Fachbuch, 2018
64 Seiten
Diese Bachelorarbeit untersucht die ökonomischen Risiken einer möglichen vollständigen Bargeldabschaffung und deren Wahrnehmung in der Gesellschaft. Sie analysiert, welche ökonomischen Risiken die Bevölkerung von einer Bargeldabschaffung abhalten und wie diese Risiken eingeschätzt werden. Die Arbeit fokussiert dabei auch auf Unterschiede zwischen verschiedenen Alters- und Bildungsgruppen, um die Ursachen für die Ablehnung einer Bargeldabschaffung zu erforschen. Im Gegensatz zu bisherigen Forschungsarbeiten, die sich auf die Zustimmung oder Ablehnung einer Bargeldabschaffung konzentrierten, betrachtet diese Arbeit die spezifischen ökonomischen Risiken, die mit einer solchen Entscheidung verbunden sind.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Ausgangssituation und die Problemstellung der Bargeldabschaffung beleuchtet. Sie definiert den Begriff "Geld" und seine Funktionen sowie verschiedene Geldarten. Im Anschluss werden die aktuellen Entwicklungen des Zahlungsverhaltens in Deutschland analysiert, wobei der Fokus auf der Nutzung von Bargeld und unbaren Zahlungsmitteln liegt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse möglicher ökonomischer Risiken, die mit einer Bargeldabschaffung verbunden wären. Dazu gehören finanzielle Repression durch negative Zinsen, Auswirkungen von Komplementärwährungen, Datenschutzbedenken und die mögliche Benachteiligung bestimmter Bevölkerungsgruppen. Die Arbeit betrachtet diese Risiken aus der Sicht der Banken und der Bevölkerung.
Daraufhin untersucht die Arbeit Beispiele aus Subsahara-Afrika, wie M-Pesa in Kenia und die eID-Card in Nigeria, um die Auswirkungen bargeldloser Gesellschaften zu beleuchten. Es werden sowohl die positiven Effekte als auch die möglichen Gründe für die Ablehnung einer „cashless policy“ in Nigeria untersucht.
Der empirische Teil der Arbeit befasst sich mit der Erhebung und Analyse von Daten, die Aufschluss über die Wahrnehmung der ökonomischen Risiken einer Bargeldabschaffung in der Bevölkerung geben. Die Forschungsfragen und Hypothesen der Arbeit werden vorgestellt und das methodische Vorgehen sowie die Datenerhebung erläutert. Anschließend werden die Ergebnisse der Datenanalyse präsentiert und die Hypothesen überprüft.
Die Arbeit schließt mit einem Fazit und Ausblick, der die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst und zukünftige Forschungsansätze skizziert.
Bargeldabschaffung, ökonomische Risiken, Zahlungsverhalten, Datenschutz, Finanzielle Repression, Komplementärwährungen, Subsahara-Afrika, M-Pesa, eID-Card, empirische Forschung.
Zu den Risiken gehören finanzielle Repression durch Negativzinsen, der Verlust der Anonymität (Datenschutz) und die Benachteiligung technikferner Bevölkerungsgruppen.
Jede Transaktion wird digital erfasst, was zu einer vollständigen Überwachung des Zahlungsverhaltens und einem Verlust der persönlichen Freiheit führen kann.
M-Pesa zeigt, wie mobiles Geld die wirtschaftliche Inklusion in Entwicklungsländern fördern kann, aber auch Abhängigkeiten von technischen Infrastrukturen schafft.
Häufige Gründe sind die Angst vor Kontrollverlust durch Banken, Sicherheitsbedenken bei Cyberkriminalität und der Wunsch nach haptischer Ausgabenkontrolle.
Ohne Bargeld können Sparer Negativzinsen nicht mehr durch Bargeldhaltung entgehen, was den Banken und dem Staat direkte Kontrolle über das Vermögen ermöglicht.
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