Bachelorarbeit, 2017
49 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Belastungen im Polizeidienst
2.1 Exemplarische Belastungsbeispiele durch den Polizeivollzugsdienst
2.1.1 Schichtarbeit
2.1.2 Nahrungszufuhr
2.1.3 Familie, Freundschaft und Freizeit
2.1.4 Umgang mit kriminellen Menschen
2.1.5 Schwere Verkehrsunfälle
2.1.6 „Die erste Leiche vergisst man nie“
2.1.7 Tragen einer Schusswaffe und deren Gebrauch
2.2 Psychische Belastung im Polizeidienst
2.2.1 Definition psychische Belastung
2.2.2 Psychischer Druck, dem ein Polizeivollzugsbeamter ausgesetzt ist
3 Psychische Störung
3.1 Definition
3.2 Posttraumatische Belastungsstörungen
3.2.1 Definition posttraumatische Belastungsstörungen
3.2.2 Diagnostische Kriterien für eine PTBS nach ICD-10 (International Classification of Diseases) und DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders)
3.2.3 Therapieformen und deren Erfolgschancen
3.2.4 Komorbidität (Begleiterkrankungen) einer PTBS
4 Krankheitsverlauf
4.1 Flashback
4.2 Traumagedächtnis
5 PTBS bei der Polizei
5.1 Häufigkeit
5.2 Umgang mit PTBS in der Dienstgruppe
5.3 Einsatznachbereitung
5.4 Männlichkeitsbild
6 Präventionsmaßnahmen
6.1 Kriseninterventionsteam
6.2 Seelsorger
6.3 Psychotherapeut
7 Fazit
10 Richtlinien / Gesetzestexte
Die Bachelor-Thesis untersucht aus psychologischer Perspektive die berufstypischen Belastungen von Polizeivollzugsbeamten sowie deren mögliche Folgen, insbesondere die Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und notwendige Präventionsmaßnahmen zur Unterstützung der Beamten.
4.2 Traumagedächtnis
Um den Mechanismus der Traumaverarbeitung zu verstehen, ist die Kenntnis einzelner Funktionsabläufe im menschlichen Gehirn erforderlich.
Für einen Flashback relevante Hirnareale sind der Thalamus, die Amygdala, der Hippocampus und der Neokortex. Der Thalamus fungiert als eine Art Schaltzentrale und ist mit dem Neokortex verbunden. Er leitet Reize von Sinnesorganen und dem Rückenmark an die zuständige Gehirnregion weiter. Die Amygdala ordnet ankommende Reize in wichtig oder unwichtig ein. Hier findet eine Vorbewertung der Eindrücke statt, die dann beispielsweise zu den Gefühlen Angst oder Wut führen können. Der Hippocampus nimmt die Sortierfunktion ein. Er ist dafür zuständig, Eindrücke schemenhaft zu kategorisieren und ist als kognitive Landkarte zu verstehen. Der Neokortex ist evolutionstheoretisch der jüngste Teil der Großhirnrinde und speichert längere Geschichten und Erfahrungen. Zudem ist seine Funktion gewonnene Eindrücke durch Vergleiche mit anderen gespeicherten Erfahrungen, zu bewerten und zu interpretieren. Der Neokortex ist der Sitz des Arbeits- bzw. des deklarativen Gedächtnisses. Damit ist gemeint, dass Informationen, die hier gespeichert sind, vom Individuum bewusst wahrgenommen werden und durch das Broca-Sprachzentrum sprachlich wiedergegeben werden können, ganz im Gegenteil zum impliziten Gedächtnis.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Problemfeld dar, in dem Polizeivollzugsbeamte durch ihren täglichen Dienst traumatischen Erlebnissen ausgesetzt sind, und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2 Belastungen im Polizeidienst: In diesem Kapitel werden exemplarische Belastungsfaktoren im Polizeivollzugsdienst wie Schichtarbeit, Nahrungszufuhr und belastende Einsätze analysiert und psychische Belastungsbegriffe definiert.
3 Psychische Störung: Es werden allgemeine Definitionen psychischer Störungen gegeben und die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) hinsichtlich Diagnostik, Therapie und Komorbidität vertieft beleuchtet.
4 Krankheitsverlauf: Dieser Abschnitt beschreibt den Verlauf von psychischen Beschwerden nach einem Trauma und erläutert psychologische Phänomene wie Flashbacks sowie die neurophysiologischen Grundlagen des Traumagedächtnisses.
5 PTBS bei der Polizei: Hier wird die Häufigkeit von PTBS bei Polizeivollzugsbeamten thematisiert sowie der notwendige Umgang in der Dienstgruppe und die Rolle des Männlichkeitsbildes diskutiert.
6 Präventionsmaßnahmen: Das Kapitel stellt konkrete präventive Ansätze vor, um die Manifestierung einer PTBS zu verhindern, insbesondere durch Kriseninterventionsteams, Polizeiseelsorger und psychotherapeutische Unterstützung.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der präventiven Schulung von Polizeibeamten und die Bedeutung einer professionellen Betreuung zur Vermeidung von Folgeschäden nach traumatischen Ereignissen zusammen.
10 Richtlinien / Gesetzestexte: Dieses Kapitel führt relevante gesetzliche Grundlagen auf, wie beispielsweise Richtlinien zur Arbeitszeitgestaltung.
Polizeivollzugsdienst, Belastung, Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Traumagedächtnis, Flashback, Krisenintervention, Einsatznachbereitung, Stress, Coping-Mechanismen, Präventionsmaßnahmen, Polizeiseelsorge, Trauma, Amygdala, Psychotherapie.
Die Arbeit analysiert die spezifischen beruflichen Belastungen von Polizeivollzugsbeamten und deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit mit einem Fokus auf die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).
Zu den zentralen Themen gehören die Identifikation von Stressfaktoren im Polizeidienst, die neurophysiologischen Grundlagen von Traumata, die Symptomatik einer PTBS sowie effektive Präventions- und Interventionsstrategien.
Das Ziel ist es, aus psychologischer Sicht aufzuzeigen, welchen Belastungen Polizeibeamte ausgesetzt sind, wie eine PTBS entsteht und welche Maßnahmen sowohl für den Betroffenen als auch für die gesamte Dienstgruppe zur Vorbeugung ergriffen werden sollten.
Die Bachelor-Thesis stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, unter Einbeziehung psychologischer Fachliteratur, aktueller Studien zur PTBS bei Polizeibeamten sowie gesetzlicher Richtlinien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der beruflichen Belastungsfaktoren, eine detaillierte Erläuterung der PTBS und ihrer neurobiologischen Ursachen sowie die Vorstellung von Präventionsmöglichkeiten wie Seelsorge und Krisenintervention.
Polizeivollzugsdienst, PTBS, psychische Belastung, Trauma, Prävention, Stress und Einsatznachbereitung.
Bei einem Trauma hemmt die Amygdala die Aktivität des Hippocampus, was dazu führt, dass Informationen bruchstückhaft im impliziten Gedächtnis gespeichert werden und eine zeitliche Sortierung sowie eine bewusste Verarbeitung im expliziten Gedächtnis verhindert werden.
Ein oft realitätsfernes Männlichkeitsideal, das Stärke und Gefühlsresistenz fordert, erschwert es männlichen Betroffenen, sich ein psychisches Defizit einzugestehen und frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

