Bachelorarbeit, 2016
90 Seiten, Note: 2,0
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Tourismus am Balaton für DDR-Bürger während der Honecker-Ära, fokussiert auf die Spannungen zwischen Freiheit und Kontrolle im Rahmen des sozialistischen Systems.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Problemstellung und die zeitliche Eingrenzung des Themas definiert. Anschließend werden die Begrifflichkeiten geklärt und der methodische Zugang der Arbeit erläutert. Das erste Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Tourismus in der Honecker-Ära. Das zweite Kapitel widmet sich dem aktuellen Forschungsstand zum DDR-Tourismus und beleuchtet die Forschungsdesiderate. Die folgenden Kapitel analysieren die verschiedenen Formen des Reisens im sozialistischen System, mit besonderem Fokus auf Individual- und Campingreisen. Dabei wird die Bedeutung des Balatons als Reiseziel für DDR-Bürger hervorgehoben und die Widersprüche zwischen den staatlichen Vorstellungen und der individuellen Urlaubsrealität untersucht. Die Arbeit schließt mit einem Fazit, das die zentralen Ergebnisse zusammenfasst.
DDR-Tourismus, Honecker-Ära, Balaton, Ungarn, Staatssicherheit, Sozialismus, Freiheit, Kontrolle, Individualreisen, Campingreisen, Propaganda, Sehnsuchtsort, Ost-Ost-Begegnungen, Ost-West-Begegnungen.
Der Balaton in Ungarn galt als „Sehnsuchtsort“ und bot DDR-Bürgern einen Raum für relative Freiheit und die seltene Möglichkeit für Ost-West-Begegnungen außerhalb der DDR.
Durch staatlich organisierten Sozialtourismus, Einreisebestimmungen und die Überwachung durch die Staatssicherheit (z. B. die „Balaton-Brigade“) wurde versucht, die Reisenden zu kontrollieren.
Camping- und Individualreisen boten eine Fluchtmöglichkeit aus dem streng organisierten staatlichen Erholungswesen und ermöglichten mehr private Freiräume.
Die „Balaton-Brigade“ war ein Kontrollinstrument der DDR-Staatssicherheit, das speziell zur Überwachung von DDR-Urlaubern in Ungarn eingesetzt wurde.
Die staatliche Propaganda, etwa in der Nachrichtensendung „Der Augenzeuge“, stellte das Reisen als Erfolg der „sozialistischen Verbrüderung“ dar und verschwieg die individuellen Fluchtabsichten.
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