Forschungsarbeit, 2018
349 Seiten
1. Einleitung in die Thematik
1.1 Intentionen und Ergebnisse der vorliegenden Arbeit
1.2 Die bei der Christianisierung Südwestdeutschlands prägenden theologischen und kulturellen Einflüsse
1.3 Zur Bedeutung des Frühmittelalters für die europäische Geschichte
1.4 Die Zeit des Frühmittelalters in Südwestdeutschland und den angrenzenden Gebieten in der öffentlichen Wahrnehmung
1.5 Zur ethnologischen Nomenklatur
2. Zum Forschungsstand bezüglich der frühmittelalterlichen Christianisierung Europas
2.1 Die Beurteilung der Christianisierung und des damit zusammenhängenden kulturellen Umbruchs in der gegenwärtigen Diskussion
2.2 Die Christianisierung Europas, insbesondere Mitteleuropas im Lichte der neueren Forschung
2.3 Literatur zur derzeitigen Forschung
2.3.1 Arnold Angenendt
2.3.2 Lutz von Padberg
2.3.3 Torsten Capelle
2.3.4 Peter Brown
2.3.5 Richard Fletcher
2.3.6 Matthew Innes
2.3.7 Jacques Le Goff
2.4 Fazit des Durchgangs durch den Forschungsstand
2.5 Die Christianisierung Südwestdeutschlands im Blickwinkel der älteren Forschung
3. Räumliche und zeitliche Eingrenzung des Untersuchungsraums
3.1 Räumliche Eingrenzung des Untersuchungsraums
3.2 Zeitliche Eingrenzung des Untersuchungsraums
4. Vorgeschichte
4.1 Römische Herrschaft und erste germanische Landnahme im Raum des heutigen Südwestdeutschland, der Pfalz und des unteren Maingebiets
4.1.1 Die vorrömische Zeit
4.1.1.1 Die vorrömische Zeit des nachmaligen Dekumatenlandes
4.1.1.2 Die vorrömische Zeit der Pfalz und des unteren Maingebiets
4.1.2 Die römische Inbesitznahme
4.1.2.1 Die Inbesitznahme des nachmaligen Dekumatenlandes durch die Römer
4.1.2.2 Die Inbesitznahme der Pfalz und des unteren Maingebiets durch die Römer
4.1.3 Die Wirtschaft im Dekumatenland
4.1.4 Die römische Religion im Dekumatenland
4.1.5 Neue Siedler aus Innergermanien
5. Südwestdeutschland nach Rückverlegung des Limes durch die Römer
5.1 Der Abzug der Römer
5.2 Zurückbleibende Romanen
5.3 Neubesiedlung des Landes durch germanische Siedler
5.4 Zur Ethnogenese der Alamannen
5.4.1 Überlegungen der „Wiener Schule“ im Hinblick auf die Ethnogenese der Alamannen
5.5 Das Siedlungsgebiet der Alamannen
5.6 Alamannische Kriegszüge in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts
5.7 Pagane religiöse Vorstellungen bei den Alamannen
6. Die Entwicklung in der Pfalz und im unteren Maingebiet bis zum Jahr 500
6.1 Die Entwicklung in der Pfalz
6.2 Die Entwicklung im unteren Maingebiet
7. Ausbreitung des Christentums unter römischer Herrschaft und dessen Fortbestand über die Völkerwanderungszeit hinweg
7.1 Im rechtsrheinischen Gebiet
7.2 Im linksrheinischen Gebiet
8. Zur Christianisierung der Franken
8.1 Einleitende Überlegungen zur frühmittelalterlichen Christianisierung
8.2 Die fränkischen Alamannenkriege und ihre Folgen
8.3 Die Parallelisierung von Konstantin und Chlodwig
8.4 Die Bedeutung der Entscheidung Chlodwigs für das reichskirchliche und gegen das „arianische“ Christentum
8.4.1 Zur konfessionellen Nomenklatur
8.4.2 Die Taufe Chlodwigs als historische Weichenstellung
8.4.3 Der sogenannte „Arianismus“ in seiner Konfrontation mit dem reichskirchlichen Christentum
8.4.4 Sogenannter „Arianismus“ und Subordinatianismus bei den Germanen
8.5 Der Sieg der Franken über die Alamannen als Folge göttlichen Eingreifens
8.6 Zur fränkisch-alamannischen Grenzziehung im frühen 6. Jahrhundert
8.7 Überlegungen zur Entstehung der Markgrafschaft Baden
9. Die Durchsetzung der Christianisierung in Südwestdeutschland und den angrenzenden Gebieten
9.1 Anfänge der Christianisierung der Alamannen
9.2 Die Situation in der Pfalz und im unteren Maingebiet nach 500
9.3 Die Reihengräberfelder und die Reihengräberkultur
9.3.1 Deutungsversuche zur Gestalt der Reihengräberfelder
9.3.2 Brandbestattungen auf Reihengräberfeldern als Ausnahmeerscheinungen
9.3.3 Das Ende der Reihengräberfelder
9.3.4 Bestattungen in älteren Grabhügeln
10. Grabbeigaben in den Reihengräbern und deren religiöse Bedeutung
10.1 Überlegungen zur Bedeutung von Grabbeigaben
10.2 Pagane Grabbeigaben
10.3 Amulettkapseln als synkretistische Grabbeigaben
10.4 Christliche Grabbeigaben
10.4.1 Reliquiarschnallen
10.4.2 Brakteaten und andere Ziergegenstände
10.4.3 Goldblattkreuze
10.4.3.1 Die Beigabe von Goldblattkreuzen als langobardische Sitte
10.4.3.2 Deutung der Goldblattkreuze als „arianisch“
10.4.3.3 Sogenannter „Arianismus“ in Italien
10.4.3.4 Alternative Deutungen
10.4.3.4.1 Deutung der Goldblattkreuze als Zeichen der Zugehörigkeit zur Dreikapitelkirche
10.4.3.4.2 Deutung der Goldblattkreuze als Zeichen der Zugehörigkeit zum Mailänder Erzbistum
10.4.3.5 Goldblattkreuze in den Hofgrablegen
10.4.3.6 Abschließende Überlegungen zu den Goldblattkreuzen
10.4.4 Alltagsgegenstände mit christlichen Symbolen
10.4.5 Abgehauene Körperteile als Grabbeigaben
10.4.6 Pektoralkreuze und Zierscheiben mit Kreuzmotiven
10.5 Die Siedlungsstruktur der Reihengräberkultur
11. Errichtung der Kirchen
11.1 Kirchenbau als deutliches archäologisches Zeichen für die Christianisierung
11.2 Das Konzil von Vaison (529) und seine symptomatische Bedeutung
11.3 Kirchbauten und ältere pagane Kultstätten
11.4 Das Kirchengebäude in Abgrenzung von der naturräumlichen Umwelt
11.5 Ergebnisse der Kirchenarchäologie
11.6 Die Kirchen als Bestattungsplätze
11.6.1 Überlegungen zur Bestattung „ad sanctos“
11.6.2 Totenmemoria und Grabbeigaben
11.6.3 Die Grablege unter dem Frankfurter Dom
11.6.3.1 Die Hessigheimer Bestattung als Parallele
11.6.3.2 Das Lauffener Patrozinium als Parallele
11.6.4 Die Einheit „Kirche und Friedhof“ als Kristallisationspunkt für die Siedlungen
12. Die Pfalz und das untere Maingebiet nach 500 n. Chr.
12.1 Zum Stand der archäologischen Forschung
12.2 Die Ausgrabungen von Dirmstein und Eppstein
12.2.1 Die Funde von Dirmstein
12.2.2 Die Funde von Frankenthal-Eppstein
12.3 Überlegungen zur Entwicklung in der Pfalz und im unteren Maingebiet
13. Die Bedeutung des Mönchtums für die Christianisierung des Untersuchungsraums
13.1 Die Bedeutung des irischen Mönchtums
13.2 Die Klöster der benediktinisch-columbanischen Richtung
13.3 Die Wirksamkeit Pirmins
13.4 Das Wirken des Mönchtums in Bezug auf das der Bischöfe und des Adels
14. Die Bedeutung der Bistümer
14.1 Bistum und Stadt
14.2 Errichtung und Wiedererrichtung der Bistümer
14.3 Die Rolle der einzelnen Bistümer
14.3.1 Bistum Mainz
14.3.2 Bistum Worms
14.3.3 Bistum Speyer
14.3.4 Bistum Straßburg
14.3.5 Bistum Basel
14.3.6 Bistum Konstanz
14.3.7 Bistum Augsburg
14.3.8 Bistum Würzburg
14.4 Grundsätzliche Überlegungen zur Grenzziehung der Bistümer
15. Der Adel als Träger der Christianisierung
15.1 Grundsätzliches
15.2 Die „Eigenkirche“
16. Überlegungen zur Bedeutung der Taufe
17. Niederschlag dieses Prozesses der Christianisierung in Pactus und Lex Alamannorum
18. Die Bedeutung der Patrozinien
18.1 Grundsätzliches zur Funktion der Patrozinien
18.2 Besonders wichtige Patrozinien des Untersuchungsraumes
18.3 Aufschlüsselung einer konkreten Patrozinienlandschaft am Mittleren Neckar
18.3.1 Beschreibung der Region an der Mündung der Enz in den Neckar
18.3.2 Die Patrozinien und ihre Bezüge
18.3.3 Ortsliste
18.3.4 Zusammenfassende Überlegungen
19. Neuer Einsatz der Mission unter den Karolingern und Aufbau der kirchlichen Struktur
19.1 Die angelsächsischen Mönche
19.2 Zur theologischen Orientierung des Bonifatius
19.3 Organisatorischer Abschluss der Christianisierung
20. Paganismus und Christentum in gegenseitiger Abgrenzung und Durchdringung
20.1 „Indiculus superstitionum et paganiarum“
20.2 Zum Problem einer Übergangszeit zwischen Christentum und Paganismus
21. Die Christianisierung als kulturelle, soziale und wirtschaftliche Umformung
21.1 Grundsätzliche Überlegungen
21.2 Die Ausbreitung des Systems der Grundherrschaft
21.2.1 Überlegungen Werner Röseners zur Entstehung des Dorfes und der Grundherrschaft
21.2.2 Überlegungen Ludolf Kuchenbuchs zur Entstehung der Grundherrschaft
21.2.3 Überlegungen Thomas Zotz` zur Grundherrschaft
21.3 Siedlungskonzentration und Verdorfung im Zusammenhang der Christianisierung
21.4 Die Entwicklung zur Dreifelderwirtschaft
21.4.1 Erkenntnisse Willi Müllers
21.4.2 Weiterführende Überlegungen zu Müllers Einsichten im Licht neuerer Forschung
21.4.3 Neuere Forschungen zur frühmittelalterlichen Siedlungskonzentration
21.4.3.1 Erkenntnisse Eva Stauchs und Karl Banghards
21.4.3.2 Erkenntnisse Rainer Schregs
21.4.3.3 Zusammenfassende Überlegungen
21.5.1 Einzelne Fragestellungen
21.5.1.1 Erklärung für die Vergrundholdung
21.5.1.2 Erklärung für die frühmittelalterliche Siedlungskonzentration
21.5.1.3 Entstehung des Eigenkirchenwesens
21.5.1.4 Plünderung der Gräberfelder durch die Angehörigen der Bestatteten
22. Überlegungen zur Entstehung der Grundherrschaft als Teil der durch die Christianisierung bedingten gesellschaftlichen Transformation
22.1 Theologische Überlegungen
22.2 Überlegungen zur Oralität der Grundherrschaft
22.3 Sprachgeschichtliche Beobachtungen
22.4 Zusammenfassung
23. Überlegungen zur Veränderung der Stellung der Frau als Teil der durch die Christianisierung verursachten gesellschaftlichen Transformation
24. Ertrag
Die vorliegende Arbeit untersucht interdisziplinär die Transformation Südwestdeutschlands im Frühmittelalter unter besonderer Berücksichtigung der religiösen und sozialen Aspekte, die durch die Christianisierung ausgelöst wurden. Sie analysiert, wie dieser Prozess nicht nur als religiöser Wandel, sondern als grundlegende gesellschaftliche Neuordnung zu verstehen ist, die den Übergang zur mittelalterlichen Grundherrschaft und Siedlungsstruktur maßgeblich prägte.
1 Einleitung in die Thematik
In den vergangenen Jahren hat durch archäologische Grabungen und die dabei gewonnenen Erkenntnisse der Wissensstand über die Besiedlung Südwestdeutschlands in der Zeit des Frühmittelalters erheblich zugenommen. Als Beispiel dafür sollen an dieser Stelle die in Lauchheim gemachten Ausgrabungen erwähnt werden. Mit diesem gewachsenen Erkenntnisstand rückte auch ins Blickfeld, wie diese hauptsächlich alamannische, zum Teil fränkische Bevölkerung in der Zeit des 6.-9. Jahrhunderts von der angestammten paganen Religion zum Christentum überwechselte und im Zuge dieses Prozesses eine neue gesellschaftliche Ordnung entstand. Diese ist zu verstehen als Teil der Aneignung der antiken Kultur und der Religion des Christentums durch die sich herausbildende mittelalterliche Gesellschaft in einem werdenden Europa, das vorrangig nicht als geographischer, sondern als kultureller Begriff zu gelten hat.
1. Einleitung in die Thematik: Einführung in den aktuellen archäologischen Forschungsstand und die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der gesellschaftlichen Transformation im Frühmittelalter.
2. Zum Forschungsstand bezüglich der frühmittelalterlichen Christianisierung Europas: Kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion und den wesentlichen Beiträgen internationaler Historiker und Mediävisten.
3. Räumliche und zeitliche Eingrenzung des Untersuchungsraums: Definition der geographischen Grenzen und des Untersuchungszeitraums zwischen 500 und 800 n. Chr.
4. Vorgeschichte: Analyse der römischen Herrschaftsstrukturen und der vorrömischen Besiedlungssituation im untersuchten Gebiet.
5. Südwestdeutschland nach Rückverlegung des Limes durch die Römer: Untersuchung der Ethnogenese der Alamannen und der sozio-kulturellen Veränderungen nach dem Limesabzug.
6. Die Entwicklung in der Pfalz und im unteren Maingebiet bis zum Jahr 500: Spezifische Betrachtung der regionalen Entwicklung im linksrheinischen Bereich.
7. Ausbreitung des Christentums unter römischer Herrschaft und dessen Fortbestand über die Völkerwanderungszeit hinweg: Diskussion zur Kontinuität des Christentums in städtischen Strukturen nach der Spätantike.
8. Zur Christianisierung der Franken: Analyse des Einflusses der Franken unter Chlodwig und der Rolle des reichskirchlichen Christentums.
9. Die Durchsetzung der Christianisierung in Südwestdeutschland und den angrenzenden Gebieten: Untersuchung der archäologischen Befunde (Reihengräberfelder) als Indikatoren für den christlichen Glaubenswechsel.
10. Grabbeigaben in den Reihengräbern und deren religiöse Bedeutung: Tiefgehende Analyse der symbolischen Bedeutung von Goldblattkreuzen und anderen Grabbeigaben im Kontext der Christianisierung.
11. Errichtung der Kirchen: Bedeutung des Kirchenbaus und archäologische Nachweise für die kirchliche Organisation im ländlichen Raum.
12. Die Pfalz und das untere Maingebiet nach 500 n. Chr.: Fortführung der regionalen Analyse der archäologischen Befunde.
13. Die Bedeutung des Mönchtums für die Christianisierung des Untersuchungsraums: Untersuchung der Wirksamkeit irischer und benediktinischer Missionare.
14. Die Bedeutung der Bistümer: Analyse der Rolle von Bischofssitzen als Zentren der kirchlichen und administrativen Verwaltung.
15. Der Adel als Träger der Christianisierung: Darstellung des Adels als treibende Kraft bei der Errichtung von Eigenkirchen und der missionarischen Durchdringung des Landes.
16. Überlegungen zur Bedeutung der Taufe: Interpretation der Taufe als zentrales Kriterium des Übertritts zum Christentum.
17. Niederschlag des Prozesses der Christianisierung in Pactus und Lex Alamannorum: Untersuchung rechtshistorischer Quellen auf Hinweise zum Glaubenswandel.
18. Die Bedeutung der Patrozinien: Analyse der Heiligenverehrung in ländlichen Kirchen und deren Funktion für die Mission.
19. Neuer Einsatz der Mission unter den Karolingern und Aufbau der kirchlichen Struktur: Darstellung der Reformbemühungen durch angelsächsische Mönche wie Bonifatius.
20. Paganismus und Christentum in gegenseitiger Abgrenzung und Durchdringung: Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen altem Glauben und christlicher Lehre.
21. Die Christianisierung als kulturelle, soziale und wirtschaftliche Umformung: Zusammenfassende Betrachtung der Auswirkungen auf Siedlungsstruktur und Grundherrschaft.
22. Überlegungen zur Entstehung der Grundherrschaft als Teil der durch die Christianisierung bedingten gesellschaftlichen Transformation: Theoretische Reflexion der ökonomischen und religiösen Grundlagen.
23. Überlegungen zur Veränderung der Stellung der Frau als Teil der durch die Christianisierung verursachten gesellschaftlichen Transformation: Analyse des Einflusses adeliger Frauen auf die Etablierung des Christentums.
24. Ertrag: Zusammenfassendes Fazit der Studie.
Christianisierung, Südwestdeutschland, Frühmittelalter, Alamannen, Franken, Reihengräber, Grundherrschaft, Patrozinien, Goldblattkreuze, Kirchenarchäologie, Missionierung, Fränkisches Reich, Bestattungssitten, Eigenkirche, Transformation.
Die Arbeit untersucht den Übergang Südwestdeutschlands vom Heidentum zum Christentum im Frühmittelalter und die damit verbundene umfassende gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Umgestaltung der Region.
Die Schwerpunkte liegen auf der archäologischen Analyse von Bestattungsriten, der Etablierung der kirchlichen Organisation durch Bistümer und Klöster sowie der Rolle des Adels und der Grundherrschaft bei der Implementierung christlicher Strukturen.
Die Studie zielt darauf ab, die Christianisierung nicht als isoliertes religiöses Ereignis, sondern als integrierten kulturellen Transformationsprozess zu erfassen, der eine neue gesellschaftliche Ordnung, insbesondere in Bezug auf die Grundherrschaft, hervorbrachte.
Der Autor verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der historische Schriftquellen, archäologische Grabungsbefunde (insbesondere Reihengräberfelder und Kirchengrundrisse), siedlungsgeschichtliche Analysen sowie theologische Reflexionen verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der frühen Missionsgeschichte, die Untersuchung der Rolle von Mönchtum und Bistümern, die Auswertung von Grabbeigaben als Zeugnisse religiöser Identität sowie die Erörterung des Zusammenhangs zwischen christlicher Mission und der Entstehung der Grundherrschaft.
Christianisierung, Alamannen, Reihengräber, Grundherrschaft, Patrozinien, Goldblattkreuze, Kirchenarchäologie und karolingische Reform.
Da zeitgenössische schriftliche Quellen zur frühmittelalterlichen Situation in Südwestdeutschland spärlich sind, dienen archäologische Befunde aus Gräbern und frühen Kirchenbauten als entscheidende Indikatoren für den zeitlichen Ablauf und die Intensität der Christianisierung.
Der Autor betont, dass adelige Frauen, wie etwa Chrodechilde oder Berta, eine signifikante Rolle als Vermittlerinnen und Inspiratorinnen spielten, da sie durch ihre Ehen und familiären Bindungen maßgeblich zur Akzeptanz und Verbreitung des christlichen Glaubens in der führenden Gesellschaftsschicht beitrugen.
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