Fachbuch, 2018
64 Seiten
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Abgrenzung der Themenstellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Kurze Historie und Definition des Begriffs „Geld"
2.2 Funktionen des Geldes
2.2.1 Tausch- und Zahlungsmittel
2.2.2 Wertaufbewahrungsmittel
2.2.3 Recheneinheit
2.3 Geldarten
2.3.1 Bargeld
2.3.2 Giralgeld
2.3.3 Elektronisches Geld
2.3.4 Digitales Geld
3 Status Quo des Zahlungsverhaltens in Deutschland
3.1 Bargeldhaltung und -verwendung
3.2 Bekanntheit und Verwendung von unbaren Zahlungsmitteln
3.3 Bekanntheit und Verwendung innovativer Bezahlverfahren
3.4 Entwicklung des Zahlungsverhaltens in Deutschland
4 Mögliche ökonomische Risiken der Bargeldabschaffung
4.1 Finanzielle Repression durch negative Zinsen
4.2 Komplementärwährungen und ihre ökonomischen Folgen
4.3 Datenschutz und persönliche Freiheit
4.4 Änderung des Ausgabeverhaltens und Benachteiligung bestimmter Zielgruppen
4.5 Betrachtung der ökonomischen Risiken aus Sicht der Banken und Bevölkerung
5 Subsahara - Afrika auf dem Weg zur bargeldlosen Gesellschaft
5.1 M-Pesa in Kenia
5.2 Effekte der Einführung von M-Pesa auf Wirtschaft und Bevölkerung Kenias
5.3 eID-Card in Nigeria
5.4 Mögliche Gründe für die Ablehnung der „cashless policy" in Nigeria
6 Empirischer Teil
6.1 Forschungsthema und -problem
6.2 Forschungsfragen und Hypothesen
6.3 Methodisches Vorgehen und Datenerhebung
6.4 Auswertung der Ergebnisse
6.5 Hypothesenüberprüfung und kritische Würdigung
7 Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die ökonomischen Risiken einer vollständigen Bargeldabschaffung sowie deren Wahrnehmung durch die Bevölkerung. Zudem wird analysiert, wie die bargeldlose Entwicklung in Kenia und Nigeria verläuft und welche Schlüsse daraus für Deutschland gezogen werden können.
4.1 Finanzielle Repression durch negative Zinsen
Niedrigzinsen sind den deutschen Sparern bereits bekannt. Die Deutsche Skatbank mit Sitz im thüringischen Altenburg führte als erste Bank Deutschlands am 01.11.2014 einen Negativzins von 0,25 Prozent ein. Dies betraf jedoch nur Einlagen mit einem Betrag von über 500.000 €. Die Skatbank reagierte damit auf die Beschlüsse der EZB und gibt Strafzinsen, die die EZB an Geschäftsbanken berechnet an ihre Kunden weiter (vgl. Hackhausen 2014). Fast drei Jahre später, im März 2017, verlangt der Online-Broker Flatex Negativzinsen in Höhe von 0,4 Prozent von jedermann, unabhängig davon wie viel Geld sich auf dem Konto der Kunden befindet. Ob es Nachahmer geben wird war zunächst ungewiss (vgl. Seibel 2017). Die Nachahmer ließen jedoch nicht lange auf sich warten.
Banken und Sparkassen verlangen nun teilweise Gebühren für die Abhebung von Bargeld am Geldautomaten, damit wälzen sie ihre Kosten durch das anhaltende Niedrigzinsniveau an ihre Kunden ab (Siedenbiedel 2017). Nach Aussage von Carl-Ludwig Thiele, Vorstand der Deutschen Bundesbank, wurde das Szenario von negativen Zinsen lange Zeit von vielen Experten als Kuriosum abgetan. Dies ist jedoch durch die Finanzkrise und geringer realwirtschaftlicher Entwicklung, sowie teilweise negativer Inflationsraten für viele Notenbanken Realität geworden - siehe Abb.03.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um die Zukunft des Bargelds und definiert das Ziel der Arbeit, die ökonomischen Risiken einer Bargeldabschaffung zu untersuchen.
2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert grundlegende Begriffe, die Funktionen des Geldes sowie verschiedene Geldarten wie Bargeld, Giralgeld und elektronisches Geld.
3 Status Quo des Zahlungsverhaltens in Deutschland: Es wird die aktuelle Bargeldnutzung in Deutschland analysiert und mit unbaren sowie innovativen Bezahlverfahren verglichen.
4 Mögliche ökonomische Risiken der Bargeldabschaffung: Hier werden die zentralen Risiken wie negative Zinsen, Datenschutzprobleme und die Benachteiligung bestimmter Zielgruppen diskutiert.
5 Subsahara - Afrika auf dem Weg zur bargeldlosen Gesellschaft: Das Kapitel untersucht die bargeldlose Entwicklung in Kenia und Nigeria als Fallbeispiele für die Implementierung solcher Systeme.
6 Empirischer Teil: Dieser Abschnitt stellt die quantitative Untersuchung zur Risikowahrnehmung in der deutschen Bevölkerung vor und prüft die aufgestellten Hypothesen.
7 Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert, dass eine vollständige Bargeldabschaffung von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt wird.
Bargeldabschaffung, ökonomische Risiken, Zahlungsverhalten, Deutschland, negative Zinsen, Datenschutz, M-Pesa, bargeldlose Gesellschaft, Finanzielle Repression, Online-Bezahlverfahren, Bankgebühren, empirische Forschung, Nutzerwahrnehmung, elektronisches Geld, Zahlungsmittel.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den potenziellen wirtschaftlichen Folgen und Risiken, die mit einer vollständigen Abschaffung des Bargelds einhergehen würden, und wie die deutsche Bevölkerung diese wahrnimmt.
Neben der theoretischen Einordnung von Geld und Zahlungsverkehr analysiert die Arbeit die Akzeptanz neuer Bezahltechnologien und die spezifischen Herausforderungen durch negative Zinsen und den Datenschutz.
Ziel ist es zu klären, welche ökonomischen Risiken die Bevölkerung in einer bargeldlosen Welt sieht und aus welchen Gründen eine Abschaffung des Bargelds mehrheitlich abgelehnt wird.
Die Arbeit basiert auf einem theoretischen Teil sowie einer empirischen quantitativen Untersuchung, bei der mittels eines Online-Fragebogens Daten von 236 Personen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert neben den theoretischen Risiken (Finanzielle Repression, Datenschutz) die Fallbeispiele Kenia und Nigeria sowie die detaillierte Auswertung der empirischen Umfrageergebnisse.
Zu den wichtigsten Schlagworten gehören Bargeldabschaffung, negative Zinsen, Datenschutz, finanzielles Zahlungsverhalten und Nutzerakzeptanz.
Kenia dient als Fallbeispiel für eine erfolgreiche Verbreitung mobiler Bezahlsysteme (M-Pesa), um aufzuzeigen, wie bargeldlose Strukturen in Schwellenländern zur finanziellen Inklusion beitragen können.
Die Umfrage zeigt eine deutliche Ablehnung der vollständigen Bargeldabschaffung, wobei der Schutz der Privatsphäre und der Datenschutz als größte Risikofaktoren empfunden werden.
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