Diplomarbeit, 2005
148 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG
1.2. DURCHFÜHRUNG
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren
2.1. NACHFRAGE NACH SPEZIES
2.2. NACHFRAGE NACH EINKAUFSSTÄTTE
2.3. NACHFRAGE NACH ART DER VERARBEITUNG
2.4. SAISONALITÄT DER NACHFRAGE
3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
3.1. NUTZENMAXIMIERUNG ALS AUSGANGSPUNKT DER NACHFRAGE
3.2 EIGENSCHAFTEN DER NACHFRAGE
3.3. NACHFRAGESYSTEME
3.3.1. Linear Expenditure System (LES)
3.3.2. Almost Ideal Demand System (AIDS)
3.3.3. Rotterdam-Modell
3.3.4. Anwendungen von Nachfragesystemen in der Empirie
3.4. EINZELGLEICHUNGEN
3.4.1. Charakterisierung der Nachfrageanalyse mittels Einzelgleichungen
3.4.2 Anwendungen von Einzelgleichungen in der Empirie
4. Mögliche Datenquellen für Nachfrageanalysen
4.1. ZEITREIHEN
4.2. QUERSCHNITTSDATEN
4.3. GEPOOLTE DATEN
5. Verlauf und Stand potentieller Einflussgrößen
5.1. ENTWICKLUNG UND AKTUELLER STAND DER ÖKONOMISCHEN VARIABLEN
5.1.1. Eigen- und Kreuzpreise
5.1.2. Einkommen und Konsumausgaben
5.2. ENTWICKLUNG UND AKTUELLER ZUSTAND DER SOZIODEMOGRAPHISCHEN VARIABLEN
5.2.1. Haushaltsstruktur
5.2.2. Haushaltsgröße
5.2.3. Herkunft
5.2.4. Altersstruktur
5.2.5. Ausbildung
5.3. PSYCHISCHE UND WEITERE DIE PRÄFERENZEN ERKLÄRENDE EINFLUSSGRÖßEN
6. Empirische Nachfrageanalyse
6.1. FISCH UND FISCHWAREN
6.2. SB-FISCH UND FISCHWAREN
6.3. LOSER FISCH UND FISCHWAREN
6.4. GERÄUCHERTER FISCH UND FISCHWAREN
6.5. FRISCHER FISCH UND FISCHWAREN
6.6. MARINIERTER FISCH UND FISCHWAREN
6.7. TIEFGEFRORENER FISCH UND FISCHWAREN
7. Diskussion der Vorgehensweise sowie der Ergebnisse
8. Fazit
Die Arbeit untersucht die Determinanten der Nachfrage nach Fisch und Fischwaren in deutschen Privathaushalten. Ziel ist es, die Einflussgrößen zu identifizieren und zu quantifizieren, die den Verbrauch sowie die Ausgaben für Fischprodukte beeinflussen, wobei neben ökonomischen Faktoren wie Preisen und Einkommen auch soziodemographische Merkmale betrachtet werden.
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
In den letzten Jahren wurden in Nachfrageanalysen für Lebensmittel in Deutschland und anderen Industrieländern wiederholt festgestellt, dass zunehmend außerökonomische Einflüsse die Konsumentscheidung für und wider ein Produkt beeinflussten. Die Zeiten, in welchen zu weiten Teilen Preise und Einkommen den Nachfrageverlauf von Lebensmitteln bestimmten, schienen somit der Vergangenheit anzugehören, bedenkt man auch den stetig gefallenen Anteil der Nahrungsmittelausgaben an den Konsumausgaben. Jedoch wäre es gerade bei der Produktgruppe Fisch und Fischwaren interessant das Spannungsfeld aus ökonomischen Sachzwängen, aufgrund der relativ hohen Durchschnittspreise, und der sich unterschiedlich auf die Nachfrage nach Fisch und Fischwaren auswirkenden soziodemographischen Haushaltsmerkmale zu untersuchen.
Dazu soll die vorliegende Arbeit „Determinanten der Nachfrage nach Fisch und Fischwaren in Deutschland“ beitragen, diejenigen Einflussgrößen zu bestimmen und zu quantifizieren, die den Verbrauch von Fisch und Fischwaren sowie die Ausgaben hierfür in deutschen Privathaushalten beeinflussten.
So sollen folgende Fragen beantwortet werden können:
• Haben Veränderungen der Preise und Einkommen noch einen Einfluss auf die Nachfragemenge sowie die Ausgaben für Fisch und Fischwaren?
• Welche Größen wirken sich darüber hinaus auf die Nachfrage aus?
• Wird die Saisonalität der Nachfrage ausschließlich von ökonomischen und soziodemographischen Determinanten beeinflusst?
• Wirken sich Veränderungen der Determinanten unterschiedlich auf die Nachfrage der verschiedenen Haushaltstypen aus? Und wenn ja, warum?
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der zentralen Forschungsfragen sowie ein Überblick über den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren: Deskriptive Analyse des deutschen Fischmarktes unter Berücksichtigung von Spezies, Einkaufsstätten, Verarbeitungsformen und Saisonalität.
3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln: Theoretische Herleitung der Nachfragefunktionen sowie Vorstellung gängiger ökonometrischer Modellansätze.
4. Mögliche Datenquellen für Nachfrageanalysen: Diskussion der Eignung von Zeitreihen-, Querschnitts- und gepoolten Daten für ökonometrische Schätzungen.
5. Verlauf und Stand potentieller Einflussgrößen: Darstellung der zeitlichen Entwicklung ökonomischer und soziodemographischer Variablen als Basis für die empirische Analyse.
6. Empirische Nachfrageanalyse: Durchführung der ökonometrischen Untersuchung der Nachfrage nach verschiedenen Fischprodukten und Hypothesenprüfung anhand von Regressionsmodellen.
7. Diskussion der Vorgehensweise sowie der Ergebnisse: Kritische Reflexion der methodischen Entscheidungen und Vergleich mit bestehenden Forschungsarbeiten.
8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der eingangs formulierten Forschungsfragen.
Nachfrageanalyse, Fischkonsum, Privathaushalte, Konsumausgaben, Preis, Einkommen, Saisonalität, Soziodemographie, Regressionsanalyse, Elastizitäten, Haushaltstypen, Deutschland, Marktforschung, Lebensmittelnachfrage, Konsumverhalten.
Die Diplomarbeit analysiert die Bestimmungsfaktoren der Nachfrage nach Fisch und Fischwaren in deutschen Privathaushalten unter Berücksichtigung verschiedener Produktgruppen und Haushaltstypen.
Die Schwerpunkte liegen auf ökonomischen Determinanten wie Preisen und Haushaltseinkommen, demografischen Einflussfaktoren sowie der saisonalen Nachfrageentwicklung.
Das Hauptziel ist es, die Einflussgrößen auf den Fischverbrauch und die damit verbundenen Konsumausgaben zu bestimmen und quantitativ zu erfassen.
Die Arbeit verwendet multiple Regressionsmodelle (Kleinst-Quadrat-Methode), um Zusammenhänge zwischen den Nachfragemengen und verschiedenen Einflussvariablen zu schätzen.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Nachfrage, die Datenquellen, eine Analyse der Einflussgrößen sowie die empirische Schätzung und anschließende Diskussion der Ergebnisse.
Wesentliche Begriffe sind Nachfrageanalyse, Fischkonsum, Konsumausgaben, Regressionsanalyse, Elastizitäten und soziodemographische Bestimmungsfaktoren.
Das Auftreten von BSE in Deutschland führte zu einer Substitution von Rindfleisch durch andere Proteinquellen wie Geflügel und Fisch, was in den Modellen als signifikanter, kurzfristiger Sondereffekt identifiziert werden konnte.
Die Arbeit definiert Qualität über das Verhältnis von Ausgaben zu Menge; es zeigt sich, dass Konsumenten bei steigenden Konsumausgaben tendenziell höherwertigere Ware nachfragen, wobei sich dies zwischen den untersuchten Haushaltstypen signifikant unterscheidet.
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