Masterarbeit, 2016
107 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Supply Chain
2.1 Supply Chain Management
2.1.1 Definition der Supply Chain
2.1.2 Definition des Supply Chain Managements
2.1.3 Ziele und Aufgabenfelder des Supply Chain Managements
2.1.4 Bedeutung und Schwerpunkte des Supply Chain Managements
2.2 Supply Chain Risiken
2.2.1 Interne Risiken
2.2.2 Externe Risiken
2.3 Supply Chain Resilience
2.3.1 Definition der Supply Chain Resilience
2.3.2 Phasen der Supply Chain Resilience
2.3.3 Maßnahmen für eine hohe Supply Chain Resilience
2.4 Supply Chain Flexibility
2.4.1 Definition der Supply Chain Flexibility
2.4.2 Bestandsmanagement
2.4.3 Lieferantenmanagement
3 Grundlagen der Simulation
3.1 Allgemeines zur Modellierung und Simulation
3.2 Bedeutung der Simulation für das Supply Chain Management
3.3 Vorgehensmodell der Simulation
3.4 Grundlagen von Plant Simulation
3.5 Grundlagen der Validierung und Verifikation
4 Simulationsmodell
4.1 Aufgabendefinition
4.2 Szenarien
4.3 Konzeptmodell
4.3.1 Systemgrenzen
4.3.2 Annahmen
4.3.3 Eingabegrößen
4.3.4 Ausgabegrößen
4.4 Formales Modell
4.5 Ausführbares Modell
5 Ergebnisse
5.1 Analyse der Ausgabedaten
5.1.1 Analyse des Gesamtgewinns
5.1.2 Analyse des Servicegrades
5.1.3 Zusammengesetzte Analyse der Ausgabedaten
5.2 Validierung und Verifikation
5.3 Interpretation der Ausgabedaten
6 Zusammenfassung und Ausblick
7 Literaturverzeichnis
Anhang
Anhang A: „Init“
Anhang B: „Methode1“ und „Methode2“
Anhang C: „Vertrieb“
Anhang D: „Planung“
Anhang E: „EndSim“
Anhang F: „Reset“
Anhang G: „Tabelle_Ergebnisse“
Anhang H: t-Verteilung
Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist es, den optimalen Flexibilitätsgrad im Lieferantenmanagement für diverse Szenarien von Supply-Chain-Schwankungen zu identifizieren. Mittels ereignisdiskreter Simulation wird untersucht, wie Unternehmen durch strategische Lieferantenentscheidungen ihre Widerstandsfähigkeit (Resilience) gegenüber Störungen wie Lieferantenausfällen und Nachfragevolatilität bei gleichzeitiger Kostenoptimierung maximieren können.
1.1 Problemstellung
Unternehmen sind in SC integriert und es gibt ständig Güter-, Informations- und Finanzflüsse zwischen diesen Unternehmen. Diese SC stehen in der letzten Zeit immer mehr im Fokus von wissenschaftlichen Publikationen. Ein wichtiger Grund hierfür ist die zunehmende Globalisierung und abnehmende Fertigungstiefe. Unternehmen haben sich aufgrund des zunehmenden Kosten- und Wettbewerbsdrucks immer mehr auf ihre Kernkompetenzen konzentriert und sahen sich gezwungen, unwirtschaftliche Abteilungen und Funktionen auszulagern. Außerdem gehen immer mehr Unternehmen Kooperationen mit ausländischen Unternehmen ein, um zum Beispiel neue Märkte zu erschließen. Aus diesen Gründen sind die Güter-, Informations- und Finanzflüsse in letzter Zeit stark gestiegen, weswegen die Bedeutung der SC auch gestiegen ist. Für die Unternehmen ist es somit von zentraler Wichtigkeit, dass die SC in einer effektiven und effizienten Weise funktioniert. [vgl. Bao 2009, S. 1; Klug 2010, S. 43 f.; Walters 2007, S. 7]
Wegen diesen gestiegenen Güter-, Informations- und Finanzflüssen und der zunehmenden Globalisierung ist zudem die Komplexität gestiegen und die Unternehmen sind verletzlicher gegenüber unvorhergesehener Ereignisse geworden. Globalisierung bedeutet, dass die geographische Ausdehnung grenzüberschreitender Interaktionen zunimmt, sodass ein weltweites Wertschöpfungsnetzwerk aus Zulieferern, Kunden, Logistikdienstleistern und strategischen Partner aufgebaut wird. Wenn es bei einem entfernt gelegenen Zulieferer oder auf dem Transportweg zu einem Störereignis kommt, so kann es zu umfassenden negativen Auswirkungen beim beschaffenden Unternehmen kommen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Supply-Chain-Resilience ein, definiert die Forschungsfrage und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen der Supply Chain: Hier werden theoretische Grundlagen zu SCM, Risiken, Resilience und Flexibility gelegt, die das Fundament für die anschließende Simulationsstudie bilden.
3 Grundlagen der Simulation: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Aspekte der Simulation, einschließlich des Vorgehensmodells, der Software Plant Simulation sowie der Validierung und Verifikation.
4 Simulationsmodell: Hier wird das spezifische Simulationsmodell detailliert beschrieben, angefangen bei der Aufgabendefinition über die Szenarienerstellung bis hin zur formalen und technischen Implementierung.
5 Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die Simulationsdaten analysiert, validiert und interpretiert, um die aufgestellten Vermutungen zu prüfen und die Forschungsfrage zu beantworten.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel bietet eine abschließende Synopse der Ergebnisse sowie Anregungen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Supply Chain Management, Supply Chain Resilience, Lieferantenflexibilität, Simulationsstudie, Plant Simulation, Nachfrageschwankungen, Risikomanagement, Logistik, Prozessoptimierung, Servicegrad, Bestandsmanagement, Beschaffung, SC Flexibility, Störereignisse, Produktionsplanung.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Abhängigkeit zwischen der Widerstandsfähigkeit (Resilience) einer Lieferkette und der Flexibilität im Lieferantenmanagement unter verschiedenen Störbedingungen.
Die zentralen Themen sind Supply Chain Management, Risikomanagement in Lieferketten, Simulationsmethodik und Strategien zur Erhöhung der Lieferantenflexibilität.
Das primäre Ziel ist es, für neun verschiedene Kombinationsmöglichkeiten von Input- und Output-Schwankungen den optimalen Flexibilitätsgrad im Lieferantenmanagement zu ermitteln, um ein Gleichgewicht zwischen Kosten und Resilienz zu finden.
Die Arbeit nutzt die ereignisdiskrete Simulation als wissenschaftliche Methode, wobei die Software "Plant Simulation" zum Einsatz kommt.
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Fundierung der Supply-Chain-Konzepte ein detailliertes Simulationsmodell entwickelt und 36 verschiedene Szenarien auf Basis der Simulationsergebnisse analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Supply Chain Resilience, Lieferantenflexibilität, Simulationsstudie, Nachfrageschwankungen und Servicegrad charakterisiert.
Der Ausfall simuliert eine Unterbrechung der Materialversorgung, die zu einer Bedarfsunterdeckung führt, deren Auswirkungen auf den Servicegrad und den Gewinn durch verschiedene Flexibilitätsstrategien (wie alternative Lieferanten) abgefedert werden soll.
Nachfrageschwankungen (Output-Variabilität) erhöhen die Komplexität bei der Bestellung. Sie erzeugen gemeinsam mit den Lieferantenausfällen (Input-Variabilität) ein Belastungsszenario, auf das das Unternehmen mit Flexibilitätsmaßnahmen reagieren muss.
Plant Simulation wurde aufgrund seiner Eignung für ereignisdiskrete Simulationen in der Logistik und der Fähigkeit, komplexe Produktionssysteme und Materialflüsse effizient abzubilden, ausgewählt.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Lieferantenflexibilität generell vorteilhaft ist, besonders bei hoher Ausfalldauer des Hauptlieferanten und hohen Nachfrageschwankungen, wobei der Lieferantenausfall stärker ins Gewicht fällt als reine Nachfragevariationen.
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