Bachelorarbeit, 2016
64 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Definition Inklusion
3 Politischer Hintergrund
4 Konzepte Schwerpunktschule
5 Schülerinnen und Schüler mit Behinderung oder sonderpädagogischem Förderbedarf: Wer ist betroffen?
5.1 Annäherung über Förderschwerpunkte in Rheinland-Pfalz
5.2 Beispielhafte Vertiefungen
5.3 Erweiterter Begriff „Inklusion“
6 Anforderungsprofil Lehrkraft
6.1 Allgemeine Aufgabenbeschreibung
6.2 Unterrichten, Erziehen, Beraten, Beurteilen
6.3 Schulentwicklung
7 Neue Herausforderungen für Lehrerinnen und Lehrer
7.1 Grundlegendes
7.2 Schaffen inklusiver Kulturen
7.3 Etablierung inklusiver Strukturen
7.4 Entwicklung inklusiver Praktiken
8 Ergebnisse der Interviews
9 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der schulischen Inklusion auf den Berufsalltag von Regellehrkräften an Schwerpunktschulen. Das primäre Ziel ist es, die neuen, mit der Inklusion verbundenen Herausforderungen zu analysieren und zu prüfen, ob die Lehrkräfte auf diese Anforderungen hinreichend vorbereitet sind, wobei die Forschungsfrage darauf fokussiert, wie Inklusion in der Praxis gelingen kann und welche Bewältigungsstrategien hierfür notwendig sind.
7.4 Entwicklung inklusiver Praktiken
„Die Haltung an der inklusiven Schule zeichnet sich dadurch aus, dass die Verantwortlichen die Schule und den Unterricht so gestalten, dass alle Schülerinnen und Schüler dort erfolgreich unterrichtet werden können. Heterogene Lerngruppen erfordern dabei Lernmethoden, die unterschiedliche biografische und kulturelle Hintergründe, verschiedene leistungsspezifische Voraussetzungen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung, aber auch den unterschiedlichen sozialen Normen der Lernenden und Lehrenden, gerecht werden.“
Um die Heterogenität einer Lerngruppe erfassen zu können ist eine genaue Beobachtung nötig. Schon vor vielen Jahren, betonte Jean-Jacques Rousseau den Stellenwert von Schülerbeobachtung: „Fangt also damit an, eure Schüler besser zu studieren, denn ihr kennt sie bestimmt nicht“. Es gehört zum pädagogischen Auftrag einer Lehrperson, die Schülerinnen und Schüler bezüglich Persönlichkeitsmerkmalen, Verhaltensweisen und anderen für die Schule relevanten Bereiche, zu beobachten. Die Beobachtung lässt sich in systematische und alltägliche Beobachtung unterteilen, wobei sich beide Verfahren in ihrer Kontrolliertheit unterscheiden. Die Alltagsbeobachtung dient dazu, sich ein möglichst schnelles Bild von den Geschehnissen zu machen. Der erste Eindruck wird erfasst. Die systematische Beobachtung dient der „fachlichen“ Informationsaufnahme, ist jedoch mit einem erhöhten Aufwand durch Beobachtungsbögen und exakte Fragestellungen verbunden.
1 Einleitung: Beschreibt die Entstehung der Arbeit aus einer persönlichen Praxiserfahrung und formuliert die zentrale These der wachsenden Anforderungen an Regellehrkräfte durch Inklusion.
2 Definition Inklusion: Erläutert den Begriff Inklusion soziologisch und pädagogisch als gesellschaftliches Konzept der gleichberechtigten Teilhabe und Abgrenzung zu Integration.
3 Politischer Hintergrund: Analysiert die rechtliche Grundlage durch die UN-Behindertenrechtskonvention und deren Umsetzung im rheinland-pfälzischen Schulsystem.
4 Konzepte Schwerpunktschule: Erklärt den Status der Schwerpunktschule und die Rolle der zusätzlichen Unterstützung durch Förderschullehrkräfte und pädagogische Fachkräfte.
5 Schülerinnen und Schüler mit Behinderung oder sonderpädagogischem Förderbedarf: Wer ist betroffen?: Kategorisiert verschiedene Schülergruppen und Förderbedarfe sowie den erweiterten Inklusionsbegriff unter Berücksichtigung kultureller Vielfalt.
6 Anforderungsprofil Lehrkraft: Definiert die klassischen Aufgabenfelder von Lehrkräften und erweitert diese um den Aspekt der Schulentwicklung unter Einfluss neuer Medien.
7 Neue Herausforderungen für Lehrerinnen und Lehrer: Thematisiert die drei Dimensionen des Indexes für Inklusion (Kultur, Strukturen, Praktiken) und die damit verbundenen Herausforderungen für Lehrkräfte.
8 Ergebnisse der Interviews: Präsentiert die empirische Auswertung der Interviews mit Regellehrkräften zur empfundenen Belastung und Unterstützung im inklusiven Unterricht.
9 Fazit und Ausblick: Bilanz aus Theorie und Praxis mit Vorschlägen zur Verbesserung der schulischen Rahmenbedingungen und der Lehrerausbildung.
Inklusion, Schwerpunktschule, Regellehrkräfte, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Heterogenität, Differenzierung, Inklusive Schulentwicklung, Team-Teaching, Förderplan, Lehrerbildung, Schulpraxis, Qualitatives Interview, Lernschwierigkeiten, Soziale Interaktion, Diagnostik
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die für Regellehrkräfte an Schwerpunktschulen durch das Konzept der schulischen Inklusion entstehen, und hinterfragt die praktische Umsetzung dieses Konzepts.
Zentrale Themen sind die pädagogische Heterogenität, die Rolle der Lehrkräfte, die Bedeutung inklusiver Kulturen und Strukturen sowie die praktische Umsetzung von Differenzierung und Kooperation.
Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem theoretischen Anspruch der Inklusion und der praktischen Alltagsrealität an Schulen zu untersuchen, um aufzuzeigen, wo Lehrkräfte Unterstützung benötigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer qualitativen Forschungsarbeit, bei der Leitfadeninterviews mit drei Lehrkräften einer Schwerpunktschule geführt wurden.
Im Hauptteil werden der politische Rahmen, die theoretischen Anforderungen an das Lehrerprofil sowie die Umsetzung der Inklusion anhand des Indexes für Inklusion detailliert erörtert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, Differenzierung, Regellehrkräfte, sonderpädagogischer Förderbedarf und Schulentwicklung charakterisiert.
Die Lehrkräfte geben an, dass ihnen oft die notwendige spezielle Ausbildung, ausreichend personelle Unterstützung durch Fachkräfte sowie die Zeit zur gemeinsamen Planung fehlen.
Der Autor sieht Inklusion zwar als erstrebenswerte Idee an, betont jedoch, dass sie unter den aktuellen Bedingungen an Schulen ohne politische Unterstützung und Ressourcenaufstockung kaum erfolgreich umsetzbar ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

