Bachelorarbeit, 2016
63 Seiten, Note: 1
Einleitung
1 Evaluierungsmodelle
1.1 PLM Evaluierung nach Kalypso
1.2 CIM Data - Modell für PLM Evaluierung
1.3 Fraunhofer Modell
1.4 Tech Clarity Framework
1.5 Y – Modell nach Scheer
1.6 Holistisches PLM Modelle
1.7 Synthese von VDI mit Arnold
1.8 Fazit und Entwurf eines neuen Modells
2 Selbstevaluierung
2.1 Unternehmensbedarf an PDM bzw. PLM
2.2 Ist-Analyse
2.2.1 Nummernsysteme
2.2.2 Klassifizierungssysteme
2.2.3 Produktstruktur
2.2.4 Dokumentenverwaltung
2.2.5 Freigabe- und Änderungswesen
3 Systemevaluierung
3.1 Systemintegration und Systemschnittstellen
3.1.1 ERP
3.1.2 PDM- und Autorensysteme
3.1.3 Team Data Management Systeme
3.2 Publishing und Webpräsenz
3.3 Lieferantenevaluierung
3.3.1 Implementierung
3.3.2 Support
3.3.3 Sonstige Kriterien und Anforderungen
Conclusio und Ausblick
Die Bachelorarbeit entwickelt ein ganzheitliches Vorgehensmodell für die Evaluierung von PLM-Systemen, um Unternehmen bei der Bestimmung ihres Reifegrades und der Ableitung spezifischer Anforderungen an Systemanbieter zu unterstützen. Der Fokus liegt dabei auf einem iterativen Prozess, der eng mit der Unternehmens- und Prozessgestaltung verknüpft ist.
2.2.3 Produktstruktur
In einem PDM, aber auch einem PLM-System kommt der Produktstruktur eine besondere Bedeutung zu. Erzeugnisse gliedern sich in Baugruppen und Einzelteile; Einzelteile bestehen wiederum aus einem oder mehreren Materialien. Abbildung 28 zeigt eine klassische Stückliste in Form eines Strukturbaums, der einzelne Komponenten und ihre Beziehung zueinander auflistet. Im Gegensatz zu einer unstrukturierten Stückliste zeigt diese bereits lagerfähige Komponenten an. Würden die benötigte Schraube und dazugehörige Mutter nicht eigens in Form eines Schraubenkits gelagert werden, so könnte sich dieser Strukturbaum wie in Abbildung 29 gestalten.
Einem Einzelteil kann allerdings ebenfalls ein anderes Einzelteil als Rohmaterial untergeordnet sein. Dies tritt beispielsweise auf, wenn ein Gehäuse mit und ohne Bohrung gefertigt wird. Zuerst wird der Gehäuseteil gespritzt und in einem möglichen weiteren Schritt werden Löcher gebohrt. Ein weiteres Beispiel wären Bedruckungen: ein Gehäuse kann unbedruckt den weiteren Verfahrensschritten zugeführt werden, oder zuvor etikettiert oder gelasert werden. Wird die bedruckte Variante auf Lager geführt, d.h. wird eine eigene Codenummer benötigt, so wäre die unbedruckte Variante das Rohmaterial für die bedruckte.
Das Portfolio (mit – ohne Bohrung, mit – ohne Bedruckung) entwickelt sich allerdings erst im Laufe der Zeit. Auch ist der Bedarf an Stücklistenpositionen nicht von Anfang an geklärt. Findet eine Fließfertigung statt, so gibt es weniger Zwischenlager und somit weniger Bedarf an Zwischenprodukten, die eigens im ERP-System vermerkt werden. Zusätzlich ändern sich Fertigungsverfahren; durch Automatisierung können mehrere Fertigungsschritte zusammengefasst werden, sodass bislang lagerfähige Zwischenprodukte wieder „verschwinden“. Schließlich benötigt der Vertrieb bei Produktkonfiguration Komponentenstücklisten, einer gröberen Granularität. Komponentenstücklisten sind somit einem stetigen Wandel unterzogen und ändern sich nicht nur mit der Zeit, sondern auch in Abhängigkeit von der Abteilung. Abbildung 30 illustriert, wie sich die Produktstruktur je nach Phase des Produktentstehungsprozesses ändert.
Einleitung: Vorstellung des Aufbaus der Arbeit sowie Definition der Zielsetzung, ein Vorgehensmodell für die PLM-Evaluierung zu entwickeln.
1 Evaluierungsmodelle: Analyse und Diskussion verschiedener bestehender Modelle zur Evaluierung von PLM/PDM-Systemen aus Literatur und Praxis.
2 Selbstevaluierung: Untersuchung der notwendigen Voraussetzungen und Kriterien innerhalb des Unternehmens vor einer geplanten PLM-Einführung.
3 Systemevaluierung: Diskussion von Kriterien für die Auswahl eines PLM-System-Anbieters mit Fokus auf Systemintegration und Anwenderunterstützung.
Conclusio und Ausblick: Zusammenfassung des entwickelten Modells als Synthese aus VDI 2219, Maturity-Modellen und dem PLM-Manifest sowie Ausblick auf künftige Modellerweiterungen.
Product Lifecycle Management, PLM, PDM, Vorgehensmodelle, Selbstevaluierung, Systemevaluierung, Produktstruktur, Prozessoptimierung, Unternehmensbedarf, IT-Infrastruktur, Systemintegration, Datenverwaltung, Reifegrad, Engineering, Dokumentenverwaltung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Vorgehensmodells zur Evaluierung von PLM-Systemen (Product Lifecycle Management), das Unternehmen bei der strategischen Implementierung unterstützt.
Die zentralen Felder umfassen die Selbstevaluierung von Unternehmensprozessen, die Systemevaluierung von Anbietern sowie die methodische Aufarbeitung bestehender Modelle aus der Fachliteratur.
Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das Unternehmen hilft, ihren eigenen Reifegrad zu bestimmen und konkrete, fundierte Anforderungen für die Auswahl einer geeigneten PLM-Lösung zu definieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, die durch Praxisbeispiele aus Gesprächen mit Mitarbeitern produzierender Unternehmen illustriert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse existierender Modelle, die Selbstevaluierung (IST-Analyse, Produktstrukturen, Dokumente) und die Systemevaluierung (Integration, Schnittstellen, Lieferantenauswahl).
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Product Lifecycle Management, Vorgehensmodelle, Selbstevaluierung, Systemevaluierung und Prozessgestaltung charakterisiert.
Der Autor argumentiert, dass eine PLM-Einführung ohne vorangestellte Prozess- und Strukturoptimierung lediglich das „alte System in neuem Gewand“ zur Folge hätte.
Produktstrukturen sind zentral für das Verständnis der Datenabläufe; die Arbeit zeigt, wie sich diese je nach Lebenszyklusphase wandeln und welche Herausforderungen dies an eine integrative PLM-Plattform stellt.
Die Arbeit betont, dass Integration individuell und unternehmensabhängig ist, wobei zwischen einfacher Kopplung via Schnittstellen und komplexer Applikationsintegration unterschieden werden muss.
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