Masterarbeit, 2017
66 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Charakteristika und Entwicklung des Adoleszenzromans
2.a. Der Adoleszenzroman innerhalb der Jugendliteratur
2.b. Moderne und postmoderne Adoleszenzromane – Thematik, Merkmale und Probleme
3. Wolfgang Herrndorfs Adoleszenzroman „tschick“
4. Probleme jugendlicher Außenseiter und deren Darstellung
4.a. Wissenschaftliche Analyse - Was ist ein Außenseiter und welche Merkmale kennzeichnen ihn?
4.b. Analyse der Außenseiter und ihrer Probleme in Wolfgang Herrndorfs Roman „tschick“
4.b.i. Darstellung und Probleme der Außenseiter
4.b.ii. Wandel der Außenseiter im Laufe der Zeit
4.b.iii. Auflösung der Außenseiterproblematik
5. Behandlung des Themas „Außenseiter“ in Adoleszenzliteratur im Deutschunterricht mit Bezug auf das Problem „Mobbing“ in der Schule
5.a. Sozialisation durch Adoleszenzliteratur?
5.b. Definition und Merkmale von Mobbing
5.c. Didaktisches Potenzial der Protagonisten aus „tschick“ in Bezug auf ihre Stellung als Außenseiter
5.d. Methodische und inhaltliche Einarbeitung des Themas „Außenseiter“ in eine Unterrichtseinheit zum Adoleszenzroman „tschick“
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Phänomen jugendlicher Außenseiter in modernen Adoleszenzromanen am Beispiel von Wolfgang Herrndorfs „tschick“ vertiefend zu analysieren und didaktische Konzepte für deren Behandlung im Deutschunterricht, insbesondere im Kontext von Mobbing, zu entwickeln.
i. Darstellung und Probleme der Außenseiter
Bei der folgenden Betrachtung der Außenseiter in Wolfgang Herrndorfs Roman „tschick“ bedarf es zunächst der Differenzierung, wer hier eigentlich als Außenseiter anzusehen ist. Die in dieser Arbeit analysierten Außenseiter sind Maik Klingenberg, Andrej „Tschick“ Tschichatschow und Isa Schmidt. Da Maik und Tschick in diesem Roman als die Hauptfiguren zu identifizieren sind, wird sich der Hauptanteil der Analyse um diese beiden Protagonisten drehen. Aufgrund der Ich-Erzählperspektive wird dabei besonders Maik analysiert, da man die Geschichte aus seiner Perspektive und damit auch alle Eindrücke und Geschehnisse aus seiner Position erfährt.
Hierbei wird zunächst die Ausgangssituation, in der sich die Außenseiter befinden, analysiert. In welcher sozikulturellen Situation findet man die Außenseiter? Wie bewegen sie sich insbesondere in ihrem sozialen Umfeld der Schule und Familie? Anschließend soll hinterfragt werden, welche Probleme sich aus der Ausgrenzung für die drei Hauptpersonen ergeben und ob sie schließlich dadurch tiefer in die Rolle eines Außenseiters gelangen. Entsprechen sie dabei den zuvor genannten Definitionen der Außenseiter nach Weißenborn und/oder Becker?
Im Folgenden soll hier zunächst Maik näher untersucht werden. Maik, die Hauptfigur des Romans, 14 Jahre alt und Schüler einer 8. Klasse eines Gymnasiums, wird bereits zu Beginn des Romans als Außenseiter identifiziert. Dabei sagt er selber von sich, dass er keine Freunde hat und begründet dies auch zeitgleich, wobei das geringe Selbstbewusstsein von Maik erkennbar wird. An dieser frühen Stelle im Roman zeigt sich bereits die Ausgangssituation, in der sich Maik befindet.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der Außenseiter bei Jugendlichen ein und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit anhand des Adoleszenzromans „tschick“.
2. Charakteristika und Entwicklung des Adoleszenzromans: Dieses Kapitel definiert die Gattung des Adoleszenzromans, grenzt sie von anderen Formen ab und beleuchtet die thematischen Veränderungen in der modernen Jugendliteratur.
3. Wolfgang Herrndorfs Adoleszenzroman „tschick“: Eine kurze Vorstellung des Romans, seiner Einordnung in die Literaturgeschichte und der zentralen Thematik der Freundschaft zweier Außenseiter.
4. Probleme jugendlicher Außenseiter und deren Darstellung: Hier erfolgt eine wissenschaftliche Fundierung des Außenseiterbegriffs, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Protagonisten Maik, Tschick und Isa sowie deren Entwicklung im Romanverlauf.
5. Behandlung des Themas „Außenseiter“ in Adoleszenzliteratur im Deutschunterricht mit Bezug auf das Problem „Mobbing“ in der Schule: Dieser Abschnitt erörtert das didaktische Potenzial des Romans für den Deutschunterricht und gibt methodische Anregungen zur Behandlung der Themen Außenseitertum und Mobbing.
6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Eignung des Romans „tschick“ als Musterbeispiel für die Analyse jugendlicher Entwicklungsprozesse.
Adoleszenzroman, Außenseiter, Wolfgang Herrndorf, tschick, Mobbing, Identitätsfindung, Jugendliteratur, Sozialisation, Peer-Group, Schulkultur, Deutschunterricht, Didaktik, Alterität, Adoleszenz, Literaturverfilmung.
Die Arbeit analysiert die Darstellung und Probleme jugendlicher Außenseiter im Roman „tschick“ von Wolfgang Herrndorf und untersucht, wie dieses Thema didaktisch im Deutschunterricht genutzt werden kann.
Die zentralen Themen sind Adoleszenz, Außenseitertum, soziale Ausgrenzung, Mobbing, Identitätsfindung und die Rolle von Peer-Groups während des Heranwachsens.
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Situation jugendlicher Außenseiter zu gewinnen und aufzuzeigen, wie Lehrer dieses Thema nutzen können, um Schüler für soziale Prozesse und Mobbing zu sensibilisieren.
Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Werksanalyse, ergänzt durch soziologische Definitionen von Außenseitertum (u.a. von Howard S. Becker und Theodor Weißenborn) sowie didaktische Überlegungen zur Unterrichtsgestaltung.
Der Hauptteil befasst sich mit der Charakterisierung der Gattung Adoleszenzroman, der wissenschaftlichen Definition von Außenseitern, der detaillierten Analyse der Romanfiguren Maik, Tschick und Isa sowie der didaktischen Umsetzung der Thematik.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Adoleszenzroman, Außenseiter, tschick, Mobbing, Identitätsfindung und didaktische Anwendung definiert.
Maik leidet unter seinem Außenseiterstatus und versucht verzweifelt, den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen, während Tschick bewusst außerhalb sozialer Erwartungen steht und sich nicht um eine Integration in das klassische Klassengefüge bemüht.
Die Familie fungiert oft als fehlende Stütze; Maiks gestörtes Verhältnis zu seinem Vater und die Alkoholkrankheit seiner Mutter tragen maßgeblich zu seiner Unsicherheit und sozialen Isolation bei.
Der Roman bietet aufgrund seiner Protagonisten, mit denen sich Jugendliche identifizieren können, hohe Relevanz für deren Lebenswelt, was eine authentische Auseinandersetzung mit Toleranz, Identität und Mobbing ermöglicht.
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