Masterarbeit, 2016
148 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Definition und theoretische Grundlagen zu Vermögenspreisblasen
2.1. Vermögenspreisblasen als wiederkehrende Phänomene der Finanzmärkte
2.1.1. Historische Finanzkrisen
2.1.2. Aufbau von Finanzkrisen
2.1.3. Preisblasen als Merkmal von Finanzkrisen
2.2. Charakteristika von Preisblasen
2.2.1. Begriffsdefinition Preisblase
2.2.2. Sichtweisen auf Preisblasen
2.2.3. Kritische Abgrenzung der Begriffsdefinition
3. Preisblasen auf Immobilienmärkten
3.1. Immobilien und ihr Markt
3.1.1. Immobilienmärkte im Kontext der Volkswirtschaftslehre
3.1.2. Segmentierung in Teilmärkte
3.1.3. Besonderheiten des Wohnimmobilienmarktes
3.2. Charakteristika von Preisblasen auf Immobilienmärkten
3.2.1. Lange Dauer
3.2.2. Moderate Preisrückgänge
3.2.3. Lokalität
3.3. Erklärungsansätze für das Entstehen von Preisblasen auf Immobilienmärkten
3.3.1. Makroökonomische Sichtweise
3.3.2. Verhaltensbasierte Ansätze
3.3.3. Institutionelle Erklärungsansätze
3.4. Auswirkungen von Preisblasen auf Volkswirtschaften
3.4.1. Kurzfristige Effekte
3.4.2. Langfristige Auswirkungen
3.4.3. Aktuelle Marktindikatoren einer möglichen Preisblasenbildung
4. Empirische Ansätze zur Erkennung von Preisblasen
4.1. Indikatorenanalyse
4.1.1. Inflation
4.1.2. Zinsniveau
4.1.3. Hypothekenkreditvolumen
4.2. Kennzahlenanalyse
4.2.1. Price-Rent-Ratio
4.2.2. Price-Income-Ratio
4.2.3. Price-Production-Cost-Ratio
5. Empirische Analyse des deutschen Wohnimmobilienmarktes anhand des Verfahrens nach Diba und Grossman
5.1. Theoretische Einführung
5.2. Methodische Vorbereitung
5.3. Datenbasis und Aufbereitung der Daten
5.4. Auswertung der Datenbasis
5.5. Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Fazit
6.1. Zielerreichung
6.2. Perspektiven
Die Arbeit untersucht das in der deutschen Öffentlichkeit intensiv diskutierte Phänomen einer potenziellen Blasenbildung am Wohnimmobilienmarkt. Ziel ist es, durch eine fundierte empirische Analyse zu klären, ob sich eine solche Blasenbildung anhand gängiger ökonomischer Verfahren empirisch belegen lässt.
2.1. Vermögenspreisblasen als wiederkehrende Phänomene der Finanzmärkte
Kapitel zwei beschäftigt sich explizit mit den definitorischen Ansätzen sowie theoretischen Hintergründen zur Thematik dieser Arbeit. Mit seinen detaillierten Informationen dient es dazu, ein gesamtheitliches Bild der Grundlagen zu vermitteln, um so die Basis für das spätere Verständnis der durchzuführenden Analysen zu schaffen. Das Kapitel gliedert sich dabei in zwei Abschnitte. Hierbei liefert der erste Teil die Hintergründe zum Phänomen Vermögenspreisblase, in Form von Historie, Aufbau und Merkmalen und der zweite Teil die Charakteristika, bestehend aus der begrifflichen Definition, den verschiedenen Sichtweisen auf Preisblasen sowie der kritischen definitorischen Abgrenzung der Begriffsdefinition unter dem Titel dieser Arbeit.
Seit dem Entstehen der ersten institutionellen Finanzmärkte, waren diese stets begleitet von wiederkehrenden spekulativen Exzessen als auch Krisen. Das wohl bekannteste und ursprünglichste Beispiel eines spekulativen Exzesses stellt dabei die niederländische Tulpenhausse oder auch Tulipmania ab dem Jahr 1636 dar. Sie gilt als die erste Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte. Hintergrund dieser, durch eine kollektive Massenhysterie ausgelösten Preisblase, war eine immer größer werdende Anzahl von unerfahrenen und naiven Markteilnehmern bei einem, relativ gesehen, geringen Angebot an Tulpenzwiebeln.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle mediale Debatte über eine Immobilienblase in Deutschland und definiert das Ziel der Master-Thesis, den Markt wissenschaftlich auf eine mögliche Blasenbildung zu untersuchen.
2. Definition und theoretische Grundlagen zu Vermögenspreisblasen: Dieses Kapitel erläutert historische Finanzkrisen und verschiedene wissenschaftliche Sichtweisen (charttechnisch, verhaltensbasiert, fundamental) auf Preisblasen, um eine präzise Definition für die weitere Analyse zu finden.
3. Preisblasen auf Immobilienmärkten: Es werden die spezifischen Charakteristika von Immobilienmärkten, Erklärungsansätze für Blasenbildungen und die Auswirkungen solcher Phänomene auf die Volkswirtschaft analysiert.
4. Empirische Ansätze zur Erkennung von Preisblasen: Hier werden Indikatoren wie Inflation und Zinsen sowie Kennzahlen wie das Price-Rent-Ratio zur Bewertung des Marktgeschehens herangezogen.
5. Empirische Analyse des deutschen Wohnimmobilienmarktes anhand des Verfahrens nach Diba und Grossman: Die Arbeit führt eine Kointegrationsanalyse durch, um die Langfristbeziehung zwischen Hauspreisen und fundamentalen Faktoren mathematisch zu prüfen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und kommt zu dem Schluss, dass auf Basis der angewandten Methoden keine Bestätigung für eine Preisblase am deutschen Wohnimmobilienmarkt vorliegt.
Immobilienmarkt, Preisblase, Vermögenspreisblasen, Wohnimmobilien, Kointegrationsanalyse, Finanzkrise, Preis-Rent-Ratio, Price-Income-Ratio, Spekulation, Marktindikatoren, fundamentale Bewertung, Immobilienfinanzierung, Eigenkapital, Hauspreisindex, Kapitalanlage.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob der deutsche Wohnimmobilienmarkt Anzeichen einer spekulativen Blasenbildung aufweist, was aufgrund stark steigender Preise medial häufig diskutiert wird.
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen von Preisblasen, spezifische Charakteristika des Immobilienmarktes sowie verschiedene empirische Methoden zur Erkennung von Marktüberhitzungen ab.
Ziel ist es, den deutschen Wohnimmobilienmarkt empirisch zu untersuchen und festzustellen, ob die aktuellen Preisentwicklungen fundamental gerechtfertigt sind oder eine spekulative Blase darstellen.
Es kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz: eine Indikatorenanalyse, eine Kennzahlenanalyse (Verhältnis von Preisen zu Mieten/Einkommen/Baukosten) sowie das statistische Kointegrationsmodell nach Diba und Grossman.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Analyse der Immobilienmarktspezifika und die Anwendung empirischer Testverfahren auf deutsche Marktdaten.
Zentrale Begriffe sind Immobilienmarkt, Preisblase, Kointegrationsanalyse, Spekulation, fundamentale Bewertung und Immobilienfinanzierung.
Nein, die durchgeführten Analysen (sowohl Kennzahlen als auch das Kointegrationsmodell) bestätigen keine Preisblasenbildung im untersuchten Zeitraum bis Q2 2016.
Die Arbeit deutet an, dass die Richtlinie die Kreditvergabe restriktiver macht, was zu einer systembedingten Reduzierung der Preisentwicklungen führen könnte.
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