Masterarbeit, 2016
55 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Einordnung in die Literatur
3 Grundlagen
3.1 Eigenkapitalanforderungen in Europa
3.2 Transmissionskanäle der Geldpolitik
3.2.1 Der Zinskanal
3.2.2 Der Kreditkanal
4 Kapitalanforderungen der Banken und deren makroökonomischen Auswirkungen
4.1 Auswirkungen auf das Kreditangebot
4.2 Die Wirkungsweise der Geldpolitik
4.2.1 Durch den Zinskanal
4.2.2 Durch den Kreditkanal
4.2.2.1 Verstärkende Effekte der Geldpolitik
4.2.2.2 Abgeschwächte Effekte der Geldpolitik
5 Politische Implikationen
6 Fazit
Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist es, die Auswirkungen von Eigenkapitalanforderungen europäischer Banken auf ihr Kreditangebot zu bestimmen und die daraus resultierende Beeinflussung der Wirkungsweise der geldpolitischen Transmission über den Zins- und Kreditkanal darzustellen.
Der Bankkapitalkanal
Der Bankkapitalkanal (bank capital channel) ist der aktuellste Transmissionskanal innerhalb des Kreditkanals. Er beschreibt die Bedeutung des Eigenkapitals bei der geldpolitischen Transmission und beruht auf drei Annahmen.
1) Banken müssen Eigenkapitalanforderungen erfüllen, die mit dem Kreditangebot verbunden sind.
2) Es existiert ein unvollständiger Markt für das Eigenkapital der Banken.
3) Aufgrund der Fristentransformation unterliegen Banken Zinsänderungsrisiken, denn üblicherweise haben Bankaktiva eine längere Laufzeit als Bankpassiva.
Gemäß dem Mechanismus des Bankkapitalkanals können Banken nach einem Anstieg der Marktzinsen, aufgrund der unterschiedlichen Laufzeiten von Bankaktiva (Bankkredite) und Bankpassiva (Depositen), lediglich einen geringeren Anteil an Bankkrediten als an Depositen neuverhandeln. Die Zinssätze der Bankaktiva können somit langsamer an sich verändernde Markzinsen angepasst werden als die Zinssätze der Bankpassiva. Durch diese Laufzeitinkongruenz zwischen Bankaktiva und Bankpassiva entsteht Banken bei einem Anstieg der Marktzinsen ein Verlust, wodurch ihr Profit und entsprechend ihr Eigenkapital sinkt.
1 Einleitung: Vorstellung der Problematik der wechselseitigen Beeinflussung von europäischer Geldpolitik und Eigenkapitalanforderungen im Kontext der Finanzkrise.
2 Einordnung in die Literatur: Überblick über bestehende Forschungsansätze und widersprüchliche Ergebnisse zu Baseler Eigenkapitalanforderungen und geldpolitischer Transmission.
3 Grundlagen: Erläuterung der Eigenkapitalanforderungen in Europa sowie Definition der zentralen Transmissionskanäle der Geldpolitik.
4 Kapitalanforderungen der Banken und deren makroökonomischen Auswirkungen: Detaillierte Untersuchung der Auswirkungen von Kapitalanforderungen auf das Kreditangebot und die Geldpolitik durch Zins- und Kreditkanäle.
5 Politische Implikationen: Diskussion der aktuellen Niedrigzinsphase und Handlungsmöglichkeiten einer makroprudenziellen Politik, wie z.B. Leverage Ratio und Zwangswandelanleihen.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der verstärkenden oder abschwächenden Effekte von Kapitalanforderungen auf die Wirksamkeit der Geldpolitik.
Eigenkapitalanforderungen, Geldpolitik, Transmissionsmechanismus, Basel III, Zinskanal, Kreditkanal, Bankkapitalkanal, Bankenregulierung, Finanzmarktstabilität, Kreditangebot, Niedrigzinsphase, Makroprudenzielle Politik, Kreditklemme, Risikoverhalten, Bankaktiva.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen regulatorischen Eigenkapitalanforderungen für Banken und der Wirksamkeit der europäischen Geldpolitik.
Zentrale Themen sind die verschiedenen Transmissionskanäle der Geldpolitik, die Rolle der Eigenkapitalausstattung von Banken und die Auswirkungen makroprudenzieller Instrumente.
Ziel ist es, zu bestimmen, wie Eigenkapitalanforderungen das Kreditangebot beeinflussen und wie dies die Wirkung geldpolitischer Impulse über den Zins- und Kreditkanal verändert.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die zentrale ökonomische Modelle aus der Literatur heranzieht, um die Interaktion von Bankenregulierung und Geldpolitik zu beleuchten.
Der Hauptteil analysiert theoretische Modelle zur Kreditvergabe, die Funktionsweise von Zins- und Kreditkanälen sowie die spezifischen Auswirkungen von Kapitalanforderungen in verschiedenen Szenarien.
Wichtige Begriffe sind Eigenkapitalanforderungen, Geldpolitik, Transmissionsmechanismus, Bankkapitalkanal und Finanzmarktstabilität.
Die Niedrigzinsphase belastet die Ertragslage der Banken durch eine Abflachung der Zinsstrukturkurve, was den Eigenkapitalaufbau durch Gewinnthesaurierung erschwert.
Ja, diese Instrumente dienen dazu, die Gesamtverschuldung zu begrenzen und die Verlusttragfähigkeit zu erhöhen, wodurch sie das Finanzsystem krisenfester machen sollen.
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