, da die österreichische Vorbereitungszeit im Vergleich zu Kanada deutlich kürzer ausfiel.
Hauptkritikpunkte sind die fehlende Rechtssicherheit bei der Anschaffung, die zu kurze Begutachtungsfrist und die teils unklare Spezifikation der technischen Sicherheitseinrichtungen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

