Bachelorarbeit, 2016
90 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und zeitliche Eingrenzung
1.2. Begrifflichkeiten
1.4. Aufbau und methodischer Zugang
1.5. Historische Entwicklungen in der Honecker- Ära
1.5.1. Medien/ Tourismus
2. Aktueller Forschungsstand
2.1. Allgemeiner Forschungsstand: DDR- Tourismusgeschichte
2.2. Forschungskontroverse zur Leitfrage
2.2.1. Quellenlage
2.2.2. Forschungsdesiderate und offene Fragen
3. Reisen im Rahmen der sozialistischen Verbrüderung zwischen DDR und Ungarn
3.1. etc.: noch auszuarbeiten
4. Reisen im DDR- Erholungswesen zwischen Freiheit und Kontrolle
4.1. Staatlich funktionalisierter Sozialtourismus
4.1.1. Politische Funktion und Organisation
4.1.2. Reiseformen und – Beschränkungen
4.2. Individual- und Campingreisen als Flucht- und Freiraum
4.1.1. Entstehung des Individual- und Campingreisens
4.1.2. Individualreisen und Campingreisen in der Honecker- Ära
4.1.3. Reisen in die sozialistischen Nachbarländer
4.3. Reisen in der Ungarischen Volksrepublik
4.3.1. Aufbau und Organisation des Aufenthalts
4.3.2. Einreisebestimmungen und Beschränkungen
4.3.3. Reiseorganisation und -Ziele
4.4. Die Staatssicherheit als Organ der Kontrolle
5. Widersprüche der Urlaubsrealität am Balaton gegenüber den staatlichen Vorstellungen anhand biographischer und staatlicher Einsichten
5.1. Staatliche Vorstellungen
5.1.1. Staatlich organisiertes Reisen am Balaton
5.1.2. Darstellungen des Balaton- Aufenthalts in der staatlichen Propaganda
5.1.2.1. Der Augenzeuge
5.1.3. Staatliche Vorgaben und Beschränkungen
5.2. Biographische und historiographische Hintergrundfakten zu den Quellen
5.2.1. Biographische und private Quellen
5.2.1.2. Wichtige biographische Erfassungsdaten
5.2.2. Mediale Darstellung als Beispiel der Fremdwahrnehmung
5.2.3. Staatliche Quellen
5.2.3.1.Staatssicherheitsakten
5.2.3.2. Spielfilme
5.2.4. Probleme und Möglichkeiten der Zugänge
5.3. Individuelle Freiräume
5.3.1. Individualreisen als freiheitliche Reiseform
5.3.2. Kulturelle Freiräume durch Ost- Ost und Ost- Westbegegnungen
5.3.2. Politische Freiräume
5.3.3. Kulturelle Freiräume
5.4. Darstellung der Situation in der ausländischen Presse
5.5. Die „Balaton- Brigade“ als staatliches Kontrollinstrument der Reisenden
5.5.1. Darstellungen in den Staatssicherheitsakten
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Freiheit und staatlicher Kontrolle im Tourismuswesen der DDR während der Honecker-Ära, mit einem speziellen Fokus auf Individual- und Campingreisen in die Ungarische Volksrepublik und die Balaton-Region. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie sich das durch staatliche Ideologie und Überwachung eingeschränkte Reisebedürfnis der DDR-Bürger entfaltete und inwiefern der Balaton als Ort der Begegnung und persönlicher Freiheit fungierte.
1.1. Motivation
„Die vielen Ostdeutschen, die über Jahrzehnte in Richtung Ungarn strömten, die tragen den Balaton in ihrem Herzen. Das ist schwer in Worte zu fassen. Ich glaube, dass die Mauer gefallen ist, das liegt auch ein bisschen am Glanz des Balatons.“
Mit diesen Worten eröffnet sich der Forschungsgegenstand der vorliegenden Arbeit. Die Entwicklungen in der DDR und Ungarischen Volksrepublik im wirtschaftspolitischen und gesellschaftspolitischen Kontext der Ära Honecker 1971- 1989 auch in Hinblick auf die touristischen Entwicklungen zu analysieren ist bislang nur ein wenig beleuchtetes Forschungsfeld. Dies scheint höchst verwunderlich, lag doch in den Rufen im Herbst 1989 nach Reisefreiheit eine große symbolische Strahlkraft, nachdem zuvor die ungarisch- österreichische Grenze geöffnet worden war und in der Folge die Mauer fiel.
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung des Tourismus in der Honecker-Ära als bisher wenig beachtetes Feld und definiert die Problemstellung sowie den zeitlichen Rahmen.
2. Aktueller Forschungsstand: Hier wird der vorhandene Stand der Tourismusforschung zur DDR und Ungarn kritisch aufgearbeitet und auf bestehende Forschungsdesiderate verwiesen.
3. Reisen im Rahmen der sozialistischen Verbrüderung zwischen DDR und Ungarn: Der theoretische und wirtschaftspolitische Rahmen der Beziehungen beider Länder im Kontext des Sozialtourismus wird hier analysiert.
4. Reisen im DDR- Erholungswesen zwischen Freiheit und Kontrolle: Dieses Kapitel behandelt die staatlich gelenkte Sozialpolitik sowie die Entwicklung des Individual- und Campingreisens als Antwort auf staatliche Restriktionen.
5. Widersprüche der Urlaubsrealität am Balaton gegenüber den staatlichen Vorstellungen anhand biographischer und staatlicher Einsichten: Ein tiefer Einblick in die Diskrepanz zwischen staatlicher Propaganda und individueller Erfahrung der Reisenden am Balaton.
6. Fazit: Eine zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse, die den Stellenwert des Reisens für die Legitimationskrise und das Ende der DDR hervorhebt.
DDR-Tourismus, Honecker-Ära, Balaton, Sozialtourismus, Individualreisen, Camping, Ungarische Volksrepublik, Staatssicherheit, Reisefreiheit, Freizeitgesellschaft, Ost-West-Begegnungen, SED-Herrschaft, DDR-Alltagsgeschichte, Systemtransformation, Reisebeschränkungen.
Die Arbeit analysiert die touristischen Entwicklungen der DDR-Bürger in der Honecker-Ära, insbesondere mit Blick auf Individual- und Campingreisen in die Ungarische Volksrepublik und an den Balaton.
Die zentralen Themen umfassen staatliche Sozialpolitik, individuelle Freiräume, die Rolle des Balatons als Sehnsuchtsort sowie die Überwachung durch die Staatssicherheit.
Das Ziel ist es, das komplexe Spannungsfeld zwischen der staatlich kontrollierten Tourismusideologie und den individuellen Entfaltungsmöglichkeiten der Reisenden aufzuzeigen.
Die Autorin kombiniert tourismushistorische Ansätze, eine kritische Quellenanalyse und die Auswertung individueller Zeugnisse, um ein ganzheitliches Bild zu zeichnen.
Der Hauptteil beleuchtet detailliert die wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Zusammenhänge, die Institutionen des Feriendienstes sowie die Wahrnehmung der Urlauber am Balaton.
DDR-Tourismus, Balaton, Individualreisen, Sozialtourismus, Reisefreiheit, Staatssicherheit und Konsumgesellschaft.
Der Balaton fungierte nicht nur als Urlaubsort, sondern als "Tor zum Westen" und als "kulturelles Laboratorium", in dem DDR-Bürger mit westlichen Lebensstilen und Menschen aus anderen Ländern in Kontakt kommen konnten.
Durch Beschränkungen beim Devisenumtausch, durch die Beobachtung durch die Staatssicherheit (z.B. die "Balaton-Beobachtungsbrigade") und durch den Versuch, Urlaubsreisen in den sozialistischen Rahmen einzubinden.
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