Masterarbeit, 2017
122 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Motivation und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit und Methodik
2 Grundlagen
2.1 Motorenmesstechnik
2.1.1 Belastungsmaschine
2.1.2 Mechanische Größen
2.1.3 Temperaturen und Drücke
2.1.4 Massen und Volumenströme
2.1.5 Abgasmesstechnik
2.2 Kraftstoffe
2.3 Der Versuchsträger
2.3.1 Allgemeines zum Zwei-Takt-Ottomotor
2.3.2 Der Vergaser
2.3.2.1 Funktionsprinzip eines Vergasers
2.3.2.2 Der Kaltstart
2.3.2.3 Die Lastzustände des Membranvergasers
2.4 Entwicklungsprozess nach VDI 2221
2.5 Der Morphologische Kasten
2.6 Das Wertigkeitsverfahren
2.6.1 Variantenauswahl nach Pahl und Beitz
2.6.2 Bewertung ausgewählter Varianten
3 Konstruktion des Kleinmotorenprüfstands
3.1 Planen und Klären der Aufgabe
3.1.1 Aufgabenstellung
3.1.2 Terminplanung/Projektplanung
3.1.3 Ausgangslage
3.1.4 Ermittlung des Anforderungsprofils
3.1.4.1 Aufbau der Anforderungsliste
3.1.4.2 Erstellung der Anforderungsliste
3.2 Konzeption, Entwurf und Ausarbeitung
3.2.1 Identifikation von Teillösungen mit Hilfe des Morphologischen Kastens
3.2.2 Festlegung der Gesamtlösung mit Hilfe des Wertigkeitsverfahrens
3.2.2.1 Variantenauswahl nach Pahl und Beitz
3.2.2.2 Bewertung ausgewählter Varianten
3.2.3 Weitere benötigte Bauteile und Anpassungen
3.2.3.1 Der elektrische Antrieb
3.2.3.2 Getriebe
3.2.3.3 Luftansaugung
3.2.3.4 Anpassungen an Abgassystem und Sensorik
3.2.3.5 Verbindung der An- und Abtriebswellen
3.2.3.6 Wellenschutz
3.2.3.7 Servomotor für Gasannahme
3.2.3.8 Notausschalter
4 Inbetriebnahme des Motorprüfstands
4.1 Aufbau des Motorprüfstands
4.2 Planung der Messungen
4.3 Weitere Schritte
4.4 Funktionsüberprüfung der notwendigen Mess- und Regelungstechnik
4.4.1 Warmlaufphase
4.4.2 Überprüfung des Drehzahlreglers
5 Fazit
5.1 Allgemeines Fazit
5.2 Persönliches Fazit
Ziel dieser Masterarbeit ist die Konzeption, Konstruktion und der Aufbau eines Motorprüfstands für einen Kettensägenmotor, um den Einfluss von neu entwickelten Membranmaterialien auf das Betriebsverhalten, die Gemischbildung sowie die Verbrennungs- und Emissionswerte des Motors in verschiedenen Arbeitspositionen zu untersuchen.
2.3.2.1 Funktionsprinzip eines Vergasers
Grundsätzlich beruht das Prinzip des Vergasers auf der durch einen verringerten Kanalquerschnitt erzeugten höheren Strömungsgeschwindigkeit. Dies erzeugt einen im Vergleich zur Umgebung geringeren Druck und führt dadurch den Kraftstoff durch eine Düse in die Mischkammer des Vergasers (vgl. Abbildung 3).
Dabei ist die Nutzung eines Differenzdrucksignals zur Erzeugung eines Kraftstoffstroms für Vergaser charakteristisch. Die Massenströme auf Kraftstoff- und Luftseite lassen sich unter der vereinfachenden Annahme inkompressibler Strömungen mit der Bernoulli-Gleichung darstellen.
Ein klassischer Vergaser verfügt über eine Kraftstoffniveauregulierung. Dies wird in der Regel mit Hilfe eines Kraftstoffspeichers, der so genannten „Schwimmerkammer“ (Böge/Böge 2017, S. 553) ermöglicht.
Dabei kann zwischen verschiedenen Vergaserkonzepten unterschieden werden: Im Gegensatz zu Vergasern mit veränderlichem Lufttrichterquerschnitt wird beim Festlufttrichtervergaser (siehe Abbildung 3) ein venturiartig (siehe Abbildung 4) geformter Lufttrichter mit festem Querschnitt verwendet. Eine Herausforderung hierbei ist die ausreichende Funktionsfähigkeit bei geringen Druckdifferenzen durch Luftströme geringer Geschwindigkeit.
Für die Nutzung wird mindestens eine Hauptkraftstoffdüse benötigt. Um einen gleichmäßigen Kraftstofffluss zu gewährleisten, verfügen Festlufttrichtervergaser in der Regel zusätzlich über mehrere Düsensysteme sowie eine Beschleunigerpumpe. Durch die Zugabe von Korrekturluft werden die Auswirkungen abweichender Reynoldszahlen der Kraftstoff- und Luftströmung korrigiert.
1 Einleitung: Vorstellung der Motivation für Biokraftstoffe und die Zielsetzung zur Entwicklung eines Prüfstands zur Membran-Untersuchung.
2 Grundlagen: Theoretische Einführung in die Motorenmesstechnik, Zweitakt-Motoren, Vergaser-Funktionsprinzipien und methodische Grundlagen wie VDI 2221.
3 Konstruktion des Kleinmotorenprüfstands: Detaillierte Dokumentation des Planungsprozesses, der Teillösungssuche und der finalen konstruktiven Ausarbeitung.
4 Inbetriebnahme des Motorprüfstands: Erläuterung des mechanischen Aufbaus, der Messplanung und der Funktionsvalidierung von Sensorik und Drehzahlregelung.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der erreichten Ziele sowie ein Ausblick auf die Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Prüfstands.
Motorprüfstand, Kettensägenmotor, Zweitaktmotor, Membranvergaser, Gemischbildung, Emissionsreduktion, Biokraftstoffe, VDI 2221, Konstruktion, Messtechnik, Drehzahlregelung, Modellbauteile, Aluminiumprofile, Abgasanalyse, Validierung
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption, Konstruktion und Inbetriebnahme eines Motorprüfstands für einen handgeführten Kettensägenmotor.
Die zentralen Felder umfassen die Motorenmesstechnik, die Funktionsweise von Zweitaktmotoren und Membranvergasern sowie methodische Vorgehensweisen in der Konstruktion.
Ziel ist es, ein Testsystem zu schaffen, mit dem der Einfluss neuer Membranmaterialien auf das Verbrennungs- und Emissionsverhalten unter variablen Arbeitsbedingungen untersucht werden kann.
Der Konstruktionsprozess basiert auf der Richtlinie VDI 2221, unterstützt durch einen Morphologischen Kasten zur Ideenfindung und ein Wertigkeitsverfahren zur Auswahl der besten Lösung.
Im Hauptteil wird die systematische Konstruktion von der Anforderungsanalyse bis hin zur detaillierten Auswahl der Bauteile und die anschließende praktische Inbetriebnahme beschrieben.
Wichtige Begriffe sind Motorprüfstand, Zweitaktmotor, Membranvergaser, Konstruktion, Messtechnik und Emissionsuntersuchung.
Um neu entwickelte Membranen im Vergaser unter reproduzierbaren Bedingungen zu testen, ohne auf reale Feldeinsätze angewiesen zu sein, ist eine stationäre Testumgebung erforderlich.
Der bürstenlose Elektromotor fungiert als dynamische Belastungsmaschine, die den Kettensägenmotor sowohl belasten als auch antreiben kann.
Zur Sicherheit wurde ein Notausschalter implementiert, der die Zündspule des Verbrennungsmotors bei Gefahr oder Stromausfall kurzschließt und den Betrieb stoppt.
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