Bachelorarbeit, 2017
64 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Die postpartale Depression
1.1. Definitionen
1.2. Häufigkeit und Verbreitung
1.3. Symptome und Dauer
1.4. Ursachen
1.5. Die Edinburgh-Postnatal-Depression-Scale
2. Die Bindungstheorie
2.1. Grundelemente der Bindungstheorie
2.2. Bindungsphasen
2.3. Bindungstypen
2.4. Auswirkungen des Bindungstyps auf die spätere Entwicklung
2.5. Das Konzept der Feinfühligkeit
3. Auswirkungen der unbehandelten postpartalen Depression
3.1. Verhaltensauffälligkeiten der Säuglinge
3.2. Einfluss der postpartalen Depression auf das Interaktionsverhalten des Säuglings
3.3. Auswirkungen auf die verbale und nonverbale Kommunikation
3.4. Feinfühligkeit der Mutter und deren Bedeutung
3.5. Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Bindung
3.6. Blick auf die Langzeitfolgen
4. Auswirkungen auf die Bereitstellung und Konzipierung von Hilfeangeboten
4.1. Hilfeleistung durch die betreuende Hebamme – Fallbeispiel
4.2. Der interaktionszentrierte Therapieleitfaden
4.3. Weitere Hilfeangebote, Interventionsmöglichkeiten und die Rolle der Sozialen Arbeit
Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen einer unbehandelten postpartalen Depression auf die frühkindliche Entwicklung sowie das Bindungsverhalten von Mutter und Kind darzustellen. Hierbei soll aufgezeigt werden, welche Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen für die Soziale Arbeit, die Konzipierung von Hilfeangeboten sowie für gesellschaftliche und gesetzgeberische Rahmenbedingungen zu ziehen sind.
1.1. Definitionen
Der Begriff „Depression“ stammt von dem französischen Wort dépression (Niederdrückung) und dem lateinischen Wort depressio (Senkung) ab (vgl. Duden 2014, S. 200). Die Depression wird in der Psychologie als eine Erkrankung definiert, welche unter anderem mit Niedergeschlagenheit, Antriebs- und Konzentrationsstörungen sowie Freudlosigkeit einhergeht (vgl. Der Brockhaus Gesundheit 2006, S. 272 f.).
Der Begriff postpartal stammt aus dem Lateinischen und bedeutet im Zeitraum nach der Geburt/nach dem Gebären auftretend. Postpartal bezieht sich folglich auf die Mutter. Davon zu unterscheiden ist der in der Umgangssprache häufig genutzte Begriff postnatal. Er stammt ebenfalls aus dem Lateinischen und bedeutet nach der Geburt auftretend/nachgeburtlich und bezieht sich auf Ereignisse die mit der Geburt als solche in Verbindung stehen (vgl. ebd., S. 989). Da sich die vorliegende Arbeit mit der Erkrankung der Mutter und deren Auswirkungen auseinandersetzt, wird der Begriff postpartal verwendet. Eine postpartale Depression ist folglich eine schwere depressive Erkrankung der Mutter, welche über einen längeren Zeitraum anhält und behandlungsbedürftig ist (vgl. Riechler-Rössler 2006, S. 11). Die postpartale Depression wird jedoch weder in der ICD-10 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen) noch im DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) als eine autonome Krankheit angeführt beziehungsweise definiert (vgl. Lohse 2008, S. 45). Das ICD-10-System empfiehlt vielmehr, „psychische Erkrankungen im Wochenbett gemäß den Kriterien der bestehenden psychiatrischen Störung einzuordnen und die Verbindung mit dem Wochenbett durch eine zweite Kodierung anzugeben.“ (Papousek 2002, S. 202).
1. Die postpartale Depression: In diesem Kapitel werden Definitionen, Häufigkeit, Symptome und Ursachen der postpartalen Depression sowie das Screening-Instrument EPDS vorgestellt.
2. Die Bindungstheorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Bindungstheorie erläutert, einschließlich Bindungsphasen, Bindungstypen und dem essenziellen Konzept der mütterlichen Feinfühligkeit.
3. Auswirkungen der unbehandelten postpartalen Depression: Dieses Kapitel analysiert die konkreten negativen Folgen der Erkrankung auf das Interaktionsverhalten, die Kommunikation und die Bindung zwischen Mutter und Kind sowie mögliche Langzeitfolgen.
4. Auswirkungen auf die Bereitstellung und Konzipierung von Hilfeangeboten: Hier werden Hilfsmöglichkeiten diskutiert, wie ein Fallbeispiel zur Hebammenbetreuung und ein spezieller interaktionszentrierter Therapieleitfaden, sowie die Aufgaben der Sozialen Arbeit.
Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die These, dass eine unbehandelte postpartale Depression das Bindungsverhalten und die kindliche Entwicklung massiv beeinträchtigt.
Postpartale Depression, Bindungstheorie, Bindungsrepräsentation, Feinfühligkeit, Kommunikation, Langzeitfolgen, Interventionsmöglichkeiten, Mutter-Kind-Bindung, Säuglingsentwicklung, Soziale Arbeit, Depression, Psychische Gesundheit, Familienhebamme, Prävention, Screening.
Die Arbeit untersucht die negativen Folgen einer unbehandelten postpartalen Depression für die frühkindliche Entwicklung und die Bindungsqualität zwischen Mutter und Kind.
Zentrale Felder sind die klinische Definition der Erkrankung, die Bindungstheorie, die Auswirkungen der Depression auf die Mutter-Kind-Interaktion und Möglichkeiten der professionellen Unterstützung.
Das Ziel ist es, die Bedeutung einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung der postpartalen Depression zu begründen und konkrete Handlungsfelder für die Soziale Arbeit aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine wissenschaftliche Literaturauswertung, die verschiedene fachwissenschaftliche Quellen und Studien zusammenführt.
Der Hauptteil analysiert Symptome, bindungstheoretische Aspekte, Auswirkungen auf das Kind sowie existierende Interventionskonzepte und Beratungsansätze.
Zu den Kernbegriffen gehören Postpartale Depression, Bindungstheorie, Feinfühligkeit, Interventionsmöglichkeiten und Mutter-Kind-Bindung.
Dieser Leitfaden ist ein spezielles Gruppentherapieprogramm, das darauf abzielt, die mütterliche Selbstwirksamkeit zu stärken und die Interaktionsfähigkeit bei depressiven Müttern zu verbessern.
Die Soziale Arbeit fungiert als Vermittler und Netzwerkpartner und trägt durch Aufklärungs- und Präventionsarbeit dazu bei, Tabuisierung abzubauen und Unterstützung frühzeitig zu ermöglichen.
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