Bachelorarbeit, 2015
80 Seiten, Note: 1,6
1 EINLEITUNG
1.1 Hintergrund
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
1.3 Stand der Forschung
1.4 Verlauf der Untersuchung und methodisches Vorgehen
2 ASEAN ALS ZUKUNFTSMARKT
2.1 ASEAN und die Welt
2.2 Externe Einflussfaktoren
2.2.1 Politische Begebenheiten
2.2.2 Wirtschaftliche Situation
2.2.3 Gesellschaftliche Situationen
2.2.4 Technologischer Stand
2.3 Marktattraktivität der ASEAN - Region
2.4 „AEC“ – Chancen überwiegen Risiken?
2.4.1 Was bedeutet AEC 2015?
2.4.2 Chancen und Risiken für deutschen Investoren
3 INTERKULTURELLE ASPEKTE IM INTERNATIONALEN MANAGEMENT
3.1 Interkulturelle Kompetenz als Wettbewerbsfaktor
3.1.1 Bedeutsamkeit der Interkulturellen Kompetenz für internationale Unternehmen
3.1.2 Anwendungsbereiche
3.1.3 Interkulturelles Lernen
3.2 Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und ASEAN
3.2.1 Machtdistanz
3.2.2 Kollektivismus versus Individualismus
3.2.3 Maskulinität versus Femininität
3.2.4 Starke versus schwache Vermeidung von Unsicherheit
3.2.5 Langzeit- versus Kurzzeitorientierung
3.3 Was muss man bei Geschäftsbeziehungen in Indonesien beachten
3.3.1 Wirtschaftliche und politische Situation
3.3.2 Kulturelle Vielfältigkeit
3.3.3 Interkulturelles Management in Indonesien
3.4 Was muss man bei Geschäftsbeziehungen in Vietnam beachten
3.4.1 Wirtschaftliche und politische Situation
3.4.2 Interkulturelles Management in Vietnam
4 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT
Diese Bachelorarbeit untersucht die Marktattraktivität der ASEAN-Region für deutsche Unternehmen und analysiert, inwiefern der Wirtschaftsraum als Zukunftsmarkt fungieren kann, unter Berücksichtigung der interkulturellen Herausforderungen bei einer Geschäftsexpansion, speziell in Indonesien und Vietnam.
3.3.3.2 HIERARCHIEDENKEN UND HOHE MACHTDISTANZ
„Das javanische Respektprinzip lässt sich in seinen Grundzügen für den gesamten südostasiatischen Raum verallgemeinern.“ Es gibt tatsächlich eine sehr klare Hierarchieordnung in der Gesellschaft, wo jedem Menschen unter anderem auf Grund seiner Herkunft, Geschlecht oder Beruf ein bestimmter Platz zugeordnet wird und er den damit verbundenen Verpflichtungen erfüllen soll. Nach der javanischen Sozialordnung sind alle Menschen ungleich. Sie werden drei Schichten zugeordnet:
(1) Die „Wong cilik“ (kleine Leute) bildet die unterste Schicht. Dazu gehören Bauern und Leute mit wenig Einkommen.
(2) Die „priyayi“ ist die mittlere Ebene und setzt sich aus Beamten und Intellektuellen zusammen.
(3) Die „ndara“ ist die oberste Schicht, entspricht etwa dem Adel.
Durch diese gesellschaftliche Einteilung sind Statusunterschiede und ungleiche Machtpositionen entstanden. Neben diesen gesellschaftlichen Schichtungen ist auch das Alter von Bedeutung für die Statusunterschiede. Diese Struktur entspricht etwa dem Familiensystem, wo höchstrangige Personen als fürsorgliche Eltern fungieren und man immer dem Höhergestellten gehorcht. Wie in den meisten asiatischen Ländern gilt auch in Indonesien das Senioritätsprinzip. Je älter man wird, desto mehr wird man von anderen respektiert. Es wird davon ausgegangen, dass man mit zunehmendem Alter mehr Erfahrungen hat und weiser wird. Daraus resultiert ein höheres Ansehen.
Diese gesellschaftliche Ordnung soll jeder erkennen und sich gegenseitig entsprechenden Respekt schenken, wodurch die soziale Harmonie aufrecht gehalten und innere Stabilität erreicht wird. „Respekt“ hat in Indonesien eine stärke Signifikanz als nach dem deutschen Verständnis, so dass man beispielsweise Höhergestellten ohne Widerspruch oder Kritik folgt, was für Deutsche möglicherweise als unterwürfig erscheint. Dies sieht man besonders deutlich im Verhältnis zwischen Hausherren und Hausangestellten. Sie unterhalten sich beispielsweise nicht auf gleicher Ebene miteinander, sie essen nicht zusammen und die Bediensteten sollen auch nicht in die Augen ihrer Herren schauen. Auf dieselbe Weise beeinflusst der ausgeprägte hierarchische Abstand auch die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern im Berufsleben. Ein distanzierter und förmlicher Umgang ist zu erwarten und ein „kumpelhaftes“ Benehmen gilt als inakzeptabel.
1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema, Darstellung der Relevanz der ASEAN-Region für deutsche Investoren und Definition der Forschungsfragen.
2 ASEAN ALS ZUKUNFTSMARKT: Analyse der wirtschaftlichen und makroökonomischen Potenziale der ASEAN-Staaten sowie der Auswirkungen der Gründung der ASEAN Economic Community (AEC).
3 INTERKULTURELLE ASPEKTE IM INTERNATIONALEN MANAGEMENT: Erörterung der Bedeutung interkultureller Kompetenz für Unternehmen und detaillierte Analyse der kulturellen Unterschiede sowie länderspezifische Geschäftsanforderungen in Indonesien und Vietnam.
4 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Überprüfung der zentralen Hypothese hinsichtlich der Zukunftsmarktfähigkeit der ASEAN-Region.
ASEAN, Deutschland, Marktattraktivität, interkulturelles Management, Indonesien, Vietnam, AEC, PEST-Analyse, kulturelle Dimensionen, Hofstede, interkulturelle Kompetenz, internationale Expansion, Schwellenländer, Wirtschaftsentwicklung, Geschäftspraxis
Die Arbeit untersucht, ob die ASEAN-Region für deutsche Unternehmen als Zukunftsmarkt attraktiv ist und welche Rolle das interkulturelle Management dabei spielt.
Die zentralen Themen sind wirtschaftliche Potenziale von ASEAN, die Bedeutung von Handelsabkommen wie der AEC und die Bewältigung kultureller Unterschiede in internationalen Geschäftsbeziehungen.
Die Forschungsfrage lautet, inwiefern die ASEAN-Region ein Zukunftsmarkt für deutsche Investoren ist und wie wichtig interkulturelles Management in diesem Zusammenhang ist.
Die Autorin nutzt zur Analyse des Marktpotenzials eine PEST-Analyse sowie eine Nutzwertanalyse (Scoring-Modell) zum Vergleich der einzelnen Mitgliedstaaten.
Im Hauptteil werden neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem die kulturellen Besonderheiten Indonesiens und Vietnams anhand von Kulturdimensionen analysiert.
Die wichtigsten Begriffe sind ASEAN, interkulturelles Management, Marktattraktivität, Indonesien, Vietnam und die AEC.
Indonesien prägt eine „High-Kontext“-Kommunikation, die indirekt und von Harmoniestreben geprägt ist, während deutsche Kommunikation eher direkt und „Low-Kontext“-orientiert ist.
Es ist ein zentraler Kulturstandard, um soziale Harmonie zu erhalten. Ein Gesichtsverlust kann Geschäftsbeziehungen nachhaltig schädigen oder zum Abbruch führen.
Sie gilt als Kern der Gesellschaft, beeinflusst die Personaleinstellung (oft Besetzung mit Verwandten) und prägt den paternalistischen Führungsstil, bei dem der Chef als „Vater“ fungiert.
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