Bachelorarbeit, 2017
108 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Fragestellung
1.3. Vorgehensweise und Methodik
2. Demografischer Wandel
2.1. Definition
2.2. Veränderungen der Altersstrukturen in Deutschland
2.3. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
2.3.1. Veränderungen der Altersstruktur in den Betrieben
2.3.2. Veränderungen der Leistungsfähigkeit und Erwartungen der Beschäftigten
2.3.3. Antwort der Betriebe auf den demografischen Wandel
3. Der Krankenstand in den Betrieben mit dem Fokus auf Muskel-Skelett Erkrankungen im Gastgewerbe
3.1. Überblick über den Krankenstand in den Betrieben
3.2. Die häufigsten Falltage der älteren Mitarbeiter
3.2.1. Prävalenz von Muskel-Skelett-Erkrankungen
3.2.1.1. Durchschnittliche Prävalenz in deutschen Betrieben
3.2.1.2. Prävalenz im Gastgewerbe
3.2.2. Durchschnittliche Falldauer von Muskel-Skelett-Erkrankungen
3.2.3. Entstehung von Muskel-Skelett-Erkrankungen
3.2.3.1. Entstehung durch körperliche Belastungen
3.2.3.2. Entstehung durch psychische Belastungen
4. Betriebliches Gesundheitsmanagement
4.1. Definition von Betrieblichem Gesundheitsmanagement
4.2. Ziele des Betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.3. Der Begriff Gesundheit im Betrieblichen Gesundheitsmanagement
4.3.1. Definition von Gesundheit
4.3.2. Gesundheitsmodelle
4.4. Das Salutogenese-Modell
4.5. Bestandteile des Betriebliches Gesundheitsmanagements
4.5.1. Betriebliche Gesundheitsförderung
4.5.2. Verhaltens- und verhältnisorientierte Maßnahmen
4.6. Prozesse im Betrieblichem Gesundheitsmanagement
4.7. Aktueller Stand des Betrieblichen Gesundheitsmanagements im Gastgewerbe
5. Betriebliches Gesundheitsmanagement im Zeichen des demografischen Wandels
5.1. Bedeutung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement vor dem Hintergrund des demografischen Wandels
5.2. „Arbeiten im Alter“ – Vorteile aus ausgewählten Perspektiven
6. Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung für Muskel-Skelett Erkrankungen bei älteren Beschäftigten im Gastgewerbe
6.1. Zielsetzung
6.2. Arbeitsbedingte Belastungen im Gastgewerbe
6.2.1. Körperliche Belastungen
6.2.2. Psychische Belastungen
6.2.3. Eingrenzung der Berufsgruppe
6.3. Ausgewählte Maßnahmen für ältere Beschäftigte zur Reduzierung der arbeitsbedingten Belastungen im Gastgewerbe
6.3.1. Maßnahmen zur Reduzierung der körperlichen Belastungen
6.3.1.1. Verhaltensorientierte Maßnahmen
6.3.1.2. Verhältnisorientierte Maßnahmen
6.3.2. Maßnahmen zur Reduzierung der psychischen Belastungen
6.3.2.1. Verhaltensorientierte Maßnahmen
6.3.2.2. Verhältnisorientierte Maßnahmen
6.4. Diskussion: Übertragbarkeit von Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung aus anderen Berufsgruppen auf das Gastgewerbe – Beispiel Pflege
6.5. Rahmenbedingungen für die Implementierung der ausgewählten Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung
6.5.1. Finanzielle Möglichkeiten
6.5.2. Gesetze und Vorschriften
6.5.3. Räumliche und zeitliche Organisation
6.6. Kommunikation der eingeführten Maßnahmen
6.7. Mögliche Hürden bei der Einführung der Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung
6.8. Evaluation der Maßnahmen
7. Fazit
Die Arbeit untersucht die Entwicklung zielgerichteter gesundheitsfördernder Maßnahmen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), um Muskel-Skelett-Erkrankungen bei älteren Beschäftigten im Gastgewerbe zu reduzieren. Die zentrale Forschungsfrage lautet, welche Maßnahmen nach aktueller wissenschaftlicher Erkenntnislage für diese spezifische Zielgruppe und Branche geeignet sind, um deren Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Motivation vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zu erhalten.
1.1. Problemstellung
„Der demografische Wandel vollzieht sich in Form einer rückläufigen Bevölkerungszahl und einer steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung.“ (Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, 2011, S. III). Durch neue Zahlen und Prognosen ist das Thema „demografischer Wandel“ in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu einer dauerhaften Diskussionsgrundlage geworden (vgl. Mercer Deutschland GmbH; Bertelsmann Stiftung, 2012, S. 1). Das liegt daran, dass sich durch den demografischen Wandel die Altersstrukturen in Deutschland stark verschieben. Nach den Angaben der Bevölkerungsvorausrechnung des Statistischen Bundesamtes von 2015 wird der Anteil der Menschen über 65 Jahre bis zum Jahr 2060 so ansteigen, dass jeder Dritte zu dieser Altersgruppe zählen wird. Dabei wird besonders die Bevölkerung im Erwerbsalter von den Schrumpfungen und der Alterung betroffen sein (vgl. Statistisches Bundesamt, 2015, S. 5ff.).
Dass die Zahl der älteren Beschäftigten immer weiter steigt, belegen zahlreiche Quellen. Die Studien der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beispielsweise sagen voraus, dass das Erwerbspersonenpotenzial in der Altersgruppe von 20 bis 34-Jahre bis 2030 um 2,4 Mio. Menschen und bei den Personen von 35 bis 59 Jahren um 5,5 Mio. Menschen abnehmen wird, wobei das Erwerbspersonenpotenzial in der Altersgruppe ab 60 Jahren um ca. 1,6 Mio. Personen zunehmen wird (vgl. Richter et al., 2012, S. 3). Durch die Schrumpfung des Erwerbspersonenpotentials erfolgt eine kontinuierliche Erhöhung des Altersdurchschnitts in den Belegschaften. Dadurch werden die Betriebe ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft häufiger mit älteren Mitarbeitern bestreiten müssen (vgl. Benz, 2010, S. 22). Im Gastgewerbe wird sich der Altersdurchschnitt der Beschäftigten in den nächsten Jahren besonders erhöhen, denn der Nachwuchs in dieser Berufsgruppe wird immer weniger (vgl. DEHOGA Bundesdesverband, 2016, S. 10). Der DEHOGA Bundesverband Rheinland-Pfalz stellte bereits 2013 einen Fachkräftemangel im Gastgewerbe fest (vgl. DEHOGA Rheinland-Pfalz, 2013, S. 11).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des demografischen Wandels und die daraus resultierende Notwendigkeit gesundheitsfördernder Maßnahmen im Gastgewerbe ein.
2. Demografischer Wandel: Dieses Kapitel definiert den demografischen Wandel und erläutert dessen Auswirkungen auf die Altersstrukturen in Deutschland, den Arbeitsmarkt und die spezifischen Herausforderungen für Betriebe.
3. Der Krankenstand in den Betrieben mit dem Fokus auf Muskel-Skelett Erkrankungen im Gastgewerbe: Hier wird der Status quo des Krankenstandes analysiert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Prävalenz, Dauer und den physischen sowie psychischen Entstehungsursachen von Muskel-Skelett-Erkrankungen liegt.
4. Betriebliches Gesundheitsmanagement: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Definitionen, Ziele und Komponenten des BGM sowie dessen gesundheitswissenschaftliche Modelle.
5. Betriebliches Gesundheitsmanagement im Zeichen des demografischen Wandels: Hier wird die strategische Bedeutung des BGM im Kontext der alternden Gesellschaft erörtert und die Vorteile einer längeren Beschäftigung für verschiedene Interessengruppen beleuchtet.
6. Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung für Muskel-Skelett Erkrankungen bei älteren Beschäftigten im Gastgewerbe: Dieses Kernkapitel entwickelt konkrete verhaltens- und verhältnisorientierte Maßnahmen zur Belastungsreduktion und diskutiert deren Übertragbarkeit aus anderen Branchen sowie Rahmenbedingungen und Implementierungshürden.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit und die Ansätze zur Implementierung von BGF-Maßnahmen im Gastgewerbe zusammen und betont die Relevanz der Unterstützung älterer Arbeitnehmer.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Gesundheitsförderung, BGF, Muskel-Skelett-Erkrankungen, MSE, Gastgewerbe, demografischer Wandel, ältere Arbeitnehmer, Prävention, Arbeitsbelastung, Ergonomie, Stressbewältigung, Arbeitsunfähigkeit, Arbeitswelt.
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Entwicklung und Implementierung gesundheitsfördernder Maßnahmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), spezifisch ausgerichtet auf die Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) bei älteren Beschäftigten im Gastgewerbe.
Die zentralen Themen umfassen den demografischen Wandel, die spezifischen Arbeitsbelastungen im Gastgewerbe, die gesundheitlichen Auswirkungen (MSE) auf ältere Arbeitnehmer und die theoretischen Konzepte der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
Das Hauptziel ist die Erarbeitung eines Konzepts für verhaltens- und verhältnisorientierte Maßnahmen, die dazu beitragen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter im Gastgewerbe langfristig zu sichern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretisch-konzeptionellen Bearbeitung, die durch eine fundierte Literaturrecherche und deren Analyse erstellt wurde, um einen wissenschaftlichen Bezugsrahmen für die Maßnahmenentwicklung zu schaffen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des BGM, die Analyse der arbeitsbedingten körperlichen und psychischen Belastungen im Gastgewerbe sowie die Ableitung konkreter Interventionsmaßnahmen, inklusive Diskussionen über deren Übertragbarkeit aus dem Pflegebereich und notwendiger Rahmenbedingungen.
Wichtige Begriffe sind Betriebliches Gesundheitsmanagement, Muskel-Skelett-Erkrankungen, Gastgewerbe, demografischer Wandel, Prävention, Ergonomie, Stressbewältigung und Arbeitsunfähigkeit.
Das Gastgewerbe weist eine Forschungslücke im Bereich des BGM auf, während gleichzeitig hohe physische und psychische Belastungen sowie ein steigender Fachkräftemangel und ein zunehmendes Durchschnittsalter der Belegschaft das Unternehmen vor große Herausforderungen stellen.
Aufgrund der in der Literatur variierenden Definitionen und des spezifischen Kontexts der Thesis legt die Autorin das Alter ab 50 Jahren als Altersgrenze für den „älteren Arbeitnehmer“ fest, um den Fokus auf die Gruppe mit dem höchsten Erkrankungsrisiko zu legen.
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass zwar Parallelen in den Belastungen bestehen, jedoch eine direkte Übertragung nur bedingt möglich ist. Es müssen spezifische Anpassungen an die Arbeitsbedingungen und organisatorischen Gegebenheiten des Gastgewerbes vorgenommen werden.
Die "vier I's" (Integrität, Interaktion, Individualität, Inhalte) dienen als Leitfaden für eine erfolgreiche Gesundheitskommunikation, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen nachhaltig im Unternehmen verankert werden und die Beschäftigten ohne Vorbehalte erreichen.
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