Magisterarbeit, 2003
106 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Gegenstand, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.2. Begriffsdefinitionen
1.2.1. Organisation
1.2.2. Kultur
2. Theoretische Vorbetrachtungen zum Thema
2.1. Soziologische Fragestellungen und kulturvergleichende Forschung am Beispiel der Entwicklung in Großbritannien
2.2. Universalismus versus Kulturalismus oder die „culture-free“- versus die „culture-bound“-These in der kulturvergleichenden Managementforschung
2.3. Organisation und Kultur bei Geert Hofstede
2.3.1. Kultur als mentale Programmierung
2.3.2. Symbole, Helden, Rituale und Werte
2.3.3. Kulturelle Unterschiede hinsichtlich Religion, Geschlecht, Generation und Klasse
2.3.4. Die Dimensionen nationaler Kulturen
2.3.4.1. Machtdistanz
2.3.4.2. Kollektivismus gegenüber Individualismus
2.3.4.3. Femininität gegenüber Maskulinität
2.3.4.4. Unsicherheitsvermeidung
2.3.5. Vergleich von Deutschland und den USA anhand von Hofstedes Dimensionen
2.3.5.1. Vergleich der Machtdistanz
2.3.5.2. Vergleich Kollektivismus gegenüber Individualismus
2.3.5.3. Vergleich Femininität gegenüber Maskulinität
2.3.5.4. Vergleich der Unsicherheitsvermeidung
2.4. Organisationskultur und nationale Kultur
2.5. Zusammenfassung und Hypothesen
3. Methodische Vorgehensweise bei der qualitativen Studie zum Führungsverhalten deutscher und amerikanischer Führungskräfte bei zwei multinationalen Unternehmen
3.1. Der qualitative Ansatz
3.2. Die Methode: Das fokussierte Interview
3.3. Auswahl der Untersuchungsobjekte
3.3.1. Die Unternehmen
3.3.2. Die Interviewpartner
3.4. Aufbau des teilstandardisierten Leitfadeninterviews
3.4.1. Einleitung
3.4.2. Werte: Kollektivismus gegenüber Individualismus
3.4.3. Werte: Schwache gegenüber starker Unsicherheitsvermeidung
3.4.4. Unternehmensleitlinien
3.4.5. Persönlicher Führungsstil
3.4.5.1. Autorität
3.4.5.2. Kontrolle
3.4.5.3. Macht
3.4.5.4. Information
3.4.5.5. Anerkennung
3.4.5.6. Delegation
3.4.5.7. Konflikte
3.4.6. Bedürfnisse der MitarbeiterInnen
3.4.7. Amerikanische beziehungsweise deutsche Manager
4. Auswertung der qualitativen Studie zum Führungsverhalten deutscher und amerikanischer Führungskräfte
4.1. Die qualitative Inhaltsanalyse
4.2. Materialorientierte Bildung der Dimensionen und des Kategoriensystems
4.3. Deskriptive Zusammenfassung der Interviews nach den Dimensionen
4.3.1. Interview A2
4.3.2. Interview A4
4.3.3. Interview E1
4.3.4. Interview E4
5. Ergebnisse der qualitativen Studie zum Führungsverhalten deutscher und amerikanischer Führungskräfte
5.1. Ergebnisse der einführenden Blöcke zu den Werten „Kollektivismus gegenüber Individualismus“ und „Schwache gegenüber starker Unsicherheitsvermeidung“
5.2. Ergebnisse der Abschlussfrage zu amerikanischen beziehungsweise deutschen Managern
5.3. Zusammenfassende Analyse der Interviews unter Bezugnahme auf die theoretischen Vorannahmen
5.3.1. Unternehmen A: Interview A2 und A4
5.3.2. Unternehmen E: Interview E1 und E4
Die vorliegende Magisterarbeit untersucht auf Basis einer qualitativen Studie interkulturelle Unterschiede im Führungsverhalten von Managern in Deutschland und den USA, wobei insbesondere der Einfluss von nationaler Kultur im Vergleich zur Unternehmenskultur analysiert wird.
1.1. Gegenstand, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
Ist es wahr, dass – wie es in einem Praxishandbuch für Manager von Patrick LeMont Schmidt¹ zusammengefasst wird – die Deutschen Angestellten im Gegensatz zu amerikanischen Angestellten eher aufgabenorientiert als ergebnisorientiert sind, eher auf Probleme eingehen als die Initiative zu ergreifen, mehr auf lange Sicht denken und langfristige Geschäftsbeziehungen anstreben, die Verantwortung eher teilen und konsensorientierter sind? Wenn es diese Unterschiede zwischen den Angestellten gibt, müssten sich dann nicht auch die Führungskräfte im Umgang mit ihren MitarbeiterInnen in Deutschland anders verhalten, als in den USA? Deutsche und amerikanische Führungskräfte selbst sehen durchaus Unterschiede im Verhalten ihrer Kollegen im jeweils anderen Land.²
Gegenstand dieser Magisterarbeit ist nun die Frage, ob es Unterschiede im Führungsverhalten zwischen deutschen und amerikanischen³ Führungskräften gibt. Im Verlauf meines Studiums habe ich mich schon für eine Hausarbeit anhand einer Studie von John Child und Alfred Kieser (1981) mit dem Vergleich von deutschen und britischen Unternehmen beschäftigt. In dieser Magisterarbeit möchte ich Deutschland und die USA vergleichen, speziell in Bezug auf die Mitarbeiterführung. Die USA habe ich zum einen wegen persönlichem Interesse am Land gewählt, zum anderen aufgrund vorhandener Kontakte zu Niederlassungen eines deutschen und eines amerikanischen Unternehmens in Deutschland und den USA. Das Thema an sich halte ich für sehr interessant, da es mir bei den steigenden Globalisierungstendenzen wichtig erscheint, sich möglicher Auswirkungen des kulturellen Umfeldes auf ein Unternehmen bewusst zu sein. Ein falsches oder mangelndes Bewusstsein des Zusammenhangs von Organisation und Kultur kann entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens sein.
1. Einleitung: Definiert das Thema, die Forschungsfrage und begründet die methodische Relevanz des interkulturellen Vergleichs für multinationale Unternehmen.
2. Theoretische Vorbetrachtungen zum Thema: Erläutert die theoretischen Ansätze der kulturvergleichenden Forschung, insbesondere Hofstedes Dimensionenmodell und die Bedeutung von nationaler Kultur gegenüber Organisationskultur.
3. Methodische Vorgehensweise bei der qualitativen Studie zum Führungsverhalten deutscher und amerikanischer Führungskräfte bei zwei multinationalen Unternehmen: Beschreibt den qualitativen Ansatz, die Auswahl der Untersuchungsobjekte und den Aufbau des teilstandardisierten Leitfadeninterviews.
4. Auswertung der qualitativen Studie zum Führungsverhalten deutscher und amerikanischer Führungskräfte: Stellt die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring dar und bietet eine deskriptive Zusammenfassung ausgewählter Interviews.
5. Ergebnisse der qualitativen Studie zum Führungsverhalten deutscher und amerikanischer Führungskräfte: Präsentiert die empirischen Befunde zu den Werten und Führungsstilen sowie eine zusammenfassende Analyse unter Einbeziehung der theoretischen Vorannahmen.
6. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Relevanz des „culture-bound“-Ansatzes sowie das Zusammenspiel von nationaler Kultur und Unternehmenskultur.
Interkulturelle Forschung, Führungsverhalten, Geert Hofstede, Deutschland, USA, Unternehmenskultur, Nationale Kultur, Qualitative Studie, Managementforschung, Individualismus, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Mitarbeiterführung, Organisationssoziologie, Leitfadeninterviews.
Die Arbeit untersucht, ob und wie sich das Führungsverhalten von Managern in Deutschland und den USA unterscheidet und welchen Einfluss die jeweilige nationale Kultur darauf hat.
Die Schwerpunkte liegen auf den Dimensionen nach Geert Hofstede, der Rolle von Unternehmensleitlinien und dem tatsächlichen Führungsalltag in multinationalen Konzernen.
Die zentrale Frage ist, inwieweit Unterschiede im Führungsverhalten zwischen deutschen und amerikanischen Führungskräften bestehen und ob diese Unterschiede primär national geprägt sind oder durch eine übergreifende Unternehmenskultur nivelliert werden.
Es handelt sich um eine qualitative Studie. Als Methode wurde das fokussierte, teilstandardisierte Leitfadeninterview gewählt, um detaillierte Einblicke in die Führungspraxis zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Herleitung und die detaillierte Auswertung der Interviews, bei der die Aussagen der Führungskräfte kategorisiert und analysiert werden.
Zentrale Begriffe sind interkultureller Vergleich, Führungspraxis, nationale Kultur, Unternehmenskultur und die spezifischen Dimensionen von Hofstede.
Die Studie deutet darauf hin, dass US-amerikanische Führungskräfte einen höheren Individualismusgrad aufweisen, während deutsche Manager ein stärkeres Bedürfnis nach Unsicherheitsvermeidung und Struktur zeigen.
Alle befragten Führungskräfte messen den Unternehmensleitlinien einen hohen Stellenwert bei, was darauf hindeutet, dass die Unternehmenskultur als starker Einflussfaktor fungiert, der nationale Unterschiede in gewissem Maße überlagert.
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