Bachelorarbeit, 2012
44 Seiten, Note: 1,7
1. PROBLEMSTELLUNG UND RELEVANZ DES THEMAS
2. GRUNDLAGEN
2.1 RELATIONSHIP MARKETING
2.2 VOM RELATIONSHIP MARKETING ZUM CUSTOMER RELATIONSHIP MANAGEMENT
2.3 MESSMETHODEN ZUR KUNDENPROFITABILITÄT
2.3.1 DIE ABC-ANALYSE
2.3.2 CUSTOMER LIFETIME VALUE
3. RELATIONSHIP U-TURN
3.1 LÖSUNGSANSÄTZE ZUM U-TURN VON HOFFNUNGSLOSEN KUNDEN
3.1.1 SEGMENT 4
3.1.2 SEGMENT 3
3.2. LÖSUNGSANSÄTZE ZUM U-TURN VON HOFFNUNGSVOLLEN KUNDEN
3.2.1 SEGMENT 2
3.2.2 SEGMENT 1
4. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht den sogenannten „Relationship U-Turn“, bei dem unprofitable Kunden durch gezielte Strategien in profitable Kundenbeziehungen transformiert werden sollen, anstatt sie lediglich zu kündigen.
3.1.1 Segment 4
Kunden, die nicht nur unprofitabel sind, sondern zudem auch keine Verbundenheit, keine Loyalität gegenüber dem Unternehmen empfinden (Segment 4), sind die schwierigsten Kunden, mit dem sich ein Unternehmen auseinandersetzen muss. Die Zeit und Energie, die das Unternehmen für diese Kunden aufbringt sind tendenziell immer zu hoch. Die Kosten, um diese Kunden zu bedienen, sind und bleiben höher als die Einzahlungen durch den Kunden. Typische Beispiele hierfür sind Kunden, die ihre Rechnungen nicht bezahlen, die den Service oder Rabattangebote übermäßig beanspruchen, wie zum Beispiel die extensive Nutzung ihrer Telefon-Flatrate. Hinzu kommt, dass diese Kunden aufgrund der Tatsache, dass sie sich nicht dem Unternehmen verpflichtet fühlen, auch keinen nichtmonetären Vorteil wie beispielsweise positives „Word of Mouth“ liefern. Maßnahmen zur Erhöhung der kundenbezogenen Einzahlungen gefährden zudem die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs der Beziehung durch den Kunden. Ziel kann und muss hier also nur sein, die Kosten, die durch die genannten Kunden verursacht werden, so weit wie möglich zu senken. Zu betrachten sind also alle Variablen der oben auf Seite 17 präsentierten Formel 3, die für Kosten stehen. Das sind die Variablen 6-11. Zusammengefasst sind das die Stückkosten, die Vertriebs- und Servicekosten und die Kosten für die Bindung des Kunden an das Unternehmen.
1. PROBLEMSTELLUNG UND RELEVANZ DES THEMAS: Einleitung in den Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt und die Erkenntnis, dass lange Kundenbeziehungen nicht automatisch profitabel sind.
2. GRUNDLAGEN: Darstellung des Relationship Marketing, des Customer Relationship Management und quantitativer Methoden zur Messung der Kundenprofitabilität.
2.1 RELATIONSHIP MARKETING: Definition der Merkmale des Relationship Marketings und Abgrenzung verschiedener Kundenbindungsperspektiven.
2.2 VOM RELATIONSHIP MARKETING ZUM CUSTOMER RELATIONSHIP MANAGEMENT: Erläuterung der technologischen Ausrichtung von Kundenbeziehungen zur Umsetzung der Relationship-Marketing-Strategien.
2.3 MESSMETHODEN ZUR KUNDENPROFITABILITÄT: Einführung in Ansätze zur Bewertung der Wertigkeit von Kunden durch monetäre Kennzahlen.
2.3.1 DIE ABC-ANALYSE: Kritische Betrachtung der periodenbezogenen Umsatzanalyse und ihrer Grenzen bei der Identifikation unprofitabler Kunden.
2.3.2 CUSTOMER LIFETIME VALUE: Vorstellung des CLV als zukunftsgerichtetes Verfahren der Investitionsrechnung für eine langfristige Kundenbewertung.
3. RELATIONSHIP U-TURN: Einleitung in die strategische Wende unprofitabler Kundenbeziehungen durch eine Segmentierung nach Loyalität und Potenzial.
3.1 LÖSUNGSANSÄTZE ZUM U-TURN VON HOFFNUNGSLOSEN KUNDEN: Strategien für Kunden ohne Potenzial zur Profitabilität mit Fokus auf Kostensenkung.
3.1.1 SEGMENT 4: Analyse der schwierigsten Kundengruppe und Empfehlungen zur drastischen Kostensenkung oder zum Outsourcing.
3.1.2 SEGMENT 3: Betrachtung loyaler, aber unprofitabler Kunden und Möglichkeiten der Serviceoptimierung ohne Kundenverlust.
3.2. LÖSUNGSANSÄTZE ZUM U-TURN VON HOFFNUNGSVOLLEN KUNDEN: Strategien zur Aktivierung des ungenutzten Potenzials bei unprofitablen Kunden mit Entwicklungspotenzial.
3.2.1 SEGMENT 2: Maßnahmen zur Steigerung des Kundenwerts für Kunden mit geringer Loyalität durch Instrumente wie "Unbundling".
3.2.2 SEGMENT 1: Ansätze für loyale Kunden mit Potenzial, insbesondere durch Cross-Selling und gezielte Loyalitätsprogramme.
4. FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse zur Profitabilisierung durch Segmentierung und Anwendung der identifizierten Instrumente.
Relationship Marketing, Kundenprofitabilität, Customer Relationship Management, Customer Lifetime Value, ABC-Analyse, Kundenbindung, Kundenloyalität, Relationship U-Turn, Kostensenkung, Cross-Selling, Self-Service-Technologien, Unbundling, Outsourcing, Kundenwert, Share of Wallet.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik unprofitabler Kundenbeziehungen und entwickelt Ansätze, diese nicht durch Kündigung, sondern durch eine strategische "Wende" (Relationship U-Turn) in profitable Beziehungen zu überführen.
Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig betriebswirtschaftliche Messmethoden der Kundenbewertung wie die ABC-Analyse und den Customer Lifetime Value, um Kundenwerte zu bestimmen und Ansätze zur Profitabilisierung zu fundieren.
Ziel ist es, aktuelle Lösungsansätze zu untersuchen, wie Kundenbeziehungen von unprofitabel in profitabel gewendet werden können, um Empfehlungen für das Management zur Wertsteigerung von Kunden zu geben.
Die Arbeit fokussiert auf die Segmentierung von Kunden anhand von Loyalität und wirtschaftlichem Potenzial, die Steuerung über Cashflow-Treiber sowie Instrumente wie Preisgestaltung, Self-Service-Technologien und Cross-Selling.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Kundenbewertung (Kapitel 2) und die praktische Ableitung von Maßnahmen für vier verschiedene Kundensegmente im Rahmen des "Relationship U-Turn" (Kapitel 3).
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kundenprofitabilität, Relationship U-Turn, Customer Lifetime Value, Segmentierung und spezifische Instrumente zur Kostensenkung und Erlössteigerung geprägt.
Der Begriff beschreibt eine 180-Grad-Drehung einer Kundenbeziehung von einem unprofitablen Status hin zu einer profitablen Beziehung, wobei das Ziel nicht die Trennung vom Kunden, sondern dessen Wertsteigerung ist.
Die Unterscheidung dient der operativen Effizienz: Während bei "hoffnungslosen" Kunden nur Kostensenkungen zur Verlustminimierung möglich sind, können bei "hoffnungsvollen" Kunden durch Investitionen und gezielte Marketingmaßnahmen echte Gewinne generiert werden.
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