Fachbuch, 2018
76 Seiten
1 Einleitung
2 Begriffliche Abgrenzung der Familien
2.1 Gesellschaftliche Bedingungen der Lebenswelt von Familien in Deutschland nach 1955
2.2 Familie im Wandel der Gesellschaft
2.3 Gesellschaftlicher Wandel und die Auswirkung auf die Erziehungskompetenz von Familie
2.4 Die Familie als wichtige Lebenswelt des Kindes
2.5 Risiko und Schutzfaktoren kindlicher Entwicklung
2.6 Der Kindergarten als erziehungsergänzende Lebenswelt des Kindes
2.7 Zwischenfazit
3 Von der Elternarbeit zur Erziehungspartnerschaft
3.1 Konzepte der Elternarbeit früher
3.2 Konzept der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft heute
3.3 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in den Bildungsplänen für Kindertagestätten
3.4 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in den Bildungsplänen für Kindertagestätten von Rheinland-Pfalz
3.5 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft als Basis für gelingende Erziehungs- und Bildungsprozesse in Kindertagesstätten
3.6 Pädagogische Fachkräfte als aktive Gestalter der Erziehungspartnerschaft
4 Grundvoraussetzungen für das Gelingen der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
4.1 Respektvolle Haltung und Wertschätzung
4.2 Vorurteilsbewusste Haltung
4.3 Ressourcenorientierte Haltung
4.4 Dialogische Haltung
5 Formen der Zusammenarbeit mit Eltern in Erziehungspartnerschaft
5.1 Aufnahmegespräch
5.2 Eingewöhnung
5.3 Entwicklungsgespräche
5.4 Tür- und Angelgespräche
5.5 Gemeinsames Gestalten des pädagogischen Alltags mit Elternbeirat
5.6 Elternweiterbildung, gemeinsame Feste und Veranstaltungen
6 Was Kinder von einer gelungenen Bildungs- und Erziehungspartnerschaft gewinnen?
6.1 Kinder als Spiegelbild einer gelungenen Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
6.2 Um ein Kind zu erziehen, bedarf es eines ganzen Dorfes
7 Ausblick und kritische Einwände
7.1 Kritische Einwände
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist es, die durch gesellschaftliche Veränderungen entstandenen Herausforderungen für Familien zu untersuchen und aufzuzeigen, wie diese durch eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in Kindertagesstätten bewältigt und unterstützt werden können.
4.2 Vorurteilsbewusste Haltung
Aus dem Wort ‚Vorurteil‘ selbst kann man schon durch die Worttrennung Vor-Urteil ableiten, dass es hier um etwas geht, über das sich ein Urteil gebildet wird ohne selbst auf eigene Erfahrungen zurückgreifen zu können. Dies ist insoweit problematisch, da hier die Möglichkeit und auch die Gefahr besteht, vorschnell falsche Entscheidungen oder auch Schlussfolgerungen zu Sachverhalten aufgrund eines Vorurteils zu treffen (vgl. Allport 1971, S. 23). Auch klingt das Wort danach, eine unwahre Tatsache zu beschreiben und ist dadurch mehrheitlich in der Fachliteratur negativ belegt. Doch schreibt Allport hierzu, dass Vorurteile nicht zwangsläufig etwas Negatives sein müssen, sondern auch im positiven Sinne vorhanden sein können. Problematisch würde das Ganze, wenn man aufgrund seiner persönlichen Einstellungen bzw. durch seine persönlichen Vorurteile Personen und Dinge anderen vorziehe. Das Präferieren des einen kann das eventuelle Benachteiligen des anderen nach sich ziehen (vgl. Allport 1971, S. 39). Unsere Vorurteile haben darüber hinaus in unserem menschlichen Dasein eine wichtige Funktion. Sie helfen uns durch gedankliche Assoziationen und Vorstellung über Personen oder Dinge, Beziehungen zu beeinflussen. Durch diese erste Vorbeurteilung helfen sie uns, Zusammenhänge vorerst zu bewerten und das auch ohne, dass alle Aspekte bekannt sind. Dies ergibt für uns ein erstes Bild unserer Lebenswelt, das uns eine Struktur und damit einen Arbeitsrahmen vorgibt, mit dem und in dem wir erst einmal arbeiten können.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und dessen Auswirkungen auf Familien, mit dem Ziel, Unterstützungsmöglichkeiten durch Bildungs- und Erziehungspartnerschaften in Kindertagesstätten zu untersuchen.
2 Begriffliche Abgrenzung der Familien: Dieses Kapitel definiert Familie in ihrer Vielfalt und untersucht historische sowie gesellschaftliche Wandlungsprozesse, die Familien heute vor besondere Herausforderungen stellen.
3 Von der Elternarbeit zur Erziehungspartnerschaft: Hier wird der historische Wandel von klassischen Elternarbeitskonzepten hin zum modernen, kooperativen Modell der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in Kitas beschrieben.
4 Grundvoraussetzungen für das Gelingen der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft: Dieses Kapitel erläutert, welche professionellen Haltungen und Kompetenzen pädagogische Fachkräfte benötigen, um eine gelingende Partnerschaft mit Eltern aufzubauen.
5 Formen der Zusammenarbeit mit Eltern in Erziehungspartnerschaft: Es werden praktische Instrumente und Formate vorgestellt, wie die Zusammenarbeit zwischen Kita und Eltern konkret gestaltet werden kann.
6 Was Kinder von einer gelungenen Bildungs- und Erziehungspartnerschaft gewinnen?: Dieses Kapitel verdeutlicht, warum eine enge Kooperation zwischen Familie und Kita essenziell für die gesunde Entwicklung und das Kindeswohl ist.
7 Ausblick und kritische Einwände: Der abschließende Teil reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit und setzt sich kritisch mit den Grenzen und Herausforderungen der Erziehungspartnerschaft auseinander.
Familie, Erziehung, Vereinbarkeit, Herausforderung, Unterstützung, Elternarbeit, Erziehungspartnerschaft, Bildungspartnerschaft, Kindertagesstätte, pädagogische Fachkraft, Kindeswohl, Bindung, Sozialisation, Elternbildung, Resilienz
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen für Familien im 21. Jahrhundert und zeigt auf, wie Kindertagesstätten durch das Modell der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft unterstützend begleiten können.
Zu den Schwerpunkten gehören der gesellschaftliche Wandel, die Entwicklung von Familienbildern, der Paradigmenwechsel von der Elternarbeit zur Erziehungspartnerschaft sowie die praktischen Formen der Zusammenarbeit in der Kita.
Das Ziel ist es, den pädagogischen Kontext und die Rahmenbedingungen zu untersuchen, um Ansatzpunkte für eine effektive Unterstützung von Familien im Rahmen der frühkindlichen Bildung zu identifizieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte theoretische Literaturanalyse, die aktuelle Studien, rechtliche Grundlagen und Fachliteratur aus den Bereichen Pädagogik und Soziologie einbezieht.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Familie, die Voraussetzungen für eine gelingende Partnerschaft (wie Haltungen der Fachkraft) sowie konkrete praktische Formen der Zusammenarbeit (z.B. Elterngespräche, Eingewöhnung) detailliert erörtert.
Wichtige Begriffe sind Familie, Erziehungspartnerschaft, Kindeswohl, professionelle Haltung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Bildungspläne.
Sie tragen die Verantwortung, professionelle Rahmenbedingungen zu schaffen und eine Haltung einzunehmen, die Eltern als Experten ihres Kindes ernst nimmt, um so eine vertrauensvolle Basis für die Entwicklung des Kindes zu legen.
Der Autor greift kritische Studien, etwa zur Frage der Augenhöhe oder zur tatsächlichen Einbindung des Kindes, auf, um eine reflexive Auseinandersetzung mit dem Thema der Erziehungspartnerschaft zu ermöglichen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

