Bachelorarbeit, 2017
42 Seiten, Note: 1,9
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Diese Arbeit befasst sich mit der politischen Theorie und Legitimation des monarchischen Handelns von Karl V. im Kontext der Türkenkriege. Sie analysiert den Einfluss des Humanismus, insbesondere die Schriften von Erasmus von Rotterdam und Niccolò Machiavelli, auf die Herrschaftsauffassung des Kaisers und die Legitimierung seiner Politik gegenüber der Osmanischen Bedrohung.
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und beleuchtet die unterschiedlichen Interpretationen der Renaissance und die Rolle des Kaisertums in dieser Zeit. Im zweiten Kapitel wird die politische Theorie des Humanismus anhand der Schriften von Erasmus von Rotterdam und Niccolò Machiavelli analysiert. Dabei werden sowohl die Vorstellungen von Harmonie und Krieg als auch die Konzepte von Respublica Christiana, Virtù und Fortuna sowie die Rolle des Monarchen im Gemeinwesen beleuchtet.
Kapitel III befasst sich mit der Frage, inwieweit Erasmus und Machiavelli als Autoren der Staatsräson betrachtet werden können. Im vierten Kapitel werden die Türkenkriege als Betätigungsfeld der Universalmonarchie Karls V. untersucht. Dabei wird die Rolle des Kaisers bei der Verteidigung des Orbis Christianus, seiner Positionierung auf dem europäischen Schauplatz und seiner Verteidigung des Glaubens herausgestellt.
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen wie: Humanismus, Staatsräson, Universalmonarchie, Türkenkriege, Karl V., Erasmus von Rotterdam, Niccolò Machiavelli, Legitimation, Monarchisches Handeln, Orbis Christianus, Propaganda, Ideologie.
Karl V. legitimierte seinen Kampf gegen das Osmanische Reich als Verteidigung des "Orbis Christianus" (der christlichen Welt) und des Glaubens. Er sah sich in der Tradition der universalen Kaiseridee als Beschützer der Christenheit.
Erasmus vertrat ein humanistisches Ideal der Harmonie und kritisierte den Krieg scharf. Er forderte vom Monarchen ein christliches Handeln, das auf das Gemeinwohl und die "Respublica Christiana" ausgerichtet ist.
Während Erasmus moralische Integrität forderte, fokussierte Machiavelli auf "Virtù" (Tatkraft) und den Erhalt der Macht. Er gilt als Wegbereiter der modernen Staatsräson, bei der das Handeln des Fürsten an der Notwendigkeit des Staates gemessen wird.
Es ist das Konzept einer übernationalen Herrschaft, die den Anspruch erhebt, die gesamte Christenheit politisch zu führen. In der Forschung wird sie oft als "alternative Staatsräson" auf metanationaler Ebene diskutiert.
Jacob Burckhardt sah in der Renaissance eine Krise durch die Erosion von Kaisertum und Papsttum. Dies führte zu einem Legitimitätsverlust dynastischer Herrschaften, in den neue Fürstentypen und Machtkonzepte traten.
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