Bachelorarbeit, 2017
48 Seiten
1. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG
1.2 STRUKTUR DER ARBEIT
2. COUNTRY HOUSE LITERATUR ANFANG DES 20. JAHRHUNDERTS
2.1 D. H. LAWRENCE LADY CHATTERLEY’S LOVER (1928)
2.2 VITA SACKVILLE-WEST THE EDWARDIANS (1930)
3. DEFINITION EINES AUßENSEITERS
4. ANALYSE - DER AUßENSEITER IN COUNTRY HOUSE LITERATUR
4.1 DER AUßENSEITER UND SEINE POSITION IN DER GESELLSCHAFT
4.2 DER AUßENSEITER UND DAS COUNTRY HOUSE
4.2.1 Die Rolle des Außenseiters innerhalb des Mikrokosmos Country House
4.2.2 Die Perzeption des Hauses aus Sicht des Außenseiters
4.3 DER AUßENSEITER UND SEIN EINFLUSS AUF DEN PROTAGONISTEN
4.3.1 Beziehung des Außenseiters zum Protagonisten
4.3.2 Auswirkungen auf das Denken und Handeln des Protagonisten
5. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion der Figur des Außenseiters in der englischen Country House Literatur der Zwischenkriegszeit. Dabei wird analysiert, inwiefern der Außenseiter als literarischer Typus definiert werden kann und welchen Einfluss er auf die Protagonisten sowie die Perzeption des Country House als nationales Symbol ausübt.
4.2.2 Die Perzeption des Hauses aus Sicht des Außenseiters
Mit der Dauer seines Aufenthalts steigen auch Anquetils Emotionen für Chevron und den 19-jährigen Sebastian. Das bewirkt während seines zweitägigen Besuchs einen Wandel in seinem Urteil über Chevron, den der Forscher auf den Zauber des Hauses, „the palace of Sleeping Beauty“ (Sackville-West [1930] 2016: 56) zurückführt. Zunächst wird deutlich, dass er das Herrenhaus samt „[] the duchess’ guests, those figures of cardboard!“ als Anachronismus identifiziert, von dem „Anquetil was not impressed“ (ebd. 36). Hinzu kommt, dass „Chevron was dead []. It was a rock at which waters were nibbling.“ (ebd.) und dass Sebastian „is already lying in state in a splendid tomb.“ (ebd. 55). Doch nach seinem Reitausflug mit Sebastian und Viola fühlt sich Anquetil mit ihnen und Chevron verbunden. Dieses Gefühl der Verbundenheit resultiert in einer Melancholie über die unaufhaltbare Vergänglichkeit Chevrons.
He felt suddenly regretful. [] he would like to raise the wall round the park, and keep Chevron with all its inhabitants as a national museum [] all should be transformed into a palace of Sleeping Beauty, only they should not be touched as with a sleep of death, but should move immortal about their immemorial activities. (Sackville-West [1930] 2016: 47)
1. EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung des Country House als Symbol englischer Kultur und Darlegung der Zielsetzung, Außenseiterfiguren als Medium der Gesellschaftskritik zu untersuchen.
2. COUNTRY HOUSE LITERATUR ANFANG DES 20. JAHRHUNDERTS: Überblick über das Genre in der Zwischenkriegszeit unter besonderer Berücksichtigung der Primärliteratur von D. H. Lawrence und Vita Sackville-West.
3. DEFINITION EINES AUßENSEITERS: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff "Außenseiter" und der Problematik seiner Etablierung als literarischer Typus.
4. ANALYSE - DER AUßENSEITER IN COUNTRY HOUSE LITERATUR: Untersuchung der Rollen, Funktionen und Einflüsse der Außenseiterfiguren Mellors und Anquetil auf die Protagonisten und die Darstellung der Landhäuser.
5. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit bezüglich der Möglichkeit, den Außenseiter als Typus in der englischen Country House Literatur zu etablieren.
Englische Country House Literatur, D. H. Lawrence, Vita Sackville-West, Lady Chatterley’s Lover, The Edwardians, Außenseiter, Outsider, Gesellschaftskritik, Aristokratie, Literaturwissenschaft, Moderne, Zwischenkriegszeit, Identitätsfindung, Landhaus, Typus
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Funktion von Außenseiterfiguren in zwei zentralen englischen Romanen der Zwischenkriegszeit, die das Country House als Schauplatz nutzen.
Untersucht werden D. H. Lawrences "Lady Chatterley’s Lover" (1928) und Vita Sackville-Wests "The Edwardians" (1930).
Das Hauptziel ist es, herauszuarbeiten, ob der Außenseiter als archetypischer Charakter (Typus) innerhalb der englischen Country House Literatur definiert werden kann.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse durchgeführt, die die Positionen und Beziehungen der Außenseiter zu den Protagonisten sowie deren Einfluss auf die Romanhandlung in den Fokus rückt.
Der Hauptteil analysiert die gesellschaftliche Position der Außenseiter, ihre Beziehung zum Landhaus als Mikrokosmos sowie ihren Einfluss auf das Denken und Handeln der Protagonisten Connie und Sebastian.
Wichtige Begriffe sind Außenseiter, Country House Literatur, Gesellschaftskritik, Aristokratie, Moderne, Identität und der literarische Wandel zwischen den Weltkriegen.
Mellors ist als Wildhüter in einem Angestelltenverhältnis, distanziert sich jedoch bewusst von den sozialen Normen der Oberschicht und verkörpert eine kritische, eigenwillige Perspektive.
Anquetil fungiert als eine Art Mentor, der Sebastian bewusst mit der Vergänglichkeit der aristokratischen Welt konfrontiert und ihn dazu anregt, seine vorbestimmte Rolle kritisch zu hinterfragen.
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