Bachelorarbeit, 2016
75 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Kontext der Untersuchung
1.1 Der „Tatort“
1.2 Rezeptionsformen
1.2.1 Public Viewing
1.2.2 Social TV
1.3 Forschungsstand
2 Methode
2.1 Datenerhebung Public Viewing
2.1.1 Teilnehmende Beobachtung
2.1.2 Der qualitative Fragebogen
2.1.3 Auswertungsmethode
2.2 Methode Social TV
3 Darstellung der Ergebnisse
3.1 Ergebnisse der Untersuchung zum Public Viewing
3.1.1 Ergebnisse der teilnehmenden Beobachtungen
3.1.2 Ergebnisse des qualitativen Fragebogens
3.2 Ergebnisse der Untersuchung zum Social TV
4 Interpretation der Ergebnisse
4.1 Interpretation der Ergebnisse zum Public Viewing
4.2 Interpretation der Ergebnisse zum Social TV
4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
Fazit
Diese Arbeit untersucht die modernen Rezeptionsformen Public Viewing und Social TV im Kontext der deutschen Krimireihe „Tatort“. Ziel ist es zu analysieren, durch welche Faktoren diese Formen der gemeinsamen Rezeption motiviert sind und wie die Kommunikation der Zuschauer während der Ausstrahlung in diesen spezifischen Medien- und Kommunikationskulturen abläuft.
1.1 Der „Tatort“
Seit dem Jahr 1970 wird die Fernsehfilmanthologie „Tatort“ von der ARD produziert und ausgestrahlt. Unter Anthologie versteht man eine Fernsehsendung, die „keine Kontinuität von Thema, Personal und Handlungsort“ (Mously 2007: 62) aufweist. Die regionalen Sendeanstalten der ARD in Deutschland sowie das ORF und SF DRS produzieren und strahlen abwechselnd in regelmäßigen Abständen eine „Tatort“-Folge aus. Die einzelnen Sendeanstalten produzieren ihre eigenen Reihen in einer oder mehreren Städten und Regionen, so beispielsweise der NDR in Hamburg, Hannover und Kiel. (vgl. ebd.: 61) Dabei werden unterschiedliche Autoren und Regisseure eingesetzt, wobei die Kommissare, bis zu ihrer eventuellen Absetzung, in ihrer Stadt bzw. Region die gleichen bleiben (vgl. Vogt 2005: 110ff). Die Einheit der Serie bzw. der Zusammenhang aller „Tatort“-Folgen wird also lediglich durch Titel, den über Jahrzehnte unveränderten Vor- und Abspann sowie den traditionellen Sendeplatz am Sonntagabend gestiftet (vgl. ebd.: 111).
Ursprünglich war der „Tatort“ auf einen Sendezeitraum von zwei Jahren begrenzt und sollte hauptsächlich eine Konkurrenz zur ZDF-Serie „Der Kommissar“ darstellen. Inzwischen zählt der „Tatort“, auch aufgrund seines langen Bestehens, zu den erfolgreichsten Sendeformaten. (vgl. Karczmarzyk 2010: 11) Jede Folge dieser Krimi-Reihe hat eine Länge von 90 Minuten und stellt traditionell eine in sich abgeschlossene Handlung da. Durchschnittlich wird der „Tatort“ dreimal monatlich, hier meistens am Sonntagabend um 20:15 Uhr, in der ARD ausgestrahlt. Hinzukommen diverse Wiederholungen älterer „Tatort“-Folgen auf den Dritten Programmen. (vgl. Mously 2007: 61)
Die Beliebtheit der Krimireihe spiegelt sich in der großen Zuschauerzahl und ihrem hohen Marktanteil wieder: Im Sendejahr 2015 wurden insgesamt 39 Krimifolgen ausgestrahlt, die von durchschnittlich 9,61 Millionen Zuschauern verfolgt wurden und der „Tatort“ zählt damit zu den meistgesehenen Krimis im deutschen Fernsehen (vgl. Tatort-Fundus, Focus Online).
1 Kontext der Untersuchung: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Einführung in die Krimireihe „Tatort“ sowie Definitionen der untersuchten Rezeptionsformen Public Viewing und Social TV.
2 Methode: Hier werden das Forschungsdesign und die angewandten Methoden, namentlich die teilnehmende Beobachtung, die qualitative Befragung und die qualitative Inhaltsanalyse, dargelegt.
3 Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die durch Beobachtungen und Fragebögen erhobenen Daten zum Public Viewing sowie die Resultate der Twitter-Inhaltsanalyse für Social TV.
4 Interpretation der Ergebnisse: Hier werden die erhobenen Daten analysiert und zusammengeführt, um die zugrunde liegenden Motive und die Bedeutung des Gemeinschaftsempfindens zu reflektieren.
Tatort, Public Viewing, Social TV, Medienkultur, Kommunikationskultur, Rezeptionsforschung, Gemeinschaftsempfinden, Twitter, qualitative Inhaltsanalyse, teilnehmende Beobachtung, Fernsehen, Krimireihe, Zuschauer, Gemeinschaft, Nutzerinteraktion
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Rezeptionsformen des deutschen TV-Klassikers „Tatort“ und untersucht, wie Zuschauer die Serie in der Öffentlichkeit (Public Viewing) und in sozialen Netzwerken (Social TV) wahrnehmen.
Die zentralen Themenfelder sind die Analyse des Zuschauerverhaltens in Gruppensituationen, die soziale Bedeutung von gemeinsamem Fernsehen und die Veränderung des Rezeptionserlebens durch digitale Kommunikation.
Das primäre Ziel ist es, die Motive der Zuschauer für das Public Viewing des „Tatorts“ zu identifizieren und die parallele Kommunikation via Twitter (Social TV) inhaltlich zu analysieren.
Die Arbeit nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus teilnehmender Beobachtung, qualitativen Fragebögen und einer qualitativen Inhaltsanalyse von Twitter-Daten.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung, die Darstellung der empirischen Ergebnisse aus den Beobachtungen und Befragungen sowie deren anschließende inhaltliche Interpretation.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie „Tatort“, „Public Viewing“, „Social TV“, „Gemeinschaftsempfinden“ und „Rezeptionsforschung“ zusammenfassen.
Die „Tatort“-Community nutzt Twitter als Plattform für Live-Rezensionen, den Austausch über Handlungsstränge und zur Etablierung eines virtuellen Gemeinschaftsgefühls während der Sendung.
Das Hauptergebnis ist, dass für die Teilnehmer das gemeinschaftliche Erlebnis („Wir-Gefühl“) wichtiger ist als der Krimiinhalt selbst, wobei eine direkte Kommunikation unter den Zuschauern in den besuchten Locations oft gering ausgeprägt ist.
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