Magisterarbeit, 2004
99 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Der Kulturbegriff und die geschichtliche Entwicklung Auswärtiger Kulturpolitik in Deutschland
2.1 Was ist Kultur? Der Versuch einer Definition
2.2 Der Begriff der Kulturpolitik
2.3 Die geschichtliche Entwicklung Auswärtiger Kulturpolitik in Deutschland
2.4 Die Rolle der Mittlerorganisationen in Deutschland
3. Geschichte, Organisationsstruktur und Zielsetzung des Goethe-Instituts
3.1 Fusion von Goethe-Institut und Inter Nationes
3.2 Organisationsstruktur des Instituts
3.3 Der Rahmenvertrag zwischen AA und GI
3.4 Leitlinien für die Arbeit des GIs im Ausland
3.4.1 Leitlinien für die Programmarbeit
3.4.2 Leitlinien für die Bibliotheksarbeit
3.4.3 Leitlinien für die Spracharbeit
3.5 Finanzierung des GIs
3.6 Institute weltweit und deren Sprachprogramme
4. Das Goethe-Institut in Dakar
4.1 Die demographische und politisch-kulturelle Situation im Senegal
4.2 Aufbau und Organisation des GIs Dakar
4.3 Aufgaben und Programm des GIs Dakar (von November 2002 – März 2003)
4.4 Detaillierte Betrachtungen der Projekte ‚Herzliche Grüße’, ‚Europäisches Filmfestival’ und ‚intrAfrika+’
4.4.1 Die Ausstellung ‚Herzliche Grüße’
4.4.2 Das ‚Europäische Filmfestival’
4.4.3 Der experimentelle Workshop ‚intrAfrika+’
4.5 Anspruch und Wirklichkeit– der Institutsalltag in Bezug auf die Leitlinien für kulturelle Auslandsarbeit
4.6 Der entwicklungspolitische Aspekt der Kulturarbeit des GIs im Ausland
4.7 Das Prinzip des ‚Geben und Nehmens’ in der Kulturarbeit des GIs Dakar und sein Verhältnis zur Elite
5. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht die Effektivität und den entwicklungspolitischen Charakter der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik am Beispiel der Praxis des Goethe-Instituts Dakar. Dabei steht die Forschungsfrage im Zentrum, inwieweit das Institut den Anspruch eines „Gebens und Nehmens“ im Kulturaustausch mit einem Entwicklungsland erfüllen kann und wie sich hierbei die Spannungsfelder zwischen theoretischen Leitlinien und dem tatsächlichen Institutsalltag gestalten.
4.4.1 Die Ausstellung ‚Herzliche Grüße’
‚Herzliche Grüße- Deutsch entdecken in einer Ausstellung über die deutsche Sprache’ ist eine Wanderausstellung, die weltweit in den GIen zu sehen war und die nach vierjähriger Vorbereitungsphase zum Auftakt des Europäischen Jahres der Sprachen 2001 auf den Weg gebracht wurde.
In der deutschen Presse stieß die Ausstellung auf durchweg positive Resonanz:
„Der Ausstellung, die sich übrigens nicht zu einer Behauptung versteigt, Deutsch sei leicht zu lernen, gelingt das rare Kunststück, ohne Substanzverlust ein heiteres Bild der deutschen Sprache zu vermitteln. (FAZ)
Die Ausstellung bringt das Kunststück zusammen, Wege zum Verständnis des Deutschen zu weisen [...]. Die Wege dieser Ausstellung verlaufen weitab von jenen voller didaktischer und methodischer Staubigkeit [...]. (Süddeutsche Zeitung)“
Die Ausstellung, die für alle Altersgruppen konzipiert ist, versucht, multimedial die deutsche Sprache sichtbar, hörbar und erlebbar zu machen. Aufgrund der Vielseitigkeit der Ausstellung (Videoeinspielungen, begehbare Installationen, interaktive Ausstellungselemente, etc.) wird auch BesucherInnen, die kein Deutsch sprechen, auf interessante Art und Weise Lust darauf gemacht, mehr über das Deutsche – nicht nur als Sprache – zu erfahren.
Die Ausstellung besteht aus sieben so genannten „Erfahrungsräumen“, die sich ganz unterschiedlich mit der deutschen Sprache beschäftigen: das Blaue Haus (Deutsch verstehen), das Rote Haus (Deutsch fühlen), das Gelbe Haus (Deutsch begreifen), Deutschlandbilder (Landeskundliche Informationen), Übrigenswelle (Unterhaltsames), Klangschnecke (Klangreise) und Spielinsel (Tafel mit Kreuzworträtsel).
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem „Geben und Nehmen“ in der Auswärtigen Kulturpolitik und definiert die untersuchten Tätigkeitsfelder im Kontext des Goethe-Instituts Dakar.
2. Der Kulturbegriff und die geschichtliche Entwicklung Auswärtiger Kulturpolitik in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Kulturbegriff und die historische Evolution der deutschen auswärtigen Kulturpolitik sowie die Rolle der beteiligten Mittlerorganisationen.
3. Geschichte, Organisationsstruktur und Zielsetzung des Goethe-Instituts: Hier wird der organisatorische Rahmen des Instituts, inklusive Fusionen, Finanzierung und den offiziellen Leitlinien für die Arbeit im Ausland, detailliert beschrieben.
4. Das Goethe-Institut in Dakar: Dieses Kernkapitel analysiert die politische Situation im Senegal und bewertet anhand konkreter Projekte des GIs Dakar, wie die institutionellen Leitlinien in der Praxis umgesetzt wurden.
5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet die elitäre Kulturarbeit des Instituts kritisch im Hinblick auf den Anspruch eines gleichberechtigten Kulturaustauschs.
Auswärtige Kulturpolitik, Goethe-Institut, Kulturaustausch, Entwicklungszusammenarbeit, Senegal, Dakar, Sprachförderung, Kulturdiplomatie, Mittlerorganisationen, interkulturelle Kommunikation, Projektmanagement, Kulturpolitik, Globalisierung, Elite, Spracharbeit.
Die Arbeit analysiert die Praxis der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik anhand der Arbeit des Goethe-Instituts in Dakar, Senegal, insbesondere im Hinblick auf den Anspruch eines gegenseitigen „Gebens und Nehmens“.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Kulturpolitik, die Organisationsstruktur des Goethe-Instituts, der Einfluss von Projekten in einem Entwicklungsland sowie die Schnittstelle zur Entwicklungszusammenarbeit.
Das Ziel ist es zu prüfen, ob das Goethe-Institut in Dakar seine allgemeinen Ziele des kulturellen Austauschs erreicht und wie es mit den Herausforderungen und Erwartungen in einem afrikanischen Gastland umgeht.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie auf persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen der Autorin während eines fünfmonatigen Praktikums am Goethe-Institut Dakar, deren Ergebnisse den Status von Arbeitshypothesen haben.
Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Strukturen des Instituts, die offiziellen Leitlinien für die Arbeit im Ausland sowie eine Analyse von acht verschiedenen Kulturprojekten in Dakar zwischen 2002 und 2003.
Die zentralen Schlagworte sind Auswärtige Kulturpolitik, Goethe-Institut, Kulturaustausch, Entwicklungszusammenarbeit, interkulturelle Kommunikation und der Senegal als spezifischer Standort.
Dakar dient als konkretes Beispiel für ein Entwicklungsland mit postkolonialer Prägung, in dem das Goethe-Institut versucht, deutsche Kultur im Austausch mit der lokalen Realität zu vermitteln.
Die Autorin stellt fest, dass das Institut häufig eher einseitig agiert und dass der Aspekt des „Nehmens“ durch Deutschland oft vernachlässigt wird, was zu einer eher elitären Ausrichtung der Kulturarbeit führt.
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