Masterarbeit, 2017
100 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Ausgangssituation
1.2. Zielsetzung
1.3. Forschungsfragen
1.4. Methodische Vorgehensweise
1.5. Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise bei der Literaturrecherche
2. Begriff der Schulden
2.1. Allgemein
2.2 Allgemeine Bewertungsgrundsätze
2.3. Abgrenzung und Definition im UGB Bilanzrecht
2.3.1. Allgemein
2.3.2. Rückstellungen
2.3.3. Verbindlichkeiten
2.4. Abgrenzung und Definition im IFRS Bilanzrecht
3. Die Bilanzierung der Schulden
3.1. Allgemein
3.2. Ansatz und Bewertung im UGB Bilanzrecht
3.2.1. Allgemein
3.2.2. Verbindlichkeiten
3.2.2.1. Allgemeines
3.2.2.2. Fremdwährungsverbindlichkeiten
3.2.2.3. Un- bzw. unterverzinste Verbindlichkeiten
3.2.2.4. Rentenverpflichtungen
3.2.3. Rückstellungen
3.2.3.1. Personalrückstellungen
3.2.3.2. Sonstige Rückstellungen
3.2.4. Neuerungen durch das RÄG 2014
3.3. Ansatz und Bewertung im IFRS Bilanzrecht
3.3.1. Allgemein
3.3.2. Verbindlichkeiten
3.3.2.1. Aktuelle Rechtslage IAS 39
3.3.2.2. Kommende Neuerungen IFRS 9
3.3.3. Rückstellungen
3.3.3.1. Die Vorschriften des IAS 37
3.3.3.2. Leistungen an ArbeitnehmerInnen IAS 19
4. Beantwortung der theoretischen Subforschungsfragen
5. Erhebung und Auswertung der empirischen Ergebnisse
5.1. Allgemein
5.2. Forschungsdesign
5.3. Empirische Erhebungs- und Analysemethode
5.4. Darlegung der Erkenntnisse aus der empirischen Forschung
5.4.1. Kategorie 1: Bewertungsverfahren bei Personalrückstellungen
5.4.2. Kategorie 2: Zinssätze bei Personalrückstellungen
5.4.3. Kategorie 3: langfristige Rückstellungen im UGB
5.4.4. Kategorie 4: Schulden IFRS vs. UGB
5.4.5. Kategorie 5: Rückstellungen IFRS vs. UGB
6. Beantwortung der empirischen Subforschungsfragen
7. Conclusio und Ausblick
7.1. Beantwortung der Hauptforschungsfrage
7.2. Conclusio
7.3. Ausblick
7.4. Limitationen
Die Masterarbeit untersucht die Auswirkungen des Rechnungslegungsänderungsgesetzes 2014 (RÄG 2014) auf die Bewertung von Schulden im österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) im Vergleich zu den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), um Unterschiede, Gemeinsamkeiten und bilanzpolitische Spielräume zu identifizieren.
1.1. Problemstellung und Ausgangssituation
Mit dem RÄG 2014 wurde primär die Richtlinie 2013/34/EU des Europäischen Parlaments umgesetzt, die eine Harmonisierung der Bilanzierungsvorschriften in den einzelnen Mitgliedstaaten zum Ziel hatte (vgl. Steiner/Webernig 2015, S. III). Zwecks angestrebter Modernisierung der Bilanzierungsvorschriften erfolgte im Zuge der Umsetzung der Richtlinie 2013/34/EU eine Annäherung an die internationale Rechnungslegung (IAS/IFRS) und eine Harmonisierung mit den steuerrechtlichen Vorschriften (vgl. Dokalik 2015, S. 6). Diese Umsetzung hatte eine der umfassendsten Novellierungen der Rechnungslegungsvorschriften seit dem EU-GesRÄG 1996 zur Folge (vgl. Dokalik/Hirscher 2015, S. 1).
Das RÄG 2014, welches mit 20.07.2015 in Kraft trat und erstmals für die Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, anzuwenden ist, brachte bedeutende Neuerungen der Bewertungsansätze für Schulden. Während § 198 UGB die konkreten Passivierungsvorschriften normiert, ist die Bewertung der Schulden weiterhin im § 211 UGB geregelt. Vor dem RÄG 2014 erfolgte der Wertansatz der Verbindlichkeiten mit dem Rückzahlungsbetrag und jener der Rückstellungen mit einem auf „vernünftiger unternehmerischer Beurteilung“ basierenden Betrag (vgl. UGB § 211 Abs. 1, idF vor dem RÄG 2014). Nach § 211 Abs. 1 UGB idF des RÄG 2014 sind Verbindlichkeiten als auch Rückstellungen mit dem „Erfüllungsbetrag“ zu bewerten. Der Begriff „Erfüllungsbetrag“ stellt im Wortlaut bereits klar, dass jener Wert anzusetzen ist, der im Zuge der Erfüllung zu leisten sein wird. Demnach sind nicht nur Geldleistungsverpflichtungen, sondern auch Sachleistungs- und Sachwertverpflichtungen davon betroffen. Auch beinhaltet der Wertansatz zukünftige Preis- und Kostensteigerungen. (vgl. Kozikowski/Schubert 1999, Rz 51)
Eine weitere wesentliche Neuerung normiert § 211 Abs. 2 UGB, der die Abzinsung langfristiger Rückstellungen fordert, wobei gemäß Erläuterungen zum RÄG 2014 ein Wahlrecht zwischen dem Durchschnittszinssatz nach § 9 Abs. 5 EStG und den deutschen Kundmachungen der Rechtsordnung nach § 253 Abs. 2 vierter Satz dHGB besteht (vgl. ErläutRV 367 BlgNR 25.GP, 8).
1. Einleitung: Diese Einleitung definiert die Problemstellung durch das RÄG 2014, legt die Zielsetzung sowie die Forschungsfragen fest und beschreibt die gewählte methodische Vorgehensweise.
2. Begriff der Schulden: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und die Abgrenzung von Schulden, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowohl nach dem UGB als auch nach den IFRS.
3. Die Bilanzierung der Schulden: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Verbindlichkeiten und Rückstellungen unter Berücksichtigung des UGB und der IFRS-Standards.
4. Beantwortung der theoretischen Subforschungsfragen: Hier werden die aus der Literatur gewonnenen Erkenntnisse genutzt, um die theoretischen Forschungsfragen zu den Änderungen durch das RÄG 2014 und den bilanzpolitischen Spielräumen zu beantworten.
5. Erhebung und Auswertung der empirischen Ergebnisse: Dieses Kapitel beschreibt das Forschungsdesign der Experteninterviews und wertet die gewonnenen Erkenntnisse mittels qualitativer Inhaltsanalyse aus.
6. Beantwortung der empirischen Subforschungsfragen: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Expertenbefragungen zusammengefasst, um die empirischen Forschungsfragen gezielt zu beantworten.
7. Conclusio und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Ergebnisse der gesamten Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sowie die Limitationen der Studie.
RÄG 2014, Schuldenbewertung, UGB, IFRS, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erfüllungsbetrag, Abzinsung, Rechnungslegung, Bilanzpolitik, Personalrückstellungen, IAS 37, IAS 39, IFRS 9, Höchstwertprinzip.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Bewertung von Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) durch das RÄG 2014 im österreichischen UGB verändert hat und wie diese Bestimmungen im Vergleich zu den internationalen IFRS-Standards einzuordnen sind.
Die zentralen Themen sind die Definition des Begriffs „Erfüllungsbetrag“, die Abzinsung langfristiger Verpflichtungen, die Bewertung von Personalrückstellungen sowie die Unterschiede in den Bilanzierungsphilosophien (Vorsichtsprinzip vs. Fair Presentation).
Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen UGB und IFRS bei der Schuldenbewertung aufzuzeigen und zu analysieren, welche bilanzpolitischen Spielräume für Unternehmen durch die gesetzlichen Änderungen entstanden sind.
Es wurde eine Kombination aus literaturgestützter theoretischer Analyse und einem empirischen Teil in Form von qualitativen Experteninterviews mit dreizehn Fachleuten aus dem Rechnungswesen gewählt.
Der Hauptteil befasst sich ausführlich mit der Bilanzierung von Verbindlichkeiten (inkl. Fremdwährung und Verzinsung) sowie verschiedenen Kategorien von Rückstellungen und deren Bewertungsmethoden unter Einbeziehung aktueller Standards wie IAS 37, IAS 19, IAS 39 und IFRS 9.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie RÄG 2014, Schuldenbewertung, UGB, IFRS, Erfüllungsbetrag, Abzinsung und Bilanzpolitik charakterisieren.
Die Abzinsung ist ein zentraler Aspekt, da das RÄG 2014 die Abzinsung langfristiger Rückstellungen zur Pflicht macht und damit Wahlmöglichkeiten bei der Wahl des Zinssatzes (z.B. EStG-Satz vs. dHGB-Marktzinssatz) eröffnet, was wiederum bilanzpolitische Spielräume schafft.
Die Experten sind geteilter Meinung: Während das IFRS als marktnaher und getreuer empfunden wird, schätzen viele den Gläubigerschutz und die Stabilität des UGB, besonders für kleinere Unternehmen, die die Komplexität der internationalen Rechnungslegung vermeiden wollen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

