Diplomarbeit, 2005
115 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Vorgehensweise
2. Begriffliche Grundlegung
2.1 Mittelständische Unternehmen
2.1.1 Mittelstandsdefinition und Abgrenzung
2.1.1.1 Quantitative Kriterien
2.1.1.2 Qualitative Kriterien
2.1.2 Der gesamtwirtschaftliche Stellenwert des Mittelstandes
2.1.3 Finanzierungssituation mittelständischer Unternehmen in Deutschland
2.2 Banken
2.2.1 Definition und Abgrenzung des Begriffes „Bank“
2.2.2 Das deutsche Bankensystem
2.3 Basel II – Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung
2.3.1 Von Basel I zu Basel II
2.3.2 Die drei Säulen von Basel II im Überblick
2.3.3 Die Messung des Kreditrisiken unter Basel II
3. Das Rating unter besonderer Berücksichtigung der KMU
3.1 Definition des Begriffes Rating
3.2 Die Einordnung des „Mittelstandsratings“ in den Kontext der verschiedenen Ratingarten
3.3 Ratingverfahren und deren Eignung für KMU
3.3.1 Externes Rating durch Agenturen
3.3.2 Bankinternes Ratingverfahren
3.3.3 Internes versus externes Rating im Mittelstand
3.4 Die Bedeutung des Internen Ratings für KMU
4. Rating für den Mittelstand - Praxis ausgewählter Kreditinstitute in Deutschland
4.1 Das interne Rating der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR II)
4.1.1 Die Komponenten des BVR II-Ratings
4.1.1.1 Quantitative Faktoren
4.1.1.2 Qualitative Faktoren
4.1.2 Ablauf des Ratings
4.1.2.1 Datenerfassung und Anreicherung
4.1.2.2 Bewertung der Kriterien
4.1.2.3 Ratingurteil
4.1.3 Bewertung der Sicherheiten
4.2 Das interne Rating der Sparkassenorganisation
4.2.1 Finanzrating
4.2.2 Qualitatives Rating
4.2.3 Warnsignale
4.2.4 Haftungsverbünde
5. Ableitung genereller Ratinganforderungen der Banken an KMU
5.1 Kommunikation
5.2 Dokumentation
5.3 Unternehmensstrategie
5.4 Eigenkapitalstrategie
5.5 Übrige Bilanzpositionen
5.6 Liquiditätsmanagement
5.7 Controllingsystem
5.8 Management
5.9 Unternehmensorganisation
5.10 Kunden- und Produkt- bzw. Dienstleistungsportfolio
5.11 Andere qualitative Kriterien
6. Beurteilung der Auswirkungen der Ratinganforderungen für KMU
6.1 Mögliche Probleme für KMU
6.2 Chancen für KMU
7. Zusammenfassung
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, einen Überblick über die Ratinganforderungen der Banken an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu geben und die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf deren Unternehmensentwicklung und Finanzierung zu beurteilen.
3.1 Definition des Begriffes Rating
Der Begriff Rating ist vom englischen Wort „to rate“ abgeleitet und bedeutet so viel wie „bewerten, abschätzen, einstufen oder klassifizieren“ Es handelt sich dabei um nichts anderes als einen Prozess zur Gewinnung und Bewertung von Informationen, die zum Schluss zu einem Urteil verdichtet werden. Ratings werden heutzutage in allen Lebensbereichen erstellt, z.B. für die Bewertung der Dienstleistungen von Hotels oder Restaurants, Universitäten oder Wertpapieranlagen. Sie zielen dabei immer auf eine Klassifizierung ab durch Vergabe einer Zensur. Das Rating im hier verwendeten Sinne bezieht sich auf den Banken-und Finanzsektor und meint damit das Credit Rating. Für die Banken stellt das Rating vor allem ein Instrument zur Einschätzung der Kreditwürdigkeit eines Schuldners (z.B. KMU) dar. An Hand von Ratingverfahren leiten sie dann die Wahrscheinlichkeit ab, mit der ein Kreditnehmer seine Verbindlichkeiten vollständig und pünktlich bezahlen wird. Ferner wird über das Rating auch ein Urteil über die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens gefällt.
Unter dem Begriff Rating wird sowohl das Verfahren zur Bewertung der Bonität eines Schuldners (Ratingprozess) als auch das Bewertungsergebnis (Ratingurteil) verstanden. Die komplexe Vielfalt der für die Einschätzung der Bonität des Kreditnehmers notwendigen Aspekte wird in Form einer einzigen Kennzahl, dem Ratingurteil bzw. Ratingsymbol, verdichtet.
1. Einleitung: Beschreibung der Problemstellung durch Basel II und Festlegung des Ziels der Arbeit, Anforderungen an KMU im Rating-Prozess zu analysieren.
2. Begriffliche Grundlegung: Definition des Mittelstandes, der Banken und der Grundlagen der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen.
3. Das Rating unter besonderer Berücksichtigung der KMU: Definition des Rating-Begriffs, Einordnung von Rating-Arten und Vergleich bankinterner sowie externer Verfahren für den Mittelstand.
4. Rating für den Mittelstand - Praxis ausgewählter Kreditinstitute in Deutschland: Vorstellung der konkreten Rating-Verfahren der Volksbanken/Raiffeisenbanken (BVR) und der Sparkassenorganisation (DSGV).
5. Ableitung genereller Ratinganforderungen der Banken an KMU: Zusammenfassung der Anforderungen an Kommunikation, Dokumentation, Strategie, Finanzierung und Controlling.
6. Beurteilung der Auswirkungen der Ratinganforderungen für KMU: Analyse der Probleme sowie der potenziellen Chancen, die sich durch die Rating-Anforderungen für mittelständische Unternehmen ergeben.
7. Zusammenfassung: Abschließende Zusammenführung der zentralen Erkenntnisse der Arbeit.
Basel II, Rating, KMU, Kreditrisiko, Mittelstand, Bonität, Eigenkapital, Bankensystem, Controlling, Finanzplanung, Risikomanagement, BVR, DSGV, Kreditwürdigkeit, Unternehmensstrategie
Die Arbeit untersucht, wie sich die Anforderungen von Basel II auf die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland auswirken und welche Bedeutung interne Ratingverfahren dabei einnehmen.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen des deutschen Mittelstandes, die Struktur des Bankensystems, die Konzepte hinter Basel II sowie spezifische Anforderungen an die Unternehmensführung und das Controlling von KMU.
Das Ziel ist es, KMU einen Überblick über die Ratinganforderungen ihrer Banken zu verschaffen und zu evaluieren, wie diese Unternehmen ihre Rating-Fitness verbessern können.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche, der Auswertung regulatorischer Vorgaben (Basel II) sowie empirischen Daten und Praxisleitfäden führender Bankenverbände basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, den detaillierten Vergleich von externen und internen Ratings sowie die konkrete Vorstellung der Rating-Systeme der Volksbanken (BVR) und Sparkassen (DSGV).
Die zentralen Schlagworte sind Basel II, Rating, KMU, Bonität, Kreditrisiko, Mittelstand, Eigenkapital und Finanzplanung.
Beide Systeme nutzen eine Kombination aus quantitativen und qualitativen Faktoren, unterscheiden sich jedoch in ihrem Aufbau, den verwendeten Kennzahlenkatalogen und der spezifischen Gewichtung der Faktoren.
Nein, die Arbeit stellt dar, dass Ratings zwar hohe Anforderungen an die Professionalisierung stellen, aber auch als kostenlose Stärken-Schwächen-Analyse fungieren, die helfen können, ungenutzte Potenziale zu erkennen.
Ein professionelles Controlling ist aus Bankensicht essenziell, um die zukünftige Leistungsfähigkeit und Risikostruktur des Unternehmens transparent und nachvollziehbar zu belegen.
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