Examensarbeit, 2017
118 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund der Untersuchung
2.1 Kultur und Migration
2.2 Migration und Identität
2.2.1 Identitätsentwicklung
2.2.2 Kulturelle Identität
2.2.3 „Türkische Identität“
2.3 Migration aus Sicht der Akkulturationsforschung
2.3.1 Akkulturationsbegriff und Akkulturationsmodelle
2.3.2 Messmethoden der Akkulturation
2.3.3 Beziehung zwischen Akkulturation und kultureller Identität
2.4 Migration und subjektive Lebenszufriedenheit
2.5 Migrationsforschung in Deutschland
2.6 Einordnung der vorliegenden Studie
2.7 Hypothesen
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Stichprobe und Versuchsdesign
3.1.1 Türkischstämmige Untersuchungsstichprobe
3.1.2 Deutschstämmige Vergleichsstichprobe
3.2 Versuchsmaterial
3.2.1 Biographischer Fragebogen
3.2.2 Positive and Negative Affect Schedule (PANAS)
3.2.3 Satisfaction With Life Scale (SWLS)
3.2.4 Bildgestütztes Verfahren zur Messung der kulturellen Identität bei türkischstämmigen Migrantinnen und Migranten in Deutschland
3.3 Versuchsdurchführung
4 Ergebnisdarstellung
4.1 Vorbereitende Datenanalyse
4.2 H1a/b - Validierung des „Bildgestützten Instruments zur Messung der kulturellen Identität bei türkischstämmigen Migrantinnen und Migranten in Deutschland“
4.3 H2a - Ethnisches Zugehörigkeitsgefühl und Persönliche Nähe
4.4 H3a - Unterschiede in der Bewertung der persönlichen Nähe zwischen den Teilstichproben
4.5 H4c - Bereichsspezifische kulturelle Identität und subjektive Lebenszufriedenheit
5 Diskussion
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein bildgestütztes Instrument zur Messung der kulturellen Identität von türkischstämmigen Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu validieren und den Zusammenhang zwischen bereichsspezifischer kultureller Identität und subjektiver Lebenszufriedenheit zu untersuchen.
1 Einleitung
Vor einigen Jahren musste ich mich zwischen der türkischen und deutschen Staatsangehörigkeit entscheiden. Da mich das Thema zu diesem Zeitpunkt sehr beschäftigte, habe ich einen Leserbrief zu der Thematik „doppelte Staatsangehörigkeit“ für die örtliche Zeitung „Main Echo“ geschrieben. Ich habe versucht darzustellen, dass ich das Gefühl habe, einen Teil meiner Identität für den anderen Teil aufgeben zu müssen. Kurze Zeit später erhielt ich folgende Antwort:
„…Um wirklich hinter einem Pass der Bundesrepublik Deutschland zu stehen, muss man aus vollem Herzen sich als Teil dieser Gemeinschaft fühlen, sich einfügen, diese Gemeinschaft repräsentieren. Teil der neuen Gemeinschaft zu sein, bedeutet in letzter Konsequenz auch, heraus aus der türkischen zu treten. Nur wenn Sie dazu letztlich bereit sind, sich auf eine Seite zu stellen, werden Sie innerlich Ihren Frieden in dieser Sache finden.“
Migration ist besonders für die einzelne Person bedeutungstragend, da sie mit einer psychosozialen Veränderung des Lebens verbunden ist (Treibel, 1990). Sie bedeutet für den Migranten einen Wechsel bzw. ein Leben zwischen verschiedenen soziokulturellen Umgebungen und wirkt sich dadurch auf die Identität aus. So stehen viele Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund vor den unterschiedlichsten Fragen bezogen auf ihre Identität: Was sind sie Türken oder Deutsche? Können sie sich vorstellen irgendwann in die Türkei zurückzukehren? Denken oder träumen sie auf Deutsch oder Türkisch?
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die persönliche Motivation der Autorin und thematisiert die Herausforderungen der Identitätsbildung im Kontext von Migration und Staatsangehörigkeit.
2 Theoretischer Hintergrund der Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert Konzepte wie kulturelle Identität, Akkulturation nach Berry und bereichsspezifische Identitätsmodelle sowie deren Einfluss auf die subjektive Lebenszufriedenheit.
3 Methodisches Vorgehen: Hier werden die Stichprobe, das Versuchsdesign und das entwickelte bildgestützte Instrument zur Identitätsmessung sowie das weitere Versuchsmaterial beschrieben.
4 Ergebnisdarstellung: In diesem Kapitel werden die empirischen Daten ausgewertet, die Reliabilität der Instrumente geprüft und die aufgestellten Hypothesen statistisch analysiert.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden im Kontext theoretischer Modelle kritisch reflektiert, methodische Aspekte sowie Implikationen für das Zusammenleben in Deutschland diskutiert.
Kulturelle Identität, Migration, Akkulturation, Türkischstämmige Migranten, Bildgestütztes Instrument, Lebenszufriedenheit, Ethnische Identität, Nationale Identität, Sozialpsychologie, Identitätsentwicklung, Bereichsspezifische Identität, Validierung, Psychologische Diagnostik, PANAS, SWLS
Die Arbeit untersucht die kulturelle Identität von türkischstämmigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland unter Verwendung eines neu entwickelten bildgestützten Verfahrens.
Zentrale Themen sind die Identitätsbildung bei Migranten, Akkulturationsprozesse nach Berry, die Bedeutung privater und öffentlicher Lebensbereiche sowie der Einfluss der kulturellen Identität auf das Wohlbefinden.
Das primäre Ziel ist die Validierung eines bildgestützten Instruments, mit dem die bereichsspezifische kulturelle Identität erfasst und deren Zusammenhang mit der Lebenszufriedenheit analysiert werden kann.
Es handelt sich um eine empirische Studie mit standardisierten Online-Fragebögen, bei denen Probanden Bilder anhand einer fünfstufigen Likert-Skala nach ihrer persönlichen Nähe bewerten.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens inklusive der Item-Entwicklung sowie eine ausführliche statistische Ergebnisdarstellung.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie kulturelle Identität, Akkulturation, Migration, Lebenszufriedenheit und Identitätsentwicklung charakterisieren.
Das Instrument misst die "Persönliche Nähe" zu Bildern aus der deutschen und türkischen Kultur, um daraus auf die Identitätstypen der Probanden in verschiedenen Lebensbereichen zu schließen.
Es konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Kombination aus türkisch-privater und deutsch-öffentlicher Identität und der subjektiven Lebenszufriedenheit bei der türkischstämmigen Stichprobe festgestellt werden.
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