Bachelorarbeit, 2017
46 Seiten, Note: 1,0
Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der reflexiven Modernisierung auf die Soziale Arbeit, insbesondere auf die Heimerziehung. Ziel ist es, die Entwicklungen einer fortschreitenden reflexiven Moderne auf die Heimerziehung zu übertragen und die Auswirkungen dieser Veränderungen auf das Leben von Heimkindern zu analysieren.
Das erste Kapitel stellt die Theorien Ulrich Becks zur reflexiven Modernisierung vor. Es werden die Folgen der Globalisierung und Individualisierung für Menschen in der heutigen Gesellschaft sowie der Verlust von Basisselbstverständlichkeiten der industriellen Moderne beleuchtet. Das zweite Kapitel erweitert die Gedanken Becks durch die des britischen Soziologen Anthony Giddens, der die diskontinuierliche Entwicklung sozialer Ordnungen als Ursache für Unsicherheit und Komplexität in unserem Leben verantwortlich macht. Das dritte Kapitel stellt die von Giddens herausgestellten Entbettungsmechanismen und die Theorie der Reflexivität der Moderne dar. Im vierten Kapitel wird die Situation von Heimkindern in Heimen sowie Aspekte gelingender Heimerziehung beleuchtet. Das fünfte Kapitel analysiert die Überschneidungspunkte zwischen den Aspekten der reflexiven Modernisierung und der Sozialen Arbeit, insbesondere der Heimerziehung, wobei die Entbettungsmechanismen, der technische Fortschritt und die Individualisierungsprozesse im Fokus stehen. Das sechste Kapitel gibt einen Ausblick für die stationäre Erziehungshilfe.
Reflexive Modernisierung, Heimerziehung, Entbettung, Individualisierung, Risikogesellschaft, Soziale Arbeit, technische Fortschritte, stationäre Erziehungshilfe, Expertensysteme, Ganztagsschulen, Forschungsdefizit, Gesetzgebung.
Er bezieht sich auf die Theorie von Giddens, nach der Individuen in der Moderne aus traditionellen Sicherheiten gelöst werden, was für Heimkinder durch den Verlust des familiären Umfelds und die Einbettung in Expertensysteme doppelt gilt.
Ihre Theorien zur „reflexiven Modernisierung“ und zur „Risikogesellschaft“ bilden das soziologische Fundament, um den Wandel der Sozialen Arbeit und der Heimerziehung zu analysieren.
Heimkinder müssen in einer komplexen Welt eigene Lösungswege finden, da traditionelle Biographien zerbrechen, was neue Anforderungen an die pädagogische Begleitung stellt.
Das Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz (KICK) brachte rechtliche Veränderungen, die den Schutz und die Förderung in der stationären Erziehungshilfe modernisieren sollten.
Expertensysteme übernehmen Funktionen, die früher durch Traditionen geregelt waren, führen aber auch zu einer neuen Form der Abhängigkeit und Entfremdung für die Betroffenen.
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