Bachelorarbeit, 2017
69 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Einleitung in die Thematik
1.2. Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3. Aufbau und Struktur der Arbeit
2. Begriffliche Grundlagen
2.1. KMU
2.1.1. Definition
2.1.2. Bedeutung für die deutsche Wirtschaft
2.2. FinTech
2.2.1. Definition
2.2.2. Aufteilung nach Dienstleistungen
3. Aktueller Stand der Forschung & Theoretische Grundlagen
3.1. Der deutsche Bankensektor
3.1.1. Folgen der Finanzkrise 2008
3.1.2. Einführung strengerer Regulierungen
3.1.3. Herausforderung Digitalisierung
3.2. FinTechs in Deutschland
3.2.1. Verteilung deutscher FinTechs
3.2.2. Stärken und Chancen von FinTechs in Deutschland
3.2.3. Schwächen und Risiken von FinTechs in Deutschland
3.3. Attraktivität von FinTechs für KMU
3.3.1. Kreditrestriktionen und deren Folgen für KMU
3.3.2. Veränderte Erwartungen von KMU an ihre Banken
3.3.3. Bankenbeziehungen von KMU und mögliche Wechselfaktoren
4. Hypothesen
5. Datensatz, Methodik und Variablendefinition
5.1. Datensatz und Fragebogendesign
5.2. Methodik
5.3. Definition der Variablen
5.3.1. Abhängige Variable
5.3.2. Unabhängige Variablen
5.3.3. Kontrollvariablen
6. Diskussion der Ergebnisse
6.1. Deskriptive Ergebnisse
6.2. Ergebnisse der logistischen Regression
6.3. Robustheitscheck
7. Limitationen
8. Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die Wechselwahrscheinlichkeit deutscher kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) von klassischen Banken hin zu FinTech-Anbietern. Ziel ist es, auf Basis einer empirischen Analyse zu identifizieren, welche Faktoren Unternehmen dazu bewegen, ihre bestehende Bankbeziehung zu beenden oder zu reduzieren und alternative Finanztechnologien in Betracht zu ziehen.
1.1. Einleitung in die Thematik
Die digitale Transformation verändert ganze Branchen. Telefonbuchverleger, Reisebüros, die Musikindustrie und viele andere sind von diesem Wandel bereits betroffen. In diesen Bereichen konnten digitale Innovationen fast schon über Nacht etablierte Unternehmen dazu zwingen, ihre Geschäftsmodelle neu zu definieren oder diese gar ganz obsolet machen.
Auch der Finanzdienstleistungssektor ist zunehmend von diesen Veränderungen betroffen. Zwar konnte in der Vergangenheit durch die Einführung des Online-Bankings ein erster Schritt in Richtung einer digitalisierten Bankenwelt gemacht werden, dennoch mangelt es dieser Branche an zukunftsorientierten Innovationen (vgl. Tiberius & Rasche, 2017). So ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Wettbewerber mit modernen Geschäftsmodellen mit klassischen Banken konkurrieren, um ein Stück des traditionell hochprofitablen Geschäftszweiges abzubekommen.
Sandy Carter präsentierte 2015 auf einer Veranstaltung von IBM für Entrepreneurs zum Thema digitale Disruption eine Folie, die kurz darauf um die ganze Welt gehen sollte. Darauf stand unter anderem, dass die aktuell am schnellsten wachsenden Banken über kein eigenes Geld verfügen. Dabei sprach sie von den sogenannten FinTechs.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Disruption des Bankensektors durch die Digitalisierung und FinTechs ein und leitet die Forschungsfrage der Arbeit ab.
2. Begriffliche Grundlagen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe KMU und FinTech definiert und deren jeweilige Bedeutung für die deutsche Wirtschaft bzw. den Markt erläutert.
3. Aktueller Stand der Forschung & Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Herausforderungen des Bankensektors durch die Finanzkrise und Regulierung sowie die Attraktivität von FinTechs für KMU.
4. Hypothesen: Basierend auf den theoretischen Grundlagen werden hier drei Hypothesen zum Wechselverhalten von KMU aufgestellt.
5. Datensatz, Methodik und Variablendefinition: Dieses Kapitel erläutert das Vorgehen bei der Datenerhebung, die Faktorenanalyse und das logistische Regressionsmodell zur Überprüfung der Hypothesen.
6. Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die deskriptiven Daten der Umfrage präsentiert und die Ergebnisse der logistischen Regression sowie ein Robustheitscheck diskutiert.
7. Limitationen: Dieses Kapitel reflektiert kritisch die verwendete Methodik und stellt Einschränkungen der Forschungsarbeit dar.
8. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und zeigt Potenziale für zukünftige Forschung auf.
FinTech, KMU, Bankbeziehung, Digitalisierung, Finanzdienstleistungen, Kundenabwanderung, logistische Regression, Faktorenanalyse, Kreditrestriktionen, Bankensektor, Firmenkundengeschäft, Innovationskraft, Wechselwahrscheinlichkeit, Kundenorientierung, Disruption.
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss des digitalen Wandels auf die Finanzbranche, insbesondere mit der Frage, warum deutsche KMU vermehrt Bankbeziehungen zugunsten von FinTechs verändern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Transformation des Bankensektors, der Definition und Segmentierung von FinTech-Anbietern sowie den spezifischen Anforderungen von KMU an Finanzdienstleister.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: "Welche Faktoren beeinflussen die Wechselwahrscheinlichkeit deutscher KMU von einer Bank zu einem FinTech?"
Es wurde ein eigener Datensatz durch eine Online-Umfrage (N=82) erhoben. Zur Auswertung wurden eine explorative/konfirmatorische Faktorenanalyse und im Anschluss eine logistische Regressionsanalyse eingesetzt.
Der Hauptteil analysiert theoretisch die Situation deutscher Banken, die Herausforderungen für KMU sowie die Stärken und Schwächen von FinTechs, bevor die empirischen Ergebnisse aus der Umfrage dargelegt werden.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen FinTech, KMU, Bankbeziehung, Digitalisierung, Kundenabwanderung und Wechselwahrscheinlichkeit.
Die empirische Analyse zeigt, dass eine positivere Wahrnehmung der FinTech-Eigenschaften (Transparenz, Geschwindigkeit, Kosten) die Wahrscheinlichkeit eines Wechsels signifikant erhöht.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass klassische Werte wie Vertrauen und eine geringe Fehlerquote seitens der Bank weiterhin eine hohe Relevanz für die Stabilität der Bankbeziehung besitzen.
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