Bachelorarbeit, 2017
46 Seiten, Note: 2,7
1 Aktuelle Tendenzen der Popmusikforschung
2 Musikwissenschaftliche Grundlagen
2.1 Popmusik – Umriss eines Wortfeldes
2.1.1 Kunstmusik vs. Popmusik
2.1.2 Fehlende Definitionen im Themenkomplex Popmusik
2.1.3 Wissenschaftliche Zuständigkeitsbereiche
2.1.3.1 Ethnologie – Historik – Systematische Musikwissenschaft
2.1.3.2 Inter- und transdisziplinäre Popmusikforschung
2.2 Cultural Studies
2.2.1 Einordnung und Definition
2.2.2 Subkulturtheorie
2.2.3 Marxistische Kulturtheorie und Kritische Theorie
2.2.4 Weiterentwicklung zu Popular Music Studies und Popular Musicology
2.3 Empirische Methoden
2.3.1 Quantitativ vs. Qualitativ
2.3.2 Teilnehmende Beobachtung
2.3.3 Weitere Methoden
2.4 Musikpädagogische Folgerung
3 Jugendkulturen
3.1 Einordnung des Begriffs
3.2 Jugendforschung als anthropologisch-soziologischer Ansatz
3.3 Politische Wirksamkeit
3.4 Musikpädagogische Folgerung
4 Musik und Medien
4.1 Rundumsicht verschiedener Medienwissenschaftstheorien
4.2 Vierteilung des Medienbegriffs
4.3 Der Medienbegriff nach Siegfried J. Schmidt
4.4 Medialisierung von Musik vs. Musikalisierung der Medien
4.5 Medienaneignung
4.5.1 Codieren und Decodieren
4.5.2 Passiv mediennaher Rezipient vs. Aktiv medienfern
4.6 Körper im Pop – Mediatisierung
4.7 Sound in der Popmusikforschung
4.8 Musikpädagogische Folgerung
5 Sozialisation und Ästhetische Praxis
5.1 Musikalische Sozialisation
5.1.1 Musikalische Distinktion
5.1.2 Problemfelder
5.1.3 Präferenzspektren
5.2 Präferenzforschung
5.2.1 Musikalische Vorlieben und Abneigungen – Cross Over
5.2.2 Inter- und Transdisziplinäre Herausforderungen
5.3 Ästhetik
5.3.1 Einführung in den philosophisch-ästhetischen Zugang
5.3.2 Musik als lustvolles Erlebnis
5.3.3 Musik als Quelle von Wissen
5.3.4 Musik als Spiegelung des Selbst
5.4 Kulturbegriff als Innovation
5.4.1 Verbale Deutung der Musik
5.4.2 Musikalische Grundkompetenz als Kulturerschließung
5.5 Musikalische Rezeptionsdidaktik – Durch Hören zum Höheren?
5.6 Musikpädagogische Folgerung
6 Musikpädagogische Herausforderungen
6.1 Heteronomie der Fachbereiche
6.2 Informelles Lernen als Chance
6.3 Verstehen – ein musikpädagogischer Mythos
6.4 Musikalisches Handeln unter Einbeziehung digitaler Medien
7 Extrakt und Ausblick
Die Arbeit untersucht Sozialisationsprozesse und ästhetische Praktiken von Jugendlichen im Kontext der Popmusik, um daraus musikpädagogische Herausforderungen abzuleiten und Lösungsansätze zu formulieren.
4.3 Der Medienbegriff nach Siegfried J. Schmidt
Einen umfassenderen Medienbegriff, der das gesamte Untersuchungsfeld integriert, leistet die Definition des massenmedialen Kommunikationsprozesses von Siegfried J. Schmidt (2002). Seine Unterteilung in vier Ebenen beginnt bei den Kommunikationsinstrumenten. Als Beispiel der ersten Ebene nennt er die natürliche Sprache. Laut seiner Definition sind materiale Gegebenheiten zugehörig, die ein gesellschaftliches Zusammenleben ermöglichen und sich durch Attribute wie Zeichenfähigkeit, Dauerhaftigkeit und Wiederholbarkeit auszeichnen.
Die zweite Ebene bezeichnet Schmidt als Medientechnologien, die auf einem aktuellen technischen Entwicklungsstand sein müssen, um von Nutzern, die sich die Kompetenzen der Mediennutzung angeeignet haben, wahrgenommen zu werden. „Durch Routinisierung werden diese Kompetenzen in der Regel zur Selbstverständlichkeit, invisibilisiert und damit weder bewusstseinsfähig noch bewusstseinspflichtig.“
Zur dritten Ebene, den Sozialsystemischen Organisationen, gehören Redaktionen, Verlage, Fernsehanstalten, Schallplattenfirmen aber auch Institutionen wie Schulen und Universitäten. Die zwei zuvor genannten Ebenen sind an diese gebunden, jedoch wohnen alle einem selbstorganisierenden System inne.
Was dem Rezipienten von Popmusik beispielsweise in Form von Songs einer CD, Teasern (kurze Sound oder Video Sequenzen), Plakaten, Webseiten etc. gezeigt und verkauft wird, ist das Ergebnis der drei zuvor genannten Faktoren und stellt die vierte Ebene dar. Die Ebenen ergänzen sich wechselseitig und können nur im Verbund agieren. Dieser Punkt soll anders formuliert ein weiteres Mal zitiert werden, um die Wichtigkeit dieser kommunikativen Prozesse, die innerhalb der Medienschichten geschehen, zu verdeutlichen. „Letztlich ist aber durch die Beobachtung, dass sich populäre Musik durch ganz spezifische Medientechniken (wie Tonträger) oder durch die Speicherung und Reproduzierbarkeit einer bestimmten Wahrnehmungsebene (der akustischen) zurückzuführen lässt, wenig gewonnen, so lange man die durch die akustischen Reproduktionstechnologien ermöglichten kommunikativen Prozesse vernachlässigt.“
1 Aktuelle Tendenzen der Popmusikforschung: Der Autor erläutert die Notwendigkeit einer Diskursanalyse, um die komplexe, interdisziplinäre Forschungslandschaft der Popmusik für musikpädagogische Zwecke zu systematisieren.
2 Musikwissenschaftliche Grundlagen: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis, indem es das Problem der Abgrenzung von Kunst- und Popmusik diskutiert und verschiedene Forschungsansätze wie Cultural Studies und empirische Methoden vorstellt.
3 Jugendkulturen: Hier wird der Fokus auf Jugendliche als Forschungsobjekt gerichtet, wobei der Begriff Jugendkultur dekonstruiert und der anthropologisch-soziologische Ansatz der Jugendforschung erläutert wird.
4 Musik und Medien: Dieses Kapitel untersucht die komplexe Wechselwirkung zwischen Musik, Technik und Gesellschaft und nutzt den Medienbegriff nach Siegfried J. Schmidt, um Prozesse der Medialisierung und Medienaneignung zu analysieren.
5 Sozialisation und Ästhetische Praxis: Die Auseinandersetzung mit musikalischer Sozialisation, Präferenzforschung und ästhetischen Funktionen von Musik zeigt, wie Popmusik Identität stiftet und als Kulturerschließung dienen kann.
6 Musikpädagogische Herausforderungen: Der Autor reflektiert die Rolle von Pädagogen in einer durch Medien und informelles Lernen geprägten Welt und betont die Notwendigkeit von Authentizität sowie der Weiterentwicklung musikalischer Grundkompetenzen.
7 Extrakt und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Thesen zusammen und gibt einen Ausblick auf die wachsende Bedeutung digitaler Analysemethoden für eine moderne Musikpädagogik.
Popmusikforschung, Musikpädagogik, Jugendkulturen, Cultural Studies, Medialisierung, Musiksoziologie, Ästhetik, Medienaneignung, Musikalisches Verstehen, Rezeptionsdidaktik, Identitätsbildung, Interdisziplinarität, Digitale Medien, Musikalisches Handeln, Sozialisation.
Die Arbeit untersucht die musikpädagogischen Herausforderungen, die sich aus dem Umgang von Jugendlichen mit Popmusik und den damit verbundenen Sozialisations- und Ästhetikprozessen ergeben.
Die zentralen Themen umfassen die Musikwissenschaft, Jugendsoziologie, Medienwissenschaft, Ästhetik sowie die praktische Musikpädagogik in formalen und informellen Settings.
Ziel ist es, das komplexe Zusammenspiel von Popmusik, jugendlicher Lebenswelt und Mediennutzung zu analysieren, um daraus Anforderungen für eine moderne Musikpädagogik abzuleiten.
Der Autor wählt eine Diskursanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze (inter- und transdisziplinär) miteinander verknüpft und durch eigene Beobachtungen aus der musikpädagogischen Praxis ergänzt.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, Jugendkulturen, die Medialisierung von Musik sowie ästhetische Funktionen und musiksoziologische Aspekte wie Präferenzbildung und Distinktion.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Popmusikforschung, Sozialisation, Ästhetik, Medienaneignung, Rezeptionsdidaktik und musikpädagogische Grundkompetenz.
Digitale Medien werden als wesentlicher Lebensraum und Werkzeug Jugendlicher begriffen, das sowohl Risiken birgt, als auch neue, kreative Potenziale für den Musikunterricht und die kulturelle Teilhabe bietet.
Das Konzept dient als ethischer Orientierungsrahmen, in dem Musik als ein Mittel zur Selbstverwirklichung, Identitätsfindung und emotionalen Stabilität betrachtet wird, das Pädagogen unterstützen können.
Der Autor plädiert für eine Begegnung auf Augenhöhe, bei der der Pädagoge sich als Lernender in der modernen Medienwelt zeigt und gemeinsam mit den Jugendlichen tiefere inhaltliche Diskurse führt.
Um die Offenheit für verschiedenste Zugänge, Disziplinen und Forschungsmethoden zu bewahren und den ständigen Wandel dieses Feldes abzubilden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

