Masterarbeit, 2017
140 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Aufarbeitung der Motivation
2.1 Motivation – Eine Erklärung
2.1.1 Entwicklung von Motivation
2.1.1.1 Motive
2.1.1.2 Bedürfnisse
2.1.1.3 Interesse
2.1.1.4 Neugierde
2.2 Motivationstheorien
2.2.1 Triebtheorie
2.2.2 Tiefenpsychologische Motivationstheorie
2.2.3 Feldtheorie
2.2.4 Selbstbestimmungstheorie
2.2.4.1 Motivation und ihre Regulationsmechanismen
2.2.4.2 Exkurs – Selbstbestimmungsindex
2.2.4.3 Psychologische Bedürfnisse nach Deci & Ryan
2.2.5 Erwartungen-mal-Wert-Modell
2.2.5.1 Situations-Ergebnis-Erwartung
2.2.5.2 Handlung-Ergebnis-Erwartung
2.2.5.3 Ergebnis-Folgen-Erwartung
2.2.6 Das Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung
2.2.6.1 Kompetenzentwicklung
2.2.6.2 Kompetenzüberzeugung
2.3 Ziele und Zieltheorien
2.3.1 Ziele - Begriffserklärung
2.3.2 S.M.A.R.T.-Ziele
2.3.2.1 Specific
2.3.2.2 Measurable
2.3.2.3 Attainable
2.3.2.4 Relevant
2.3.2.5 Time-Bound
2.4 Motivationale Zieltheorie
2.4.1 Zielorientierungstheorie
2.4.1.1 Genese der Zielorientierungstheorie
2.4.1.2. Erläuterung der einzelnen Ziele
2.4.2 Das Rubikon-Modell
2.4.2.1 Die Phasen im Rubikon-Modell
2.4.2.2 Bedeutung des Rubikon-Modells für den LehrerInnen-Beruf
2.5 Arten der Motivation
2.5.1 Leistungsmotivation
2.5.2 Arbeitsmotivation
2.6 LehererInnenmotivation
3 Persönlichkeitstheorie
3.1 Lehrerpersönlichkeit
3.2 BIG FIVE - Persönlichkeitsanalyse
3.2.1 Die fünf Persönlichkeitsdimensionen
3.3 Persönlichkeitsbasierte Interessensorientierung
3.3.1 Beschreibung der Interessenstypen und ihre Bedeutung für die LehrerInnenpersönlichkeit
3.3.1.1 Realistisch (R)
3.3.1.2 Intellektuell (I)
3.3.1.3 Sozial (S)
3.3.1.4 Unternehmerisch (E)
3.3.1.5 Konventionell (C)
3.3.1.6 Künstlerisch
3.3.2 Zusammenhang zwischen dem Big-Five-Modell und der RIASEC-Persönlichkeitstypen
3.4 Person und Umwelt
4 Empirische Ergebnisse der Untersuchung
4.1 Kurzeinführung
4.2 Forschungsdesign
4.2.1 Forschungsfragen
4.2.2 Hypothesen
4.2.3 Befragung und Fragebogenaufbau
4.2.3.1 Fragenbogenskalen
4.2.4 Vorgehensweise der empirischen Aufarbeitung
4.3 Beschreibung der Stichprobe
4.3.1 Allgemeines
4.3.2 Deskriptive Statistik
4.3.3 Chronbach-Alpha-Werte der Skalen
4.4 Ergebnisse der Erhebung
4.4.1 Verteilungen der Stichprobe
4.4.1.1 Geschlechtsverteilung (allgemein)
4.4.1.2 Häufigkeiten Schultypen
4.4.1.3 Schulstandort und Organisationsform
4.4.1.4 Dienstjahre und -gruppen
4.4.1.5 Verteilung Geschlecht auf Schultypen
4.4.2 Dienstzugehörigkeit und deren Auswirkungen
4.4.2.1 Dienstzugehörigkeit und wahrgenommener Druck
4.4.2.2 Dienstzugehörigkeit und Selbstwirksamkeitswahrnehmung
4.4.2.3 Dienstzugehörigkeit und kontrollierte vs. autonome Motivation
4.4.3 Zusammenhang der Persönlichkeitsstruktur und Zielorientierung
4.4.3.1 Persönlichkeitsstruktur und Einflüsse auf die Arbeit in der Schule.
4.4.3.2 Zusammenhang RIASEC mit Big-Five-Modell
4.4.4 Interesse – Schultyp – Geschlecht
4.4.4.1 Zusammenhang Geschlecht-Schultype-Interessensstruktur (Primarstufe)
4.4.4.2 Sekundarstufe – Interesse – Geschlecht
4.4.5 Untersuchung zu motivationsabhängenden Faktoren
4.4.5.1 Multiple Regressionsanalyse zur Erklärung der Motivationsregulationen
4.4.5.2 Multiple Regressionsanalyse zur autonomen Motivationsregulation
4.4.5.3 Multiple Regression zur kontrollierten Motivationsregulation
4.4.5.4 Multiple Regressionsanalyse zur Arbeitsvermeidungszielorientierung
4.4.5.5 Multiple Regression zur Lernzielorientierung
4.4.5.6 Exkurs Selbstbestimmungsindex – Praxisbezug
4.5 Zusammenfassung und Diskussion (Empirie)
5 Gesamtfazit, Diskussion und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Faktoren, welche die selbstgesteuerte Motivation von Lehrkräften in Österreich beeinflussen, und analysiert dabei den Zusammenhang zwischen individueller Persönlichkeitsstruktur, beruflichem Interesse und situativen Umweltfaktoren. Ziel ist es, wesentliche Einflussfaktoren zu identifizieren, deren Wirkung auf die Motivationsregulation zu quantifizieren und praxisnahe Ansätze zur Steigerung der Eigenmotivation im Schulalltag zu entwickeln.
2.4.2 Das Rubikon-Modell
Ein sehr traditionelles Darstellungsschema zum Verständnis der Motivation ist das Rubikon-Modell. Ursprünglich wurde es von Heckhausen bzw. Heckhausen und Gollowitzer 1987 entwickelt und 2009 von Achtziger und Gollowitzer nochmals dargestellt. Beim Rubikon-Modell handelt es sich um einen prozesstheoretischen Ansatz der Motivationstheorien und nicht um eine Motivationstheorie selbst. Es ist eine Darstellung, welche die Handlungsphasen von Menschen erklärt. Das Rubikon-Modell sucht Antworten auf die Fragen: Wie wählt eine handelnde Person ihre Ziele aus? Wie plant sie deren Realisierung? Wie führt sie diese Pläne durch? Wie bewertet sie die Ergebnisse dieser Handlung?“. Durch die Beantwortung dieser Fragen beschreibt das Rubikon-Modell schließlich die Zielverfolgung und den Handlungsverlauf. Der Verlauf zielt dabei auf die zeitlich aufeinanderfolgenden Aufgaben. Diese beinhalten wiederum die Wünsche (implizite und explizite Motive), das Planen der Umsetzung der Ziele (z.B. durch Vorsätze) sowie dem Ziel entsprechende Handlungen und dem Bewertenden Konsequenzen, die bisherige Handlungen mit sich brachten (Achtziger & Gollwitzer, 2009, S. 150).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Motivationsforschung im Lehrerberuf und stellt die Forschungsfragen sowie das Ziel der Arbeit vor.
2 Theoretische Aufarbeitung der Motivation: Dieses Kapitel definiert den Motivationsbegriff und diskutiert zentrale psychologische Theorien und Modelle, die das Handeln von Personen erklären.
3 Persönlichkeitstheorie: Hier werden Persönlichkeitsstrukturen und Interessensmodelle, insbesondere die Big-Five und RIASEC, in Bezug auf die Lehrerpersönlichkeit analysiert.
4 Empirische Ergebnisse der Untersuchung: Dieser Hauptteil präsentiert das Forschungsdesign und analysiert die erhobenen Daten der Fragebogenstudie unter Berücksichtigung von Korrelationen und Regressionen.
5 Gesamtfazit, Diskussion und Ausblick: Das Fazit fasst die empirischen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
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Die Arbeit befasst sich mit der LehrerInnenmotivation und erforscht, welche Faktoren, wie Persönlichkeit, berufliches Interesse und Umweltbedingungen, die selbstgesteuerte Motivation von Lehrkräften beeinflussen.
Die zentralen Themen sind Motivationspsychologie, Persönlichkeitsmodelle (Big Five, RIASEC), Zielorientierungstheorien und der Einfluss von Umweltfaktoren auf das berufliche Handeln von Lehrkräften.
Das Ziel besteht darin, die wesentlichen Einflussfaktoren für eine hohe LehrerInnenmotivation zu bestimmen und daraus einen Leitfaden zu entwickeln, der Lehrkräften bei der Selbstmotivation im Schulalltag hilft.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen Forschungsansatz basierend auf einer Fragebogenerhebung unter 154 österreichischen Lehrkräften, deren Daten mittels statistischer Verfahren (Korrelations- und Regressionsanalyse) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Herleitung (Kapitel 2 und 3) und die detaillierte empirische Auswertung der Umfragedaten (Kapitel 4), inklusive der Überprüfung von Hypothesen zu Umweltfaktoren, Dienstzeit und Persönlichkeitstypen.
Wichtige Begriffe sind Selbstwirksamkeitserleben, Zielorientierungstheorie, autonome/kontrollierte Motivationsregulation, RIASEC-Modell und das Rubikon-Modell.
Die Studie belegt einen negativen, signifikanten Zusammenhang zwischen der Dienstzeit und der Ausprägung von Lernzielen, was auf potenzielle Motivationsveränderungen im Lauf der Karriere hinweist.
Umweltfaktoren wie der wahrgenommene Druck durch Administration und Curriculum wirken sich nach den Ergebnissen signifikant auf die Motivationsform aus; besonders die Kontrolle durch außen kann die autonome Motivation negativ beeinflussen.
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