Masterarbeit, 2013
236 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Grundlagen der Partizipation
2.1 Begründung von Partizipation
2.2 Niveaustufen
2.3 Formen
2.4 Zukunftswerkstatt und Beteiligungsspirale
2.5 Partizipation und Engagement
2.6 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.7 Bertelsmann-Studie zum Ist-Stand von Beteiligung
2.7.1 Partizipation in der Familie
2.7.2 Schule
2.7.3 Kommune
3. Partizipation sozial benachteiligter Jugendlicher
3.1 Jugendsoziologische Untersuchungen
3.1.1 SINUS-Lebenswelten
3.1.1.1 Die Lebenswelt der der „Prekären“
3.1.1.1.1 Allgemeine Informationen
3.1.1.1.2 Beruflicher Bereich
3.1.1.1.3 Engagement
3.1.2 DJI-Jugendsurvey
3.1.2.1 Traditionelle Vereine, Organisationen
3.1.2.2 Informelle Gruppierungen
3.1.2.3 Punktuelle politische Aktionsformen
3.2 Hemmende Faktoren für die Beteiligung benachteiligter Jugendlicher
3.2.1 Erkenntnisse aus unveröffentlichten Studien
3.2.2 DJI-Jugendsurvey
3.2.3 Speyer Wertesurvey
3.2.4 Zusammenfassung
3.3 Aktivierende Faktoren für benachteiligte Jugendliche
3.3.1 Aus der Bertelsmann-Studie abgeleitete Handlungsempfehlungen
3.3.1.1 Informieren – Das Internet nutzen
3.3.1.2 Zufriedenheit mit dem Prozess – Wirkmächtige Beteiligungsverfahren
3.3.1.3 Konkreter Veränderungswille – Jugendliche motivieren
3.3.2 Anforderungen an MitarbeiterInnen und Einrichtungen/ Träger
3.3.3 Niedrigschwellige Angebote
3.3.4 Zusammenfassende tabellarische Darstellung
4. Jugendberufshilfe
4.1 Einführung
4.1.1 Geschichtlicher Hintergrund
4.1.1.1 Erste Hälfte des 19. Jahrhunderts
4.1.1.2 Die Nachkriegszeit
4.1.2 Expansion des Feldes mit zunehmender Jugendarbeitslosigkeit
4.1.2.1 Arbeitsmarktpolitische Lösungsansätze
4.1.2.2 Bildungspolitische Lösungsansätze
4.1.2.3 Sozialpädagogische Lösungsansätze
4.2 Aktuelle Situation anhand der rechtlichen Rahmenbedingungen
4.2.1 Der § 13 SGB VIII
4.2.1.1 Zielgruppe der Jugendberufshilfe
4.2.1.2 Weitere Handlungsfelder der Jugendsozialarbeit
4.2.1.3 Rangfolge mit anderen Gesetzesstellen
4.2.2 Arbeitsverwaltung
4.2.2.1 SGB III
4.2.2.1.1 Berufsorientierung
4.2.2.1.1.1 Berufsberatung
4.2.2.1.1.2 Potenzialanalyse und Eingliederungsvereinbarung
4.2.2.1.1.3 Vertiefte Berufsorientierung
4.2.2.1.1.4 Berufseinstiegsbegleitung
4.2.2.1.2 Berufsvorbereitung
4.2.2.1.2.1 Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen
4.2.2.1.2.2 Sozialpädagogische Begleitung
4.2.2.1.3 Ausbildungsförderung
4.2.2.1.3.1 Außerbetriebliche Berufsausbildung
4.2.2.1.3.2 Ausbildungsbegleitende Hilfen
4.2.2.1.3.3 Finanzielle Hilfen
4.2.2.1.4 Integration an der zweiten Schwelle
4.2.2.2 SGB II
4.2.2.2.1 Kritik am SGB II
4.2.2.2.2 Leistungen
4.2.3 Verhältnis von SGB II zu SGB III
4.2.4 Schulgesetze
4.2.4.1 Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen
4.2.4.2 Berufsvorbereitung an allgemeinbildenden Schulen
4.2.4.3 Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe zur Berufsvorbereitung
4.2.4.4 Berufsvorbereitung an berufsbildenden Schulen
4.2.4.5 Dauer der Schulpflicht und Möglichkeiten zu deren Erfüllung durch Maßnahmen der Jugendberufshilfe
4.2.4.5.1 Außerschulische Erfüllung der Schulpflicht
4.2.4.5.2 Kooperative Erfüllung der Schulpflicht
4.2.5 Der Europäische Sozialfonds
4.2.5.1 Das Operationelle Programm des Bundes
4.2.5.2 ESF-Programme der Länder
4.2.5.2.1 Niedersachsen
4.2.5.2.2 Nordrhein-Westfalen
4.2.5.2.3 Mecklenburg-Vorpommern
4.3 Finanzierung
4.3.1 Öffentliche Jugendhilfe
4.3.2 Bund
4.3.2.1 Initiative Bildungsketten
4.3.2.1.1 Berufsorientierung
4.3.2.1.2 Berufseinstiegsbegleitung
4.3.2.2 Kinder- und Jugendplan
4.3.3 Bundesländer
4.3.4 Bundesagentur für Arbeit
4.3.5 Europäischer Sozialfonds
4.3.6 Zusammenfassende Darstellung
4.4 Forschungsteil
4.4.1 Erläuterung der Forschungsmethodik
4.4.1.1 Die Methode: Das ExpertInneninterview
4.4.1.2 Der Interview-Leitfaden
4.4.1.2 Auswertungsstrategie
4.4.2 Vorstellung der Träger an denen die Interviews durchgeführt wurden
4.4.2.1 Standort 1
4.4.2.2 Standort 2
4.4.2.3 Standort 3
4.4.3 Ergebnisse: Relevante Themenkomplexe aus den Interviews
4.4.3.1 Orientierungsdilemma und Warteschleifen in der Praxis
4.4.3.1.1 Der kategoriale Bezugsrahmen
4.4.3.1.2 Interviewergebnisse
4.4.3.2 Findet eine (De)-Professionalisierung in der Jugendberufshilfe statt?
4.4.3.2.1 Der kategoriale Bezugsrahmen
4.4.3.2.2 Interviewergebnisse
4.4.3.3 Wo ist die Partizipation in der Jugendberufshilfe?
4.4.3.3.1 Kategorialer Bezugsrahmen
4.4.3.3.2 Interviews
4.4.3.4 Weitere Erkenntnisse über das Berufsfeld
4.4.3.4.1 Schlechte Bezahlung
4.4.3.4.2 Große Konkurrenz unter Trägern/ Parallelstrukturen
4.4.3.4.3 Bürokratischer Aufwand
5. Vorschläge zur Implementation von Beteiligungsmodellen in der Jugendberufshilfe
5.1 Strukturelle Verankerung
5.1.1 Untersuchung des § 45 SGB VIII
5.1.1.1 Die einzelnen Bestimmungen im Gesetzestext
5.1.1.1.1 Der Begriff „Einrichtung“
5.1.1.1.2 Die Begriffe „Betreuung“ und „ ein Teil des Tages“
5.1.1.1.3 Erlaubnisvorbehalt auch außerhalb der Jugendhilfe
5.1.1.1.3.1 Besteht eine „entsprechende gesetzliche Aufsicht“ bei Maßnahmen nach SGB II/ III?
5.1.1.1.3.2 Besteht eine „entsprechende gesetzliche Aufsicht“ bei Einrichtungen zur Erfüllung der Schulpflicht?
5.1.1.2 Einschätzung der Landesjugendämter
5.1.1.2.1 Landesjugendamt 1
5.1.1.2.1.1 Gegenargument 1: Einrichtungen der Jugendberufshilfe haben kein „einflussnehmendes Konzept“
5.1.1.2.1.2 Gegenargument 2: In Einrichtungen der Jugendberufshilfe besteht keine „Regelmäßigkeit“
5.1.1.2.1.3 Gegenargument 3: In Einrichtungen der Jugendberufshilfe ist die elterliche Kontrolle nicht gelockert
5.1.1.2.2 Landesjugendamt 2
5.1.1.3 Zusammenfassung
5.2 Lohnende Ansätze in der Jugendberufshilfe
5.2.1 Förderung einer Partizipatorischen Grundhaltung der MitarbeiterInnen
5.2.2 Eine gute Beziehung zu den Jugendlichen als Ausgangspunkt für Partizipation
5.2.3 Motivation für Beteiligung erzeugen
5.2.4 Einen angemessen Weg zwischen Niedrigschwelligkeit und Wirkmächtigkeit finden
5.2.4.1 Alltagspartizipation
5.2.4.2 Projektformen
5.2.4.3 Interessenvertretungen
5.2.4.4 Ombudsstelle
5.2.4.5 Förderpläne
5.2.4.6 Informieren
5.2.5 Zusammenfassung
6. Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die Möglichkeiten für eine stärkere Beteiligung von sozial benachteiligten Jugendlichen im Praxisfeld der Jugendberufshilfe zu untersuchen und konkrete Ansätze für deren praktische Implementierung zu erarbeiten.
3.1.1.1.1 Allgemeine Informationen
Am stärksten sind die Jungen in der prekären Lebenswelt überrepräsentiert. Viele dieser Jugendlichen haben bereits biografische Brüche erlebt, wie z.B. eine psychische Krankheit, Schulverweise oder familiäre Probleme. Bei ihnen kommen mehrere Risikolagen (Bildungsferne, schlechte Schulabschlüsse, Armut) zusammen, die einen Aufstieg aus der prekären Lebenswelt erschweren bis unmöglich machen. (Vgl. Calmbach et al. 2012: 176f.)
Ihrer sozialen Benachteiligungen sind sich diese Jugendlichen sehr wohl bewusst. Sie versuchen sich dadurch zwar nicht entmutigen zu lassen, dennoch ist die Angst vor geringen Teilhabemöglichkeiten, durch strukturelle Nachteile oder eigene Fehler verursacht, dominant in dieser Lebenswelt. Das Gefühl von Wertlosigkeit wird durch die Erfahrungen von Ausgrenzung verstärkt. Viele der prekären Jugendlichen schämen sich für die soziale Stellung ihrer Familie und erleben Stigmatisierungen und Abgrenzung durch eine Mittelschicht, die sich aus Angst vor einem sozialen Abstieg „nach unten“ abschottet.
1. Einleitung: Das Kapitel führt in das Thema Partizipation in der Jugendberufshilfe ein und begründet die Relevanz der Arbeit anhand des bestehenden Theoriedefizits.
2. Grundlagen der Partizipation: Es werden die theoretischen, normativen und rechtlichen Grundlagen des Partizipationsgedankens sowie verschiedene Stufen- und Formenmodelle erläutert.
3. Partizipation sozial benachteiligter Jugendlicher: Das Kapitel beleuchtet Lebenswelten und hemmende sowie aktivierende Faktoren für die Beteiligung benachteiligter Jugendlicher.
4. Jugendberufshilfe: Dieser umfangreiche Teil analysiert geschichtliche Hintergründe, die aktuelle Situation durch rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Finanzierung und umfasst zudem den Forschungsteil mit Experteninterviews.
5. Vorschläge zur Implementation von Beteiligungsmodellen in der Jugendberufshilfe: Hier werden Ansätze für eine strukturelle Verankerung und konkrete Partizipationsmethoden im Berufsfeld vorgeschlagen.
6. Fazit: Das Kapitel resümiert die Ergebnisse und betont die Notwendigkeit einer strukturellen Verankerung von Partizipation als Voraussetzung für eine praxisnahe Umsetzung.
Jugendberufshilfe, Partizipation, Jugendsozialarbeit, soziale Benachteiligung, SGB VIII, Aktivierungspolitik, Beteiligungsmodelle, Übergangssystem, Experteninterviews, Strukturelle Verankerung, Empowerment, Case-Management, Arbeitsförderung, Jugendhilfe, Praxisanalyse.
Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche, die sozial benachteiligt sind, stärker an der Jugendberufshilfe beteiligt werden können, um ihre soziale und berufliche Integration zu verbessern.
Die zentralen Themen sind Partizipationsmodelle, die rechtlichen und finanziellen Strukturen der Jugendberufshilfe sowie die Lebensrealität benachteiligter Jugendlicher.
Das Ziel ist die Erarbeitung von praktischen Ansätzen zur Implementierung von Beteiligungsmodellen innerhalb der oft partizipationsunfreundlichen Strukturen der Jugendberufshilfe.
Die Arbeit nutzt neben einer Literaturanalyse einen explorativen Forschungsteil, der auf leitfadengestützten ExpertInneninterviews mit Fachkräften in der Praxis basiert.
Der Hauptteil analysiert das komplexe System der Jugendberufshilfe, dessen Finanzierung, rechtliche Rahmenbedingungen (SGB II, SGB III, SGB VIII) und die Ergebnisse der geführten Interviews.
Wichtige Begriffe sind Jugendberufshilfe, Partizipation, soziale Benachteiligung, rechtliche Rahmenbedingungen und strukturelle Verankerung.
Der Verfasser sieht im § 45 SGB VIII einen zentralen „rechtlichen Anker“, da er explizite Anforderungen an die Beteiligung von Jugendlichen in Einrichtungen stellt und somit eine starke gesetzliche Grundlage für Partizipation bietet.
Die Experten berichten von schwierigen Arbeitsbedingungen, hohem Kostendruck und bürokratischem Aufwand, die oft zu einer „De-Professionalisierung“ und einer einseitigen Ausrichtung auf Vermittlungsquoten führen.
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