Fachbuch, 2018
131 Seiten
1 Einleitung und Problemstellung
2 Bedingungsfaktoren des Fachkräftemangels
2.1 Demografische Entwicklung
2.2 Epidemiologischer Wandel
2.3 Anzahl der pflegebedürftigen Menschen (Bedarfe)
2.4 Fachkräfteengpass bzw. -mangel
2.5 Diskussion der Ergebnisse
3 Theorien zur Berufswahl einschließlich derer wesentlichen Einflussfaktoren
3.1 Kongruenztheorie nach Holland
3.2 Laufbahnentwicklungstheorie nach Super
3.3 Endogene und exogene Faktoren der Berufswahl
3.4 Empirische Untersuchungen zur Berufswahl
3.5 Diskussion der Ergebnisse
4 Europäische Perspektive des Pflegeberufes bzw. der Pflegeausbildung
4.1 Europäisierung der Hochschulbildung
4.2 Europäisierung der beruflichen Bildung
4.3 Europäische Berufsanerkennungsrichtlinie
4.4 Aktionsplan für die Gewinnung von Fachkräften für das Europäische Gesundheitswesen
5 Fragestellungen
6 Vergleichende Analyse der Attraktivität des Pflegeberufes in ausgewählten Ländern der Europäischen Union
6.1 Strukturelle Analyse der Pflegeausbildungen
6.2 Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten im Pflegebereich
6.3 Beschäftigungsaussichten im Pflegebereich
6.4 Verdienstmöglichkeiten im Pflegebereich
6.5 Arbeitsbedingungen im Pflegebereich
7 Diskussion der Ergebnisse
7.1 Strukturelle Analyse der Pflegeausbildungen
7.2 Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten im Pflegebereich
7.3 Beschäftigungsaussichten im Pflegebereich
7.4 Verdienstmöglichkeiten im Pflegebereich
7.5 Arbeitsbedingungen im Pflegebereich
8 Schlussfolgerungen für den Pflegeberuf
9 Ausblick
Die Arbeit untersucht den Fachkräftemangel im Pflegesektor, analysiert die Attraktivität des Pflegeberufes in verschiedenen EU-Ländern und erarbeitet Empfehlungen, um den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten und somit den Bedarf an Fachkräften langfristig zu decken.
3.1 Kongruenztheorie nach Holland
Parsons dreistufiges Schema wird später in der Trait- und Faktortheorie der Berufsberatung zusammengeführt, als die wissenschaftlichere Version von Parsons Zuordnungsmodell von Person und Beruf (Brown und Brooks, 1994). Holland hat auf der Basis von Parsons Drei-Stufenmodell, dem Trait- und Faktoransatz sowie basierend auf der Selbstkonzept-Theorie, der Rollentheorie und der Theorie des sozialen Lernens die Kongruenztheorie entwickelt (Seifert, 1977; Holland, 1997).
Den Kern der Theorie bilden vier Hauptannahmen:
1. ‚In our culture, most persons can be categorized as one of six personality types: Realistic, Investigative, Artistic, Social, Enterprising, or Conventional.‘ (Holland 1997, S. 2)
2. ‚There are six model environments: Realistic, Investigative, Artistic, Social, Enterprising, and Conventional.‘ (Holland 1997, S. 3)
3. ‚People search for environments that will let them exercise their skills and abilities, express their attitudes and values, and take on agreeable problems and roles.‘ (Holland 1997. S. 4)
4. ‚Behavior ist determined by an interaction between personality and environment.‘ (Holland 1997. S. 4)
Die beiden ersten Annahmen seiner Theorie über berufliche Interessen- und Persönlichkeitstypen besagen, dass sowohl Individuen als auch Arbeitsumwelten in sechs grundlegende Typen eingeteilt werden können (Hirschi, 2013b). Hierbei handelt es sich um Idealtypen, mit denen jeder Mensch verglichen werden kann (Weinrach und Srebalus, 1994). Die sechs Typen sind: Der realistische Typ (R), der forschende Typ (I), der künstlerische Typ (A), der soziale Typ (S), der unternehmerische Typ (E) und der konventionelle Typ (C) (Holland, 1997).
Die dritte Annahme beschreibt die Interaktionen zwischen Menschen und Umwelten. Holland geht davon aus, dass Menschen nach beruflichen Umwelten streben, die zu ihren Interessen und Fähigkeiten passen. Menschen, die z. B. gerne anderen Menschen helfen, suchen sich eine Umwelt, bei der sie ihre sozialen Fähigkeiten zum Ausdruck bringen können (Holland, 1997). In seiner 4. Annahme beschreibt Holland, dass bis zu einem gewissen Grad das Verhalten der Person (Berufswahl, Berufswechsel, Berufserfolg) vorausgesagt werden kann, wenn das Persönlichkeitsprofil und das Umweltprofil bekannt sind (Holland, 1997; Weinrach und Srebalus, 1994).
1 Einleitung und Problemstellung: Diese Einleitung beschreibt die Herausforderungen des Fachkräftemangels im Pflegesektor und führt in die zentrale Forschungsfrage ein.
2 Bedingungsfaktoren des Fachkräftemangels: Hier werden demografische und epidemiologische Entwicklungen sowie die derzeitige Versorgungslage und zukünftige Projektionen zum Fachkräftemangel analysiert.
3 Theorien zur Berufswahl einschließlich derer wesentlichen Einflussfaktoren: Dieses Kapitel erläutert wissenschaftliche Modelle zur Berufswahl und identifiziert entscheidende Faktoren, die die Berufswahl beeinflussen.
4 Europäische Perspektive des Pflegeberufes bzw. der Pflegeausbildung: Die Arbeit beleuchtet europäische Initiativen und Richtlinien, die auf eine Angleichung der Bildungsstandards und erhöhte Mobilität im Gesundheitswesen abzielen.
5 Fragestellungen: Basierend auf den vorherigen Kapiteln werden konkrete Forschungsfragen abgeleitet, um die Attraktivität der Pflege in verschiedenen EU-Ländern zu untersuchen.
6 Vergleichende Analyse der Attraktivität des Pflegeberufes in ausgewählten Ländern der Europäischen Union: Dieses Kapitel vergleicht die Ausbildungsstrukturen, Karrierewege, Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten in den gewählten Ländern.
7 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse der vergleichenden Analyse werden kritisch diskutiert, Stärken und Schwächen der Systeme werden herausgearbeitet.
8 Schlussfolgerungen für den Pflegeberuf: Hier werden konkrete Empfehlungen für die deutsche Pflegepraxis und Ausbildung abgeleitet.
9 Ausblick: Der Autor fasst offene Fragen zusammen und weist auf notwendigen weiteren Forschungsbedarf hin.
Fachkräftemangel, Pflege, Pflegeausbildung, Berufswahl, Europäische Union, Attraktivität, Arbeitsbedingungen, Verdienstmöglichkeiten, Akademisierung, Demografischer Wandel, Fachkräfteengpass, Pflegeberufsgesetz, Pflegekammer, Personalschlüssel, Gesundheitswesen
Die Arbeit analysiert den Fachkräftemangel in der Pflege und untersucht, wie der Pflegeberuf attraktiver gestaltet werden kann, indem sie Erkenntnisse aus anderen EU-Mitgliedsstaaten heranzieht.
Die zentralen Themen sind der Fachkräftemangel, Theorien zur Berufswahl, die Europäisierung der Pflegeausbildung und ein ländervergleichender Blick auf Faktoren wie Ausbildung, Gehalt und Arbeitsbedingungen.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie kann man die Attraktivität des Pflegeberufes erhöhen, damit mehr Menschen den Pflegeberuf wählen?“
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Studium internationaler Studien (z.B. RN4CAST) und einer vergleichenden Analyse der Pflegeausbildungssysteme und Arbeitsbedingungen in sechs ausgewählten EU-Ländern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse des Mangels, eine theoretische Einordnung der Berufswahl, eine Betrachtung der europäischen Perspektive sowie eine detaillierte vergleichende Analyse von Ausbildung, Gehalt und Arbeitsbedingungen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Fachkräftemangel, Attraktivität, Pflegeberuf, Arbeitsbedingungen, Ausbildung, Europa, Verdienstmöglichkeiten und Akademisierung.
Deutschland ist durch sein dreigliedriges System (Altenpflege, Krankenpflege, Kinderkrankenpflege) und die vorwiegend sekundäre Ausbildung ein Sonderweg, während viele andere EU-Länder bereits auf generalistische Ausbildungsgänge im tertiären Bildungssektor setzen.
Die Arbeit diskutiert, dass eine akademische Ausbildung die Professionalisierung und Qualität der Versorgung steigern kann, stellt jedoch auch fest, dass diese in manchen Ländern potentielle Bewerber eher abschrecken kann, wenn sie nicht mit attraktiven Rahmenbedingungen einhergeht.
Zu den Empfehlungen zählen die Einführung einer generalistischen Ausbildung, der Ausbau von Studienplätzen, die Etablierung einer Pflegekammer, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen (insbesondere des Personalschlüssels) und die Schaffung bundesweit einheitlicher Tarifverträge.
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