Bachelorarbeit, 2016
35 Seiten, Note: 1,1
1 Zusammenfassung
2 Einleitung
3 Material & Methoden
3.1 Sammlung der Daten
3.2 Molekularbiologische Methoden
3.2.1 DNA-Isolierung
3.2.2 Quantifizierung der DNA
3.2.3 Wahl der Primer
3.2.4 Polymerasekettenreaktion
3.2.4.1 PCR des ND1-Primers
3.2.4.2 PCR des ITS-Primers
3.2.5 Aufreinigung der PCR Produkte
3.2.6 DNA-Agarosegelelektrophorese zur Mengenabschätzung
3.2.7 Sequenzierung
4 Ergebnisse
4.1 DNA Isolierung und Quantifizierung der DNA
4.2 Methoden zur Optimierung der ND1-PCR
4.3 Methoden zur Optimierung der ITS-PCR
4.4 Sequenzierung der PCR-Produkte
4.5 Untersuchung der DNA von 2013 und 2014 auf Degradation
5 Diskussion
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Populationsdivergenz innerhalb der Libellengattung Leucorrhinia molekulargenetisch nachzuweisen, um die Hypothese zu überprüfen, ob plastische Arten wie L. dubia eine geringere Populationsdivergenz aufweisen als Habitatspezialisten.
2 Einleitung
Divergente natürliche Selektion zwischen alternativen Umwelten führt oftmals zu einer phänotypischen Diversität (Albertson et al., 2003; Orr & Smith, 1998). Auf diese Weise kann eine adaptive Divergenz (Caputo et al., 2014) und die daraus resultierende Differenzierung von Populationen hervorgerufen werden (Schluter, 2000). Man bezeichnet die phänotypische Auseinanderentwicklung von Populationen als Populationsdivergenz. Darauf aufbauend formt die Divergenz von Populationen innerhalb einer Art einen unmittelbaren Ausgangspunkt für Artbildungsprozesse (Levine, 1976; Grant, 1986) und ist somit essentiell für die Entstehung neuer Arten. Divergenzen innerhalb einer Population können entweder von einer plastischen Adaption (Walsh et al., 2008) oder aus einer genetischen Differenzierung (Langerhans et al., 2004) stammen.
Einer der wichtigsten Faktoren für die Entstehung von Populationsdivergenz sind Unterbrechungen des Genflusses zwischen Populationen. Dies kann einerseits durch eine geographische Isolation entstehen. Die Populationen entwickeln sich aufgrund von Adaptionen an unterschiedlich vorherrschende Selektionsdrücke phänotypisch divergent (Turelli et al., 2001). Andererseits kann die Unterbindung des Genflusses und die somit entstehende Divergenz auch durch ökologische Selektion hervorgerufen werden (Stelkens et al., 2012). Dies kann durch eine lokale Adaption an divergierende Umwelten innerhalb eines Habitats, wie beispielsweise unterschiedliche Nahrungsressourcen, Prädatoren, Parasiten oder Klimaunterschiede auftreten.
1 Zusammenfassung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von Genfluss und phänotypischer Plastizität für die Populationsdivergenz bei Leucorrhinia und dokumentiert methodische Herausforderungen bei der DNA-Amplifikation aufgrund von Degradation.
2 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der divergenten natürlichen Selektion, phänotypischen Plastizität und deren Rolle bei der Entstehung von Populationsdivergenz und Artbildungsprozessen.
3 Material & Methoden: Hier werden die Herkunft des Probenmaterials, die Isolationsprotokolle sowie die optimierten PCR-Bedingungen für die Marker ND1 und ITS detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die quantitativen DNA-Konzentrationen, die Optimierungsschritte der PCR und die Analyse der DNA-Degradation mittels Gelelektrophorese.
5 Diskussion: Abschließend werden die Gründe für die fehlende Amplifikation diskutiert, insbesondere der Einfluss der Lagerung in Aceton und mögliche alternative Isolationsmethoden.
Leucorrhinia, Populationsdivergenz, phänotypische Plastizität, Genfluss, DNA-Barcoding, ND1, ITS-Region, PCR-Optimierung, Libellen, Artbildung, ökologische Selektion, DNA-Degradation, Prädatoren, Habitatvergleich, Molekularbiologie.
Die Arbeit untersucht die Populationsdivergenz innerhalb der Libellengattung Leucorrhinia durch molekularbiologische Methoden, um den Einfluss von phänotypischer Plastizität und Habitatspezialisierung auf den Genfluss zu verstehen.
Zentrale Themen sind die genetische Differenzierung, adaptive Evolution, Methoden der DNA-Konservierung und die Optimierung molekulargenetischer Protokolle für Insektenproben.
Das Ziel war der Nachweis von Populationsdivergenz bei verschiedenen Libellenarten unter Testung der Hypothese, dass plastische Arten wie L. dubia eine geringere Divergenz aufweisen als Habitatspezialisten.
Die Arbeit nutzt PCR-Amplifikation mit mitochondrialen (ND1) und chromosomalen (ITS) Primern sowie Sequenzierungsanalysen, ergänzt durch eine methodische Fehleranalyse zur DNA-Qualität.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung der Probenahme, die umfangreichen PCR-Optimierungsversuche unter Variation verschiedener Parameter wie Magnesiumkonzentration und Annealing-Temperatur sowie die Untersuchung auf DNA-Degradation.
Schlüsselwörter sind u.a. Leucorrhinia, Populationsdivergenz, phänotypische Plastizität, Genfluss, PCR-Optimierung und DNA-Degradation.
Aufgrund von DNA-Degradation der Proben aus den Jahren 2012 und 2013, vermutlich durch unzureichende Vorbehandlung bei der Einlagerung in Aceton, war eine vollständige Amplifikation und Sequenzierung für alle Individuen nicht möglich.
Die Arbeit zeigt, dass Aceton zwar zur Konservierung geeignet ist, jedoch die Anwesenheit von Wasser oder Verschmutzungen in den Proben bei längerer Lagerung zu einer signifikanten Degradation führen kann.
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