Examensarbeit, 2004
64 Seiten, Note: 2
1. Einleitung und Problemstellung
1.1. Einleitung
1.2. Problemstellung
2. Jazz und Jazztanz in Nordamerika
2.1. Die Anfänge des Jazztanz
2.2. Jazz im 20. Jahrhundert
2.3. Jazz als Tanzmusik
3. Die Entwicklung des Jazztanz in Deutschland
3.1. Vom Beginn des 20. Jahrhundert bis zum 2. Weltkrieg
3.2. Jazztanz nach dem 2. Weltkrieg
4. Bewegungsanalyse des Jazztanz
4.1. Die Grundidee der afrikanischen Tanztechnik
4.2. Die Bewegungshaltungen und Bewegungselemente im Jazztanz
4.2.1. Das Isolationsprinzip
4.2.2. Koordination und Kombination
4.2.3. Multiplizierte Bewegungen
4.3. Einflüsse des Modern Dance auf den Jazztanz
4.3.1. Contraction und Release
4.3.2. Levels und Falls
4.4. Einflüsse des Klassischen Balletts auf den Jazztanz
5. Bewegungsausdruck im Tanz
5.1. Definition des Begriffs „Bewegungsausdruck
5.2. Tanz im Expressionismus
5.3. Verschiedene Tanzstile und ihr Bewegungsausdruck im Vergleich
6. Die Einflüsse der HipHop-Kultur auf den Bewegungsausdruck des Tanzes Ende des 20. Jahrhunderts
6.1. Die Musik der Jugend heute
6.2. Ursprünge und Wurzeln dieser Subkultur
6.3. Charakteristische Bewegungselemente des Breakdance
7. Tanz im Sportunterricht
7.1. Der erzieherische und therapeutische Wert des Tanzes
7.2. Jazztanz und Breakdance (HipHop) als Bewegungserfahrung
7.3. Stellenwert des Tanzes im Sportunterricht
8. Literatur
Quellennachweis
Die wissenschaftliche Hausarbeit untersucht die historische Entwicklung des Bewegungsausdrucks im Tanz, mit einem besonderen Fokus auf den Jazztanz in Deutschland und dessen afroamerikanische Wurzeln sowie Einflüsse auf moderne Tanzrichtungen. Ziel ist es, die Entwicklung der Tanztechnik nachzuzeichnen, den Stellenwert des Tanzes im sportpädagogischen Kontext zu beleuchten und den Einfluss zeitgenössischer Phänomene wie die HipHop-Kultur auf den Bewegungsausdruck darzustellen.
4.1. Die Grundidee der afrikanischen Tanztechnik
Die afrikanische Tanztechnik, oder vielmehr Ekstasetechnik, durch Jazz und Jazztanz bekannt geworden, war für die westliche Tanztechnik völlig neu.
Ekstase ist aber nicht im europäischen Sinn als individueller Ausbruch zu sehen, sondern als gesellschaftliches, genau kontrollierbares rhythmisch-körperliches Ritual, dem eine exakte Bewegungs- und Körpertechnik zugrunde liegt. Der farbige Choreograph Alvin Ailey beispielsweise, betont mit seinem ‚Ballet Theatre’ dieses Phänomen sichtbar mit Berücksichtigung des religiös-spirituellen Hintergrunds.
Dem linearen, monozentrischen Tanz Europas, verbunden mit der abendländischen Monorhythmik, steht nun der Jazztanz mit seiner polyzentrischen Technik gegenüber, der auch auf musikalischer Ebene den polyrhythmischen Strukturen der afrikanischen Musik entspricht.
Bei meinen Ausführungen über Technik und Stil des Jazztanzes muss ich weitgehend den Darstellungen des Tanzhistorikers, -schriftstellers, und -kritikers Helmut Günther folgen, da Günther im deutschsprachigen Raum als einziger eine klare Tanzbeschreibung des Jazztanzes gibt, basierend auf seiner afrikanischen und afroamerikanischen Tanzforschung.
Der afrikanische Tänzer bewegt jeden Teil seines Körpers sich möglichst unabhängig, und nicht nur in verschiedenen Richtungen, sondern auch in verschiedenen zeitlichen Rhythmen.
Dies wäre auch eine Erklärung für die durch den Jazztanz gegebene totale Ausnützung fast aller anatomisch möglichen Bewegungen des menschlichen Körpers.
Der ganze Körper wird in der afrikanischen Polyzentrik in voneinander unabhängige Körperzentren aufgeteilt, die sich räumlich und rhythmisch isoliert bewegen.
1. Einleitung und Problemstellung: Hinführung zum Thema Tanz als Kunstform und Erläuterung des Forschungsgegenstands sowie der methodischen Vorgehensweise.
2. Jazz und Jazztanz in Nordamerika: Analyse der Ursprünge des Jazz als afroamerikanische Ausdrucksform und die enge Verflechtung von Musik und Tanz.
3. Die Entwicklung des Jazztanz in Deutschland: Darstellung der Ausbreitung des Jazztanzes in Deutschland unter Berücksichtigung historischer und politischer Kontexte.
4. Bewegungsanalyse des Jazztanz: Vertiefte Untersuchung der Isolationstechnik, polyzentrischer Bewegungsmuster sowie Einflüsse von Modern Dance und klassischem Ballett.
5. Bewegungsausdruck im Tanz: Definition grundlegender Begriffe und historische Einordnung des Bewegungsausdrucks in expressionistischen Tanzströmungen.
6. Die Einflüsse der HipHop-Kultur auf den Bewegungsausdruck des Tanzes Ende des 20. Jahrhunderts: Untersuchung der soziokulturellen Hintergründe der HipHop-Kultur und charakteristischer Elemente des Breakdance.
7. Tanz im Sportunterricht: Erörterung der erzieherischen und therapeutischen Bedeutung von Tanz als Bewegungserfahrung innerhalb des Schulsports.
8. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.
Jazztanz, Bewegungsausdruck, Afroamerikanische Tanzkultur, Isolationstechnik, Polyzentrik, Modern Dance, HipHop-Kultur, Breakdance, Sportunterricht, Tanzpädagogik, Rhythmus, Ausdruckstanz, Körpererfahrung, Tanztechnik, Kulturbewegung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Bewegungsausdrucks im Tanz, insbesondere des Jazztanzes, und untersucht dessen soziokulturelle Hintergründe sowie pädagogische Einsatzmöglichkeiten.
Die zentralen Themen sind die afroamerikanische Entstehungsgeschichte des Jazztanzes, seine technische Bewegungsanalyse (Isolation/Polyzentrik) und die moderne Einbindung von Tanz in schulische Kontexte.
Das Ziel ist es, die Entwicklungslinien des Jazztanzes darzustellen und zu zeigen, wie technische Merkmale des Tanzes zu einem bewussten Körpererleben und kreativen Ausdruck beitragen können.
Die Arbeit basiert primär auf einem ausführlichen Literaturstudium, das durch die Analyse von Tanztheorien und historischen Entwicklungen gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine entwicklungsgeschichtliche Analyse des Jazztanzes, eine detaillierte technische Bewegungsanalyse und eine Untersuchung der Einflüsse aktueller Jugendkulturen wie HipHop.
Die wichtigsten Begriffe sind Jazztanz, Bewegungsausdruck, Isolation, Polyzentrik, HipHop, Breakdance und Tanzpädagogik.
Im Gegensatz zur monozentrischen Ganzkörperkontrolle des klassischen Balletts basiert die Isolationstechnik auf einer Unterteilung des Körpers in unabhängige Zentren, die rhythmisch isoliert agieren.
HipHop wird als zeitgenössische Ausdrucksform analysiert, die in ihrer Tradition auf afroamerikanische Wurzeln zurückgreift und durch den Breakdance neue körperliche Bewegungsformen im Sportunterricht etabliert.
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