Diplomarbeit, 2017
108 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Relevanz und Problemstellung des Themas
2.1 Fragestellung und Untersuchungsziel
2.2 Arbeitsmethode
2.3 Aufbau der Arbeit
3 Begriffsbestimmungen und Verortung
3.1 Gesundheit und Krankheit
3.1.1 Gesundheit
3.1.2 Krankheit
3.2 Zusammenhang zwischen Arbeit und Gesundheit
3.3 Gegenwärtige Arbeitsbedingungen
3.3.1 Der Wandel in der Arbeitswelt
3.3.2 Zentrale Belastungsfaktoren in der Arbeitswelt Pflege
3.3.3 Körperliche Anforderungen
3.4 Führung
3.4.1 Vom Führungsstil zur Führungskultur
3.4.2 Gesundheitsförderliche Führungskultur
4 Betriebliches Gesundheitsmanagement
4.1 Begriffliche Definitionen und Abgrenzung
4.2 Gesetzliche und rechtliche Verortung
4.3 BGM als Führungsaufgabe
4.4 Gründe für ein BGM im Unternehmen
4.5 Hemmnisse und Verbreitung von Maßnahmen der BGF
4.6 BGM als Prozess
4.7 Handlungsfelder und Zielgruppen des BGM
4.7.1 Handlungsfelder
4.7.2 Zielgruppen
4.8 Gefährdungsbeurteilung
4.8.1 begriffliche Verortung und Definition
4.9 Zusammenfassung der Erkenntnisse aus der Literaturrecherche – und Analyse
5 Konzept zur Implementierung von Maßnahmen der BGF
5.1 Vorbereitung, Planung und Zielsetzung des Implementierungskonzepts
5.2 Diagnose und Präsentation der Ergebnisse
5.3 Umsetzungsentscheidung und Kontrolle
5.4 Umsetzung des Konzepts zur Implementierung von Maßnahmen der BGF
5.4.1 konzeptbegründende Ausgangslage
5.4.2 Projekt zur Implementierung – Vorbereitung und Planung
5.4.3 Diagnostik, Analyse und Gefährdungsbeurteilung
5.4.4 Schutzziele, Grob- und Feinziele sowie daraus abgeleitete Maßnahmen
5.4.5 Wirksamkeitsanalyse und Ergebnisevaluation
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in Unternehmen der stationären Altenpflege angepasst werden kann, um die Gesundheit der Pflegenden langfristig zu erhalten. Hierbei wird ein Fokus auf die Rolle der Führungskräfte und die praktische Implementierung unter Einbezug einer Gefährdungsbeurteilung gelegt.
3.1.1 Gesundheit
Die World Health Organization (WHO) hat Gesundheit nicht nur als Fehlen von Krankheit und Gebrechen definiert, sondern auch als Zustand des körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens (vgl. WHO 1948: 2).
Während in der Vergangenheit Gesundheit unter dem Schwerpunkt krankmachender Faktoren betrachtet wurde (vgl. Steinbach 2014: 29), erweiterte sich die pathogenetische Forschungstradition in den vergangenen Jahren im Sinne einer salutogenetischen Sicht. Das Modell der Salutogenese Antonovskys wird seit Mitte der 1970 er Jahre diskutiert. Antonovsky beschreibt Gesundheit als ein Prozess im Gesundheits– Krankheits Kontinuum. Ausgangspunkt ist, dass jeder Mensch sowohl kranke, als auch gesunde Anteile in sich hat, die einander aber nicht ausschließen. Krankheit kann nicht als isoliertes Ereignis gesehen werden (vgl. Franke 2008: 160f.; Franzkowiak 2003: 198). Die Beurteilung des Zustandes von Wohlbefinden kann nur in der Hinsicht erfolgen, wie weit oder wie nah sich ein Individuum an den Endpunkten von Krankheit oder Gesundheit befindet (vgl. Ewles, Simnett 2007:22ff.).
Kritisch kann bei Antonovskys Ansatz der Salutogenese das Fehlen positiver Faktoren angemerkt werden. „Mit der Fokussierung auf die Bewältigung von stresshaften Anforderungen vernachlässigt Antonovsky die Faktoren, die als positive Ressourcen direkt, gleichsam per se, Gesundheit fördern“ (Franke 2008: 168).
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die steigenden gesundheitlichen Belastungen im Pflegebereich durch demografischen Wandel und Arbeitsverdichtung und führt in die Bedeutung der BGF als strategisches Instrument ein.
2 Relevanz und Problemstellung des Themas: Das Kapitel analysiert die angespannte Arbeitssituation in der Altenpflege, geprägt durch körperliche Schwerarbeit und den Fachkräftemangel, und begründet die Notwendigkeit des BGM.
3 Begriffsbestimmungen und Verortung: Hier werden theoretische Grundlagen zu Gesundheit, Krankheit und Führung sowie die zentralen Belastungsfaktoren in der Pflege dargelegt.
4 Betriebliches Gesundheitsmanagement: Dieses Kapitel erläutert BGM als übergeordnete Führungsaufgabe, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Prozesse und Handlungsfelder der Gesundheitsförderung.
5 Konzept zur Implementierung von Maßnahmen der BGF: Der Verfasser stellt hier ein konkretes 7-Schritte-Implementierungskonzept für die BGF vor, inklusive Diagnose, Zielsetzung und Evaluation.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz der Führungskräfte für den Erfolg der BGF zusammen und betont die Notwendigkeit eines kontinuierlichen, zyklischen Verbesserungsprozesses.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, stationäre Altenpflege, Führungskultur, Gefährdungsbeurteilung, muskuloskelettale Erkrankungen, MSE, Stress, Arbeitsbelastung, Gesundheitszirkel, Verhältnisprävention, Verhaltensprävention, demografischer Wandel
Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung und Umsetzung von betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) in Einrichtungen der stationären Altenpflege, um die Gesundheit der Pflegenden zu schützen.
Zentrale Felder sind die gesundheitsförderliche Führungskultur, die Analyse von körperlichen Belastungen und die Implementierung von Präventionsmaßnahmen.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Maßnahmen der Gesundheitsförderung spezifisch an die Bedingungen der Altenpflege angepasst werden können, um die Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf empirischen Studien, evidenzbasierten Quellen und etablierten Modellen der Arbeitswissenschaften basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die rechtliche Verortung des BGM, die Prozessdarstellung und ein praktisches Implementierungskonzept für Pflegeeinrichtungen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere BGM, BGF, Führungskultur, Altenpflege und Gefährdungsbeurteilung.
Die Führungskraft fungiert als Schlüsselfaktor, da sie die Arbeitsbedingungen gestaltet und durch eine gesundheitsförderliche Kultur maßgeblich das Gesundheitsbewusstsein im Unternehmen prägt.
Die Wirksamkeit wird durch einen systematischen Vergleich von zuvor definierten Schutzzielen und Grob-/Feinzielen mittels Diagnosetools wie Fehlzeitenanalysen und Begehungen überprüft.
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