Masterarbeit, 2017
92 Seiten, Note: 2,00
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Bisherige Verrechnungspreisdokumentationspflichten
2.1. Dokumentationsvorschriften in Österreich vor BEPS
2.2. Dokumentationsvorschriften der OECD vor BEPS
3. BEPS Aktionspunkt 13-Verrechnungspreisdokumentation und Country-by-Country Reporting
3.1. Master File
3.2. Local File
3.3. Country-by-Country Reporting
4. Die Umsetzung in Österreich: Das Verrechnungspreisdokumentationsgesetz und die VPDG-Durchführungsverordnung
4.1. Die Wurzeln des Verrechnungspreisdokumentationsgesetzes
4.2. Die VPDG-Durchführungsverordnung
4.3. Der Inhalt des Verrechnungspreisdokumentationsgesetzes
4.3.1. Country-by-Country Reporting
4.3.2. Master File
4.3.3. Local File
4.4. Die Strafbestimmungen im VPDG
5. Analyse und Kritik
5.1. VPDG versus OECD-Empfehlungen
5.2. Zweifelsfragen zur Verrechnungspreisdokumentation
5.2.1. „at Equity“ Bilanzierung
5.2.2. Innerstaatliche Transaktionen
5.2.3. Der Umsatz iZm der Verrechnungspreisdokumentation
5.2.4. Öffentliches Country-by-Country Reporting
5.2.5. Country-by-Country Reporting Notification iSd § 4 VPDG
5.2.6. Country-by-Country Reporting und Personengesellschaften
5.2.7. Country-by-Country Reporting und Investmentfonds
5.3. Verrechnungspreisdokumentationsvorschriften in Deutschland und den USA - insbesondere länderbezogene Berichterstattung
5.3.1. Deutschland
5.3.2. USA
6. Conclusio
Die Masterarbeit untersucht den Aktionspunkt 13 der OECD BEPS-Initiative, der eine internationale Harmonisierung und Überarbeitung der Verrechnungspreisdokumentationspflichten mittels eines dreistufigen Ansatzes fordert. Ein zentrales Ziel ist es, den Zweck und Inhalt insbesondere des Country-by-Country Reportings zu analysieren und die Umsetzung dieser neuen internationalen Standards in das österreichische Recht kritisch zu beleuchten.
3.3. Country-by-Country Reporting
Beim Country-by-Country Reporting (in Folge: CbCR), oder auch länderbezogener Bericht genannt, werden Kennzahlen in tabellarischer Form dargestellt um Auskunft über die Verteilung von Wertschöpfung und Gewinn eines Konzerns geben zu können. In diesem Template sind verpflichtend acht Positionen anzugeben, zB Umsatz, Gewinn, Assets, Steueraufwand sowie die Mitarbeiteranzahl. Diese Angaben sind nicht pro Gesellschaft oder Betriebsstätte zu veröffentlichen, sondern pro Land.
Das CbCR gilt als die größte Neuerung im Bereich der Verrechnungspreisdokumentation. Dieses stellt sowohl für Unternehmen und auch für Steuerpflichtige eine gewisse Hürde an Herausforderungen und Unsicherheiten dar. Der länderbezogene Bericht teilt sich in zwei Informationsbereiche: Steuerpflichtige haben einerseits Angaben zum gesamten Konzern zu machen, dies erfolgt nach Steuerhoheitsgebieten, andererseits sind Informationen zu den jeweiligen Unternehmensteilen in der Gruppe zu veröffentlichen.
Das CbCR besteht aus drei Tabellen. In Tabelle 1 erfolgt die Aufteilung der Einkünfte, Steuern und Geschäftstätigkeiten nach den jeweiligen Steuerhoheitsgebieten. In der zweiten Tabelle werden alle Unternehmen des MNE und ihre Hauptgeschäftstätigkeiten nach Steuerhoheitsgebieten getrennt erfasst. Entspricht der Ansässigkeitsstaat nicht dem Gründungsstaat, so ist die in der dritten Spalte anzugeben. In der Tabelle 3 findet sich Platz für zusätzliche Informationen, die als notwendig für die Abgabe des CbCR erscheinen.
Wie bereits oben erwähnt, muss in der ersten Tabelle des CbCR Berichts Auskunft über die weltweite Verteilung der Unternehmenseinkünfte gegeben werden, sowie weitere Informationen offengelegt werden, die Schlussfolgerungen über die wirtschaftlichen Aktivitäten der gesamten Gruppe zulassen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) ein und skizziert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Masterarbeit.
2. Bisherige Verrechnungspreisdokumentationspflichten: Das Kapitel behandelt die Dokumentationsvorschriften in Österreich und der OECD vor der BEPS-Initiative.
3. BEPS Aktionspunkt 13-Verrechnungspreisdokumentation und Country-by-Country Reporting: Hier erfolgt eine Diskussion des dreistufigen Ansatzes der OECD zur Verrechnungspreisdokumentation und zum Country-by-Country Reporting.
4. Die Umsetzung in Österreich: Das Verrechnungspreisdokumentationsgesetz und die VPDG-Durchführungsverordnung: Dieses Kapitel erläutert die Implementierung der neuen Dokumentationspflichten in das österreichische Recht anhand des VPDG und der entsprechenden Durchführungsverordnung.
5. Analyse und Kritik: Im fünften Kapitel erfolgt eine kritische Betrachtung des Themas durch den Vergleich mit internationalen Empfehlungen sowie die Klärung spezifischer Zweifelsfragen.
6. Conclusio: Die Masterarbeit schließt mit einem Conclusio, das die Ergebnisse der Arbeit zusammenfasst.
BEPS, Verrechnungspreisdokumentation, Country-by-Country Reporting, OECD, VPDG, Master File, Local File, Gewinnverschiebung, Fremdvergleichsgrundsatz, Steuertransparenz, Steuerhoheitsgebiete, Finanzstrafrecht, steuerliche Bemessungsgrundlage, Compliancekosten
Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an die Verrechnungspreisdokumentation, die durch den Aktionspunkt 13 der OECD BEPS-Initiative initiiert wurden, und deren Umsetzung in das österreichische Steuerrecht.
Die Arbeit konzentriert sich primär auf das Country-by-Country Reporting sowie die weiteren Bestandteile des dreistufigen Dokumentationsansatzes, bestehend aus Master File und Local File.
Das primäre Ziel ist es, den Inhalt und Zweck des Country-by-Country Reportings zu erläutern und eine kritische Analyse der nationalen gesetzlichen Umsetzung unter Berücksichtigung der OECD-Vorgaben vorzunehmen.
Die Untersuchung erfolgt auf Basis eines Literaturvergleiches unter Einbeziehung von Monographien, Fachzeitschriften, Kommentaren, fundierten Internetquellen und der offiziellen OECD-Publikationen.
Der Hauptteil behandelt die detaillierte Beschreibung des dreistufigen Dokumentationsansatzes der OECD, die spezifische Umsetzung im österreichischen Verrechnungspreisdokumentationsgesetz (VPDG) inklusive der Strafbestimmungen sowie eine Analyse offener Zweifelsfragen und einen internationalen Rechtsvergleich.
Wichtige Begriffe sind insbesondere BEPS, Verrechnungspreisdokumentation, Country-by-Country Reporting, VPDG sowie der Fremdvergleichsgrundsatz.
Die Verordnung dient der Konkretisierung der inhaltlichen Anforderungen an das Master File und das Local File, da das VPDG selbst dem Bundesminister für Finanzen die Möglichkeit zur näheren Ausgestaltung eingeräumt hat.
Die Einordnung ist entscheidend, da sie bestimmt, ob ein Unternehmen als Geschäftseinheit im Sinne des VPDG gilt und damit in die Dokumentations- und Berichtspflichten einzubeziehen ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

