Bachelorarbeit, 2016
51 Seiten, Note: 1,0
I. Einführung
1. Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit
2. Substandardsprachen: Abgrenzung und Funktionen
II. Standardisierung
1. Theoretischer Hintergrund
2. Präsentation der Studie
2.1 Methodik
2.2 Ergebnisse
3. Zusammenfassung und Interpretation
III. Age-grading
1. Theoretischer Hintergrund
2. Präsentation der Studie
2.1 Methodik
2.2 Ergebnisse
3. Zusammenfassung und Interpretation
IV. Rolle der Medien
1. Theoretischer Hintergrund
2. Präsentation der Studie
2.1 Methodik
2.2 Ergebnisse
3. Zusammenfassung und Interpretation
V. Fazit und Ausblick
VI. Bibliographie
VII. Anhang
1. Übersicht der quantitativ-lexikalischen Datenanalyse
2. Index der Lunfardismen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Sprache der Jugendlichen in Buenos Aires, Argentinien. Das Hauptziel der Arbeit ist es, anhand einer lexikologischen Studie soziolinguistische Phänomene des Sprachwandels zu analysieren und den Einfluss des „Lunfardo“ sowie verschiedener extralinguistischer Faktoren auf die Sprechweise Jugendlicher zu beleuchten.
2. Substandardsprachen: Abgrenzung und Funktionen
"No es posible interpretar fenómenos de una lengua sin tener en cuenta un hecho fundamental: la lengua no es algo abstracto, sino el producto del acto social creativo de sus hablantes" (Kubarth 1986: 210). Mit diesen Worten beschreibt Kubarth die Essenz des Paradigmenwechsels, der in den 1960er Jahren zur Geburt der Soziolinguistik führte. Diese hat die Auffassung von Sprache als statisches Regelsystem und reines Kommunikationsmittel zugunsten der sozialsymbolischen Funktion von Sprache hinter sich gelassen. Die Soziolinguistik sieht Sprache als Spiegel der Gesellschaft, oder wie es Teruggi ausdrückt, als „barómetro muy sensible" (1974: 169) für soziale Veränderungen, nicht zuletzt deshalb, weil sich die Sprecher mit ihrer Hilfe – bewusst oder unbewusst – innerhalb der Gesellschaft positionieren.
So ist es nicht verwunderlich, dass sich soziale Gruppen, wie die Jugend, seit jeher eigener Sprachgebrauchsweisen bedienen und diese stetig formen und weiterentwickeln. Bei der sogenannten Jugendsprache können Abweichungen der Standardsprache sowohl im Lexikon, als auch in Phonologie, Syntax und Diskursstrategien beobachtet werden, weshalb sie unter die Substandardsprachen fällt. Trotz der Offensichtlichkeit dieses Phänomens gestaltet sich seine linguistische Einordnung und Abgrenzung jedoch schwierig. Gerdes formuliert das Problem einer eindeutigen Definition von Jugendsprache(n) wie folgt:
Zwischen Standardsprache, Umgangssprachen, Regionalsprachen, Soziolekten etc. sind die Jugendsprachen als nicht genau abgrenzbares Kontinuum angesiedelt und verfügen über fließende Übergangsbereiche zu jeweils anderer Sonder- und Gruppensprachen wie auch zur Standard- und Mediensprache. (2013: 9)
I. Einführung: Dieses Kapitel stellt das Forschungsziel dar, den Sprachgebrauch Jugendlicher in Buenos Aires im Kontext von Sprachwandel, Standardisierung und Medieneinfluss zu untersuchen.
II. Standardisierung: Hier wird der theoretische Rahmen zur Standardisierung von Nicht-Standardsprachen gesetzt und die empirische Studie zur Verwendung älterer und neuerer Lunfardismen präsentiert.
III. Age-grading: Dieses Kapitel analysiert das "Age-grading"-Phänomen als Ausdrucksmuster einer Altersgruppe und untersucht mittels qualitativer Daten die Rolle von Neologismen.
IV. Rolle der Medien: Die Untersuchung befasst sich mit dem Einfluss digitaler und traditioneller Medien auf die jugendsprachliche Kommunikation und die Verbreitung sprachlicher Neuerungen.
V. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse hinsichtlich der kreativen Sprachgestaltung der Jugendlichen zusammen und zeigt Potenziale für zukünftige Forschungsansätze auf.
Jugendsprache, Buenos Aires, Lunfardo, Sprachwandel, Soziolinguistik, Standardisierung, Age-grading, Medieneinfluss, Neologismen, Substandardsprachen, Sprachgebrauch, Intertextualität, Sozialsymbolik, Lexikologie, Kommunikation.
Die Arbeit befasst sich mit der Sprechweise jugendlicher Bewohner von Buenos Aires und analysiert diese aus soziolinguistischer Perspektive im Hinblick auf Sprachwandelphänomene.
Die zentralen Themen sind der Sprachwandel durch Standardisierung, das Phänomen des "Age-grading", die Rolle der (neuen) Medien und die lexikalische Innovation durch Lunfardismen.
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Jugendsprache und dem „Lunfardo“ zu untersuchen sowie zu klären, welche Faktoren – insbesondere soziale und mediale Einflüsse – den Sprachgebrauch Jugendlicher steuern.
Die Arbeit kombiniert einen soziolinguistischen Fragebogen (quantitativ-lexikalisch) mit qualitativer Auswertung von Daten, um den aktiven und passiven Wortschatz der Schüler zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Hintergründe zu Standardisierung, Age-grading und Medieneinfluss, gefolgt von einer detaillierten Präsentation und Interpretation der empirischen Ergebnisse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Jugendsprache, Lunfardo, Sprachwandel, Standardisierung, Medieneinfluss und soziolinguistische Identitätsbildung.
Diese Arbeit ergänzt bestehende Forschung, indem sie spezifisch den Einfluss digitaler Medien und die aktuelle Dynamik der Neologismenbildung bei Jugendlichen in Buenos Aires einbezieht.
Digitale Medien fungieren als Katalysatoren, die den Austausch beschleunigen und als „Intertextualitäts-Quellen“ dienen, wodurch neue Begriffe schneller in den jugendsprachlichen Gebrauch gelangen.
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