Bachelorarbeit, 2017
47 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Forschungsstand
2.1 Persönlichkeitseigenschaften
2.1.1 Definition
2.1.2 Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit
2.1.3 Persönlichkeitseigenschaften in der Arbeits- und Organisationspsychologie
2.2 Innovationspotenzial
2.2.1 Innovation
2.2.2 Entrepreneurship und Intrapreneurship
2.2.3 Innovationsgrad
2.2.4 Einfluss auf Innovationspotenzial
2.3 Hypothesen
3 Hauptteil
3.1 Beschreibung der empirischen Studien und deren Ergebnisse
3.1.1 Untersuchungsaufbau
3.1.1.1 Beschreibung der Angestellten aus traditionellen Einheiten
3.1.1.2 Beschreibung der Angestellten im Innovationsumfeld
3.1.2 Verwendeter Fragebogen und Durchführung
3.2 Diskussion
4 Fazit
4.1 Schlussfolgerungen
4.2 Kritik
4.3 Anregungen für weitere Untersuchungen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Persönlichkeitseigenschaften auf die unternehmensinterne Innovationstätigkeit (Intrapreneurship), um die Lücke zwischen der Gründerpersönlichkeitsforschung und der allgemeinen Innovationsforschung zu schließen, indem empirisch geprüft wird, ob spezifische Persönlichkeitsprofile mit einer höheren Neigung zu Innovationsaktivitäten in einem großen Versicherungskonzern korrelieren.
3.1.1 Untersuchungsaufbau
In der Literatur findet sich bereits eine Vielzahl an Studien, die Persönlichkeitseigenschaften von Existenzgründern mit den Persönlichkeiten von Angestellten vergleichen. Zwar ist grundsätzlich zu vermuten, dass Existenzgründer überdurchschnittlich innovativ tätig werden, ein fester Bestandteil der Studien ist das Innovationspotenzial jedoch nicht.
Bei der Bewertung der bisherigen Studienergebnisse ist zu berücksichtigen, dass es zu Verzerrungen durch die unterschiedlichen Lebensumstände von Existenzgründern und Angestellten kommen kann. Während Angestellte nur begrenzte Verantwortung innerhalb eines Unternehmens tragen und üblicherweise ein festes Gehalt erhalten, haben Existenzgründer diese Sicherheit nicht. Darüber hinaus sind Existenzgründer und Angestellte der bisherigen Studien teilweise in unterschiedlichen Branchen tätig, was die Vergleichbarkeit ebenfalls reduziert. Eine eindeutige Bewertung des Zusammenhangs zwischen individuellem Innovationspotenzial und Persönlichkeitseigenschaften ist folglich auf Grundlage der bisherigen Studien zu Existenzgründungen kaum möglich.
Aus diesem Grund werden die Stichproben dieser Studie auf interne Angestellte eines Versicherungskonzerns beschränkt. Für alle Beteiligten der Stichproben gelten dieselben Betriebsvereinbarungen und die Sicherheit des Arbeitsplatzes ist als gleich anzunehmen. Darüber hinaus haben sich alle Angestellten bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes von derselben Arbeitgebermarke und derselben Branche angesprochen gefühlt.
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz von Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und stellt die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses von Persönlichkeitsmerkmalen auf das Innovationspotenzial von Mitarbeitern.
2 Forschungsstand: Dieses Kapitel definiert Persönlichkeitseigenschaften, stellt das Fünf-Faktoren-Modell vor und diskutiert den aktuellen Forschungsstand zu Innovationspotenzial, Intrapreneurship und dem Einfluss der Persönlichkeit auf Innovation.
3 Hauptteil: Der Hauptteil beschreibt den Aufbau der empirischen Studie, die Vergleichsgruppen, die Methodik der Datenerhebung mittels Fragebogen und diskutiert die Ergebnisse hinsichtlich verschiedener Persönlichkeitseigenschaften und deren Kausalität.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Belastbarkeit der Studie im Kontext der Firmenkultur und gibt Anregungen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Persönlichkeitseigenschaften, Big Five, Innovationstätigkeit, Intrapreneurship, Innovationspotenzial, Extraversion, Offenheit, Neurotizismus, Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit, Arbeitspsychologie, Innovationsgrad, Unternehmenskultur, empirische Studie, Rückversicherungskonzern
Die Arbeit untersucht, ob und wie die Persönlichkeit von Angestellten in einem großen Versicherungskonzern deren Engagement und Potenzial für unternehmensinterne Innovationstätigkeiten (Intrapreneurship) beeinflusst.
Die zentralen Themen sind die Persönlichkeitspsychologie (insbesondere das Fünf-Faktoren-Modell), das Innovationsmanagement, die Unterschiede zwischen Entrepreneurship und Intrapreneurship sowie die methodische Erfassung von Innovationspotenzial in einem Konzernumfeld.
Das Ziel ist es, die Lücke zwischen der Gründerforschung und der unternehmensinternen Innovationsforschung zu schließen, um zu verstehen, welche Persönlichkeitsprofile das Innovationspotenzial von Mitarbeitern innerhalb einer etablierten Firmenstruktur vorhersagen.
Es wird eine empirische Studie durchgeführt, bei der mittels eines standardisierten, auf dem Fünf-Faktoren-Modell basierenden Online-Fragebogens (NEO-FFI) Persönlichkeitsdaten von Angestellten erhoben und mit deren Rolle im Innovationsmanagement (Innovationsteams vs. traditionelle Einheiten) korreliert werden.
Der Hauptteil beschreibt den detaillierten Untersuchungsaufbau, die Auswahl der Stichprobe innerhalb des Versicherungskonzerns, die Durchführung der Befragung und die statistische Auswertung sowie Diskussion der gewonnenen Korrelationen.
Die wichtigsten Begriffe sind Persönlichkeitseigenschaften, Big Five, Intrapreneurship, Innovationspotenzial und Unternehmenskultur.
Die Analyse zeigt, dass das Umfeld und die Auswahlprozesse im Unternehmen einen erheblichen Einfluss darauf haben, wer in Innovationsprojekten tätig wird, was die Aussagekraft reiner Persönlichkeitsprofile relativiert.
Die Studie bestätigt, dass Offenheit für neue Erfahrungen der aussagekräftigste Indikator für Innovationstätigkeit bei den untersuchten Mitarbeitern ist.
Intrapreneure arbeiten in einem etablierten Firmengefüge mit geringerem persönlichem finanziellen Risiko, während sie gleichzeitig mit bürokratischen Strukturen und Hierarchien konfrontiert sind, die spezifische Anpassungen in der Herangehensweise erfordern.
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