Masterarbeit, 2017
70 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Wirkungskanäle des Währungs- und Zinsrisikos
2.2 Quantifizierung des Risikos
2.3 Makroökonomischer Zusammenhang von Wechselkurs und Zins
2.4 Indirektes Exposure und Hedging
3. Literaturüberblick
3.1 Beiträge zum Fremdwährungsexposure
3.2 Beiträge zum Zinsexposure
3.3 Beiträge zur Interaktion von Zinsen, Wechselkursen und Aktienpreisen
4. Datenbasis
5. Empirische Strategie und Methodik
5.1 Schätzung des Exposures
5.2 Erklärung des Exposures
6. Empirische Ergebnisse
6.1 Ausmaß des Exposures
6.2 Exposure auf Branchenlevel
6.3 Interaktion von Währungs- und Zinsexposure
6.4 Unternehmenscharakteristika als Determinanten des Exposures
6.4.1 Unternehmensgröße
6.4.2 Internationale Aktivität
6.4.3 Kapitalstruktur
6.4.4 Kapitalumschlag
6.4.5 Wachstumschancen und R&D Intensität
6.4.6 Financial Distress
6.5 Ergebnisse der Determinanten für alle Exposures
6.5.1 Interpretation der FWE Determinanten
6.5.2 Interpretation der TSE Determinanten
7. Robustness Check
7.1 Modellspezifikationen zur Schätzung des Exposures
7.2 Verwendung der Nelson Siegel Parameter für die Veränderung der Term Structure
7.3 Instrumentenvariable Ansatz für Subsample
8. Kritische Würdigung und Zusammenfassung
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Interaktion zwischen Wechselkursrisiken und Zinsrisiken für US-Unternehmen empirisch zu analysieren. Dabei wird untersucht, inwiefern makroökonomische Faktoren, insbesondere die Zinsstruktur, das Fremdwährungsexposure (FWE) und das daraus resultierende Term Spread Exposure (TSE) beeinflussen, und welche unternehmensspezifischen Faktoren diese Sensitivitäten bestimmen.
1. Einleitung
Wechselkurse und Zinssätze sind zwei wesentliche volks- und finanzwirtschaftliche Faktoren, die Unternehmenswerte beeinflussen können. Eine Vielzahl an Unternehmen ist durch internationalen Handel, Erlöse von ausländischen Tochtergesellschaften oder durch den Besitz von Vermögenswerten in Fremdwährung einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. In den letzten Jahrzehnten wurde in der Literatur intensiv die empirische Quantifizierung des aus der Wechselkursdynamik resultierenden Fremdwährungsexposure (FWE) untersucht und kontrovers diskutiert.
Seit Aufhebung des Bretton Woods Systems 1973 stellt die zunehmende Volatilität von Wechselkursen einen essentiellen Risikofaktor beim Währungsmanagement in Unternehmen dar. Unterstrichen wird die Relevanz dieses Risikofaktors durch die relativ gesehen hohe Volatilität von Wechselkursen, welche typischerweise deutlich höher als diejenige von Zinssätzen und Inflationskennzahlen ausfällt. Nicht zuletzt war einer der zentralen Motivationspunkte bei der Gründung des Euroraumes die Eliminierung des Wechselkursrisikos um Unternehmen einen Handel frei von unsicheren Änderungen der relativen Preise zu ermöglichen.
Neben dem Wechselkursrisiko stellt das Zinsrisiko einen ebenso wesentlichen Risikofaktor für Unternehmen dar, da dieser sowohl die zukünftigen Cash-Flows als auch deren Bewertung über den entsprechenden Diskontfaktor beeinflusst. Darüber hinaus sind Dynamiken des Zinssatzes meist sehr eng mit der Konjunktur des Wirtschaftszyklus verbunden, welche durch die Kapitalkosten wiederum die Investitionsbereitschaft von Unternehmen beeinflusst. Laut einer Umfrage von Graham und Harvey (2001) stellt das Zinsrisiko den zweitwichtigsten Risikofaktor (nach dem Kreditrisiko) für Manager von US-Unternehmen dar.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Wechselkurs- und Zinsrisiken für Unternehmenswerte ein und definiert die Forschungsziele der Arbeit.
2. Theoretischer Rahmen: Das Kapitel erläutert die Wirkungskanäle des Währungs- und Zinsrisikos sowie die makroökonomischen Zusammenhänge zwischen Wechselkursen und der Zinsstruktur.
3. Literaturüberblick: Hier werden bestehende empirische Studien zum Fremdwährungs- und Zinsexposure sowie deren Interaktion synthetisiert und kritisch diskutiert.
4. Datenbasis: Dieses Kapitel beschreibt die Auswahl des Samples, die verwendeten Finanzdaten und die methodischen Annahmen zur Datenerhebung.
5. Empirische Strategie und Methodik: Es werden die Regressionsmodelle zur Schätzung des Exposures sowie die methodische Vorgehensweise zur Bestimmung der Determinanten dargelegt.
6. Empirische Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die Analyseergebnisse hinsichtlich der Ausprägung des Exposures sowie der identifizierten unternehmensspezifischen Determinanten.
7. Robustness Check: Hier wird die Validität der Ergebnisse durch alternative Modellspezifikationen und zusätzliche methodische Ansätze überprüft.
8. Kritische Würdigung und Zusammenfassung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse zusammengefasst, praktisch eingeordnet und zukünftige Forschungsbedarfe aufgezeigt.
Fremdwährungsexposure, Zinsexposure, Zinsstruktur, Wechselkursrisiko, Term Spread, Unternehmensbewertung, Risikomanagement, Unternehmenskennzahlen, Empirische Analyse, Fixed Effects Regression, Hedge-Strategien, Finanzkrise, US-Unternehmen, Kapitalstruktur, Marktvolatilität.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinsänderungen auf den Wert von US-Unternehmen und untersucht, wie diese Risiken gemessen und durch spezifische Unternehmensmerkmale erklärt werden können.
Die zentralen Felder sind das Fremdwährungsexposure (FWE), das Zinsexposure (TSE), die Interaktion zwischen Währungen und der gesamten Zinsstrukturkurve sowie deren Einfluss auf die Unternehmenssteuerung.
Ziel ist es, die gemeinsame Interaktion von Wechselkursen und der Zinsstruktur empirisch zu quantifizieren und zu ermitteln, welche unternehmensspezifischen Faktoren für die Höhe dieser Risiken verantwortlich sind.
Es werden lineare Regressionsmodelle (insbesondere das Fama-French Modell) sowie Fixed-Effects-Regressionen zur Bestimmung von Determinanten eingesetzt, ergänzt durch Robustheitsprüfungen mittels Nelson-Siegel-Parametern und Instrumentenvariablen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Risikokanäle, die Vorstellung der Datenbasis, die empirische Strategie zur Exposure-Schätzung, die Darstellung der Ergebnisse sowie eine eingehende Robustheitsanalyse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Fremdwährungsexposure, Zinsexposure, Zinsstruktur, Risikomanagement und Unternehmenscharakteristika.
Der Begriff TSE wird eingeführt, um das aus den Elastizitäten gegenüber Veränderungen des Term Spreads resultierende Zinsrisiko analog zum Fremdwährungsexposure systematisch zu quantifizieren.
Die Branche dient als Ebene zur Analyse des Exposures, wobei sich zeigt, dass beispielsweise der Mining-Sektor aufgrund seiner starken Abhängigkeit von USD-fakturierten Erdölexporten ein besonderes FWE-Profil aufweist.
Diese Merkmale, wie Unternehmensgröße, Kapitalstruktur oder R&D-Intensität, dienen dazu, die Varianz des Exposures zwischen Unternehmen zu erklären und aufzuzeigen, welche Firmen ihre Risiken besser durch internes Management oder Hedging adressieren können.
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