Wissenschaftliche Studie, 2004
53 Seiten, Note: 2,0
2 Einleitung
3 Theoretischer Teil
3.1 Darstellung des Forschungsstandes
3.1.1 Theorien und aktuelle Forschung zu Motivation und Leistung
3.1.2 Theorien und aktuelle Forschung zum Einfluss der Transzendierung auf Motivation und Leistung
3.1.3 Theorien und aktuelle Forschung zur attraktiveren Alternative
3.1.4 Beschreibung der Vorgängerstudie
3.2 Hypothesen
3.2.1 Zusammenhang von Motivation und Leistung
3.2.2 Einfluss der Transzendierung auf die Motivation
3.2.3 Einfluss der Transzendierung auf die Leistung
3.2.4 Einfluss der Transzendierung auf die Bearbeitung der attraktiveren Alternative (Witze bewerten)
3.3 Zu untersuchende Variablen
3.4 Begriffsdefinitionen
3.4.1 Motivation
3.4.2 Leistung
3.4.3 Transzendierung
4 Ergebnisse
4.1 Darstellung der Messinstrumente
4.2 Datenauswertung
4.2.1 Der Zusammenhang zwischen Motivation und Leistung
4.2.2 Der Einfluss der Transzendierung auf die Motivation
4.2.3 Der Einfluss der Transzendierung auf die Leistung
4.2.4 Der Einfluss der Transzendierung auf die Bearbeitung der attraktiveren Alternative
Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht, wie sich die „Transzendierung“ (die Einbettung einer Aufgabe in eine sinngebende Rahmenhandlung) auf die Motivation und Leistung bei einer als langweilig empfundenen Daueraufmerksamkeitsaufgabe auswirkt, wenn gleichzeitig eine attraktive Handlungsalternative vorhanden ist.
2 Einleitung
Jede Handlung, die Personen ausführen, kann auf verschiedenen Abstraktionsebenen gesehen werden (Vallacher und Wegner, 1985, 1987). So kann man die Vorbereitungen auf Weihnachten als einfache Handlungsabläufe wie Weihnachtsbaum schmücken, Geschenke kaufen und Essen vorbereiten, was für sich genommen vielleicht sogar lästige Handlungen sind, betrachten oder aber diese Dinge in einen größeren Sinnzusammenhang setzen und zusammenfassend als „weihnachtliche Vorbereitungen“, die in einem schönen, gemütlichen Abend münden sollten, sehen. Die zweite Betrachtungsart wird wahrscheinlich als wesentlich angenehmer empfunden und dies kann durchaus zur Folge haben, dass jemandem die Handlungen erstens mehr Spaß machen und zweitens, sie auch mit mehr Sorgfalt durchgeführt werden.
Nach der action-identification-theory von Vallacher und Wegner (1985) ist demnach davon auszugehen, dass Handlungen, die auf einem höheren Level der Abstraktion stattfinden, also in einem größeren Sinnzusammenhang stehen oder bei denen Situationen sogar umdefiniert werden, für die jeweilige Person motivationsfördernd wirken. Nach Weinert (2001) hängen wiederum „Motivation… sowie ein hohes Niveau der (Lern-)Leistungen“ eng miteinander zusammen. Man kann also sagen, dass eine erhöhte Motivation auch bessere Leistungen zur Folge haben sollte.
2 Einleitung: Die Einleitung führt in die Theorie der Handlungsidentifikation ein und erläutert, wie durch Umdeutung von Handlungen in einen größeren Sinnzusammenhang (Transzendierung) Motivation und Leistungsfähigkeit gesteigert werden können.
3 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit durch einen Überblick über bestehende Studien zu Motivation, Leistung und dem Einfluss von motivationalen Handlungsalternativen, woraus die zentralen Hypothesen abgeleitet werden.
4 Ergebnisse: Hier werden die empirischen Daten der experimentellen Studie vorgestellt, statistisch ausgewertet und im Hinblick auf die formulierten Hypothesen bezüglich Motivation und Leistung analysiert.
Transzendierung, Motivation, Leistung, Lernmotivation, Action-Identification-Theory, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, motivationale Konflikte, Handlungsalternative, Aufgabenanreiz, Daueraufmerksamkeitsaufgabe, Selbstbestimmungstheorie, empirische Forschung, Versuchsdesign, Leistungssteigerung
Die Arbeit untersucht, ob langweilige Aufgaben durch eine Einbettung in einen interessanten Rahmen (Transzendierung) für Probanden attraktiver gestaltet werden können, um so deren Motivation und Konzentrationsleistung zu erhöhen.
Im Fokus stehen die Action-Identification-Theory, Theorien zur Lernmotivation, der Einfluss von motivationalen Konflikten sowie die Auswirkungen von "Cover-Stories" auf die Arbeitsqualität.
Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob eine Transzendierung der Aufgabe die negativen Effekte einer gleichzeitig verfügbaren, attraktiveren Handlungsalternative abmildern und die Leistung stabilisieren kann.
Es handelt sich um ein einfaktorielles Experiment mit einem 2x2 Versuchsdesign, bei dem Probanden in verschiedene Gruppen (vorgegebene vs. selbstgenerierte Transzendierung vs. Kontrollgruppe) eingeteilt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte theoretische Herleitung der Hypothesen sowie eine umfangreiche statistische Datenauswertung inklusive Varianzanalysen und t-Tests zu Motivation und Leistung.
Die wichtigsten Begriffe sind Transzendierung, Motivation, Leistung, motivationale Konflikte und Handlungsalternativen.
Diese Elemente dienten als experimentelles Mittel, um die abstrakte, potenziell langweilige Hauptaufgabe in einen kontextuellen Rahmen zu setzen, der die Intrinsik der Probanden ansprechen sollte.
Die Ergebnisse zeigen teilweise Bestätigungen, insbesondere im Bereich der extrinsischen Motivation, während bei anderen Konstrukten wie der Leistung die erwarteten Effekte nicht durchgängig statistisch signifikant nachweisbar waren.
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