Diplomarbeit, 2008
306 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2. Vorgehen und Aufbau der Arbeit
2. Die Theorie von Organizational Commitment
2.1. Eindimensionale Organizational Commitment-Ansätze
2.1.1. Überblick über die verschiedenen Ansätze
2.1.2. Messung und die empirische Überprüfung der Konstrukte
2.2. Mehrdimensionale Organizational Commitment-Ansätze
2.2.1. Aufbau der Konzepte
2.2.2. Messinstrumente und die empirische Überprüfung
2.3. Commitment im Fokus verschiedener Bezugsobjekte
3. Verwandte Konstrukte
3.1. Arbeitszufriedenheit
3.1.1. Arbeitszufriedenheit und deren Modelle
3.1.2. Messung der Arbeitszufriedenheit
3.1.3. Abgrenzung zum Organizational Commitment
3.2. Jobinvolvement
3.2.1. Konzept des Jobinvolvements
3.2.2. Messung des Jobinvolvements
3.2.3. Abgrenzung zum Organizational Commitment
3.3. Überblick über weitere Ansätze
4. Antezedenzien und Auswirkungen
4.1. Darstellung der Antezedenzien
4.1.1. Affektives Commitment
4.1.2. Kalkulatives Commitment
4.1.3. Normatives Commitment
4.2. Darstellung der Konsequenzen
4.2.1. Positive Konsequenzen
4.2.2. Negative Konsequenzen
5. Management by Commitment
5.1. Commitment-Management und Personalentwicklung
5.2. Ziele, Chancen und Risiken im Commitment-Management
5.3. Etablierte Commitment-Management-Konzepte
5.4. Kritik an der bisherigen Commitmentforschung
6. Beschreibung des Untersuchungsdesigns
6.1. Ableitung der Fragestellung und Hypothesen
6.2. Untersuchungsablauf
6.3. Beschreibung der Population und Stichprobe
6.4. Fragebogenkonstruktion
6.4.1. Itemsammlung und Itemherkunft
6.4.2. Der Pretest und seine Berücksichtigung im Bogen
6.5. Auswertungsmethoden und Prüfverfahren
7. Darstellung und Analyse der Ergebnisse
7.1. Deskriptive Statistiken der Teilnehmer
7.2. Itemanalyse
7.2.1. Ergebnisse der Faktorenanalyse
7.2.2. Interne Konsistenzen
7.2.3. Ergebnisse des Test-Retest-Verfahrens
7.3. Analyse der Gesamtstichprobe
7.3.1. Deskriptive Statistiken der Variablen
7.3.2. Bivariate Korrelationsanalysen
7.3.3. Prüfung der Anwendungsprämissen für die Regression
7.3.4. Multiple Regressionsanalysen
7.3.5. Prüfung der Hypothesen auf Basis der Regressionsparameter
7.4. Gruppenvergleiche
7.4.1. Geschlecht
7.4.2. Entgeltgruppen
7.4.3. Organisationsbereiche
7.4.4. Wertschätzung seitens der Organisation
8. Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
8.1. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
8.1.1. Die wichtigsten Antezedenzfaktoren und deren Bedeutung
8.1.2. Unterschiede bei den Gruppenergebnissen
8.2. Kritische Würdigung der Vorgehensweise
8.3. Inhaltliche und methodische Schwierigkeiten
8.4. Reflexion der Gütekriterien
8.5. Die Stichprobe und deren Generalisierbarkeitsgrenzen
9. Handlungsempfehlungen für die Personalentwicklung
9.1. Die strategische Grundausrichtung der Personalentwicklung
9.2. Potenzialbeurteilung und -einschätzung
9.3. Die operative Umsetzung in der Personalentwicklung
9.3.1. Allgemeine Implikationen
9.3.2. Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung
9.3.3. Führungskräfte
9.3.4. Teamentwicklung
9.3.5. Neue Organisationsmitglieder
9.4. Unternehmenskultur und Führungsgrundsätze
9.5. Evaluation und Controlling der Personalentwicklung
10. Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung ausgewählter Antezedenzien für das Organizational Commitment (OC) im Hinblick auf verschiedene Organisationseinheiten im deutschen Kontext. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen diesen Faktoren und dem OC empirisch zu erfassen, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen für die strategische und operative Personalentwicklung abzuleiten.
1.1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
Das Personalmanagement steht am Beginn enormer Herausforderungen. Große Veränderungen in den Beschäftigungs- und Gesellschaftsstrukturen erfordern eine grundsätzliche Neuausrichtung der Ziele des Human-Resource-Managements (HRM). In den 90er Jahren galten Flexibilität, befristete Arbeitsverhältnisse und kurze Karriereplanungen als Antwort auf steigenden Wettbewerbs- und Kostendruck. Diese Teilaspekte fanden häufig ihren Niederschlag in einer Selektionsstrategie, die eine ständige Neubesetzung von vakanten Stellen forderte, anstatt Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und diese dort weiterzuentwickeln (Gmür und Klimecki, 2001).
Die negativen Konsequenzen dieser Personalpolitik treten nun in das Kostenbewusstsein der Unternehmen. Besonders bei gut ausgebildeten und am Arbeitsmarkt nachgefragten Fach- und Führungskräfte in Schlüsselpositionen sinkt die emotionale Bindung gegenüber ihrem Arbeitgeber. Die Gallup Organisation verweist 2006 in ihrem jährlich erstellten Engagement-Index auf eine erschreckend niedrige emotionale Bindung der Mitarbeiter in Deutschland, die sich seit Jahren auf einem konstant niedrigen Niveau hält. Eine Übersicht über den Verlauf der Werte in den letzten Jahren findet sich im Anhang A-1. In diesem Zusammenhang schätzte Gallup im Jahre 2005 die jährlichen Gesamtkosten als Folge dieser geringen emotionalen Bindung für die deutsche Wirtschaft „zwischen 250,6 und 254,2 Milliarden Euro pro Jahr“ (S. 4).
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Herausforderungen des modernen Personalmanagements und definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Bedeutung von Antezedenzien für das Organizational Commitment.
2. Die Theorie von Organizational Commitment: In diesem Kapitel werden die komplexen theoretischen Ansätze zum OC, einschließlich eindimensionaler und mehrdimensionaler Modelle, dargelegt und kritisch diskutiert.
3. Verwandte Konstrukte: Hier erfolgt eine theoretische Abgrenzung des OC gegenüber verwandten Konzepten wie der Arbeitszufriedenheit und dem Jobinvolvement.
4. Antezedenzien und Auswirkungen: Dieses Kapitel stellt den Stand der Forschung zu den Treibern (Antezedenzien) und den Folgen des Organizational Commitments dar.
5. Management by Commitment: Es wird untersucht, wie Personalentwicklung dazu beitragen kann, das Commitment der Mitarbeiter gezielt zu fördern und welche Risiken dabei bestehen.
6. Beschreibung des Untersuchungsdesigns: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, die Hypothesenbildung sowie die Konstruktion des verwendeten Fragebogens für die empirische Untersuchung.
7. Darstellung und Analyse der Ergebnisse: Die Ergebnisse der empirischen Studie werden deskriptiv und mittels Regressionsanalysen sowie Gruppenvergleichen präsentiert.
8. Diskussion und Interpretation der Ergebnisse: Hier werden die empirischen Befunde interpretiert, kritisch gewürdigt und in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet.
9. Handlungsempfehlungen für die Personalentwicklung: Basierend auf den Ergebnissen werden praxisnahe Empfehlungen für eine effektive Personalentwicklung gegeben.
10. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der wichtigsten Erkenntnisse und einem Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Organizational Commitment, Personalentwicklung, Arbeitszufriedenheit, Jobinvolvement, Antezedenzien, Mitarbeiterbindung, Retention-Management, Organisationskultur, Führung, Arbeitsmotivation, empirische Forschung, Regressionsanalyse, Commitment-Management, Human Resource Management, Mitarbeiterbindung.
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die das emotionale und kalkulative Engagement (Commitment) von Mitarbeitern gegenüber ihrem Unternehmen beeinflussen, und wie diese durch gezielte Personalentwicklung gestärkt werden können.
Die Arbeit fokussiert sich auf Organizational Commitment, die Abgrenzung zu Arbeitszufriedenheit und Jobinvolvement, die Identifikation von Einflussfaktoren (Antezedenzien) sowie deren Steuerung durch das Personalmanagement.
Die zentrale Frage ist, wie bestimmte Antezedenzien das Commitment in verschiedenen Organisationsbereichen beeinflussen und wie diese Merkmale durch Personalentwicklungsmaßnahmen positiv gesteuert werden können.
Es handelt sich um eine quantitative Felduntersuchung (Querschnittsanalyse) mit einem standardisierten Fragebogen, die durch statistische Methoden wie Faktorenanalysen und multiple Regressionen ausgewertet wurde.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgreifende Theorieanalyse, die methodische Beschreibung der Untersuchung, die detaillierte Darstellung und statistische Auswertung der Daten sowie eine kritische Diskussion der Ergebnisse.
Zu den Kernbegriffen zählen Organizational Commitment, Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung, Antezedenzien, Retention-Management und Commitment-Management.
Die Unternehmenskultur wirkt als Rahmenbedingung; Werte, Symbole und Führungsprinzipien tragen maßgeblich dazu bei, ob sich Mitarbeiter mit der Organisation identifizieren und emotional gebunden fühlen.
Obwohl beide Konstrukte korrelieren, beschreibt Arbeitszufriedenheit eher die Bewertung der aktuellen Arbeitssituation, während Organizational Commitment eine stärkere, längerfristige Verbundenheit und Identifikation mit der gesamten Organisation ausdrückt.
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