Masterarbeit, 2017
91 Seiten, Note: 1,1
1 EINLEITUNG / PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Definitionen
3.1.1 Gesundheit
3.1.2 Betriebliche Gesundheitsförderung
3.1.3 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
3.1.4 Schichtarbeit
3.1.5 Gründe für Schicht- und Nachtarbeit
3.1.6 Gesetzliche Grundlagen und Stellungnahmen relevanter Institutionen Arbeitssicherheitsgesetz
3.1.7 Die Ottawa-Charta der World Health Organization (WHO)
3.1.8 Arbeitsschutzgesetz
3.1.9 Die Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung
3.2 Aktueller Kenntnis- und Forschungsstand zum Thema BGM
3.2.1 Kennzeichen der neuen Arbeitswelt
3.2.2 Kosten-Nutzen Verhältnis im BGM
3.2.3 Krankenstand in Deutschland
3.2.4 Gesundheit und Schichtarbeit
3.2.5 Vorteile BGM
3.2.6 Demografischer Wandel
3.2.7 Akteure des BGM
3.2.8 Nachhaltigkeit
4 METHODIK
4.1 Fragestellungen/Forschungsfragen
4.2 Untersuchungseinheit
4.2.1 Beschreibung
4.2.2 Rekrutierung
4.3 Untersuchungsablauf/Untersuchungsdesign
4.4 Hypothesen
4.5 Messinstrumente
4.6 Datenerhebung
4.7 Datenverwertung
4.7.1 Statistische Verfahren
4.7.2 Einsatz von Statistiksoftware
5 ERGEBNISSE
6 DISKUSSION
6.1 Kritische Reflexion
6.1.1 Kritische Reflexion zum Vorgehen
6.1.2 Kritische Reflexion der Ergebnisse
6.2 Diskussion
7 FAZIT
Die Masterthesis verfolgt das Ziel, basierend auf einer Mitarbeiterbefragung, Kriterien und Handlungsempfehlungen für die Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) zu entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse von Schichtarbeitern zugeschnitten ist. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie ein solches BGM erfolgreich geplant und umgesetzt werden kann, wobei zusätzlich analysiert wird, ob sich verschiedene Altersgruppen in Bezug auf Rückenbeschwerden unterscheiden.
3.1.4 Schichtarbeit
Der Begriff ‚Schichtarbeit‘ wurde erstmals um 1300 n. Chr. im Bergbau als Fachausdruck für die Arbeitszeit verwendet. Im Erzbergbau beschreibt die ‚Schichtzeit‘ jene Zeit, die zum Abbau einer Gesteinsschicht benötigt wurde. Diese Zeiteinheit wurde zum Synonym für die Arbeitszeit pro Tag der Bergleute (Weidum. 2002, S.19 und S.24).
Der Begriff wurde im Laufe der Zeit auch bei Hütten- und Salinenarbeitern benutzt und später auf andere Berufsfelder mit ähnlichen Zeiteinheiten ausgeweitet. Heute wird ‚Schicht‘ für viele Arbeitszweige verwendet und beschreibt im allgemeinen Sprachgebrauch die tägliche Arbeitszeit eines Arbeitnehmers.
Die Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung vom 4. November 2013 beschreibt Schichtarbeit aus arbeitsrechtlicher Sicht als „jede Form der Arbeitsgestaltung kontinuierlicher oder nicht kontinuierlicher Art mit Belegschaften, bei der Arbeitnehmer nach einem bestimmten Zeitplan, auch im Rotationsturnus, sukzessive an den gleichen Arbeitsstellen eingesetzt werden, so dass sie ihre Arbeit innerhalb eines Tages oder Wochen umfassenden Zeitraums zu unterschiedlichen Zeiten verrichten“ (Richtlinien 2003/88/EG).
Im Folgenden wird die Schichtarbeit aus arbeitswissenschaftlicher Sicht von Knauth und Hornberger definiert. Schichtarbeit sind „jene Formen der Arbeitszeitorganisation, bei denen Arbeit entweder zu wechselnder Zeit [Wechselschicht] oder zu konstanter, aber ungewöhnlicher Zeit [z. B. Dauernachtschicht] ausgeführt werden muss. Schichtarbeit ergibt sich dabei immer aus der Tatsache, dass die gleiche Tätigkeit zu verschiedenen Abschnitten des Tages und der Nacht von verschiedenen Arbeitnehmern am gleichen Arbeitsplatz ausgeführt werden muss.“ (Knauth, P./Hornberger, S., 1997, S.9 // Knauth, P./ Hornberger, S., 1997,).
Die beiden exemplarisch dargestellten Definitionen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Fokussierung. Die arbeitsrechtliche Definition hebt die betriebsorganisatorische Seite der Schichtarbeit hervor, wohingegen die arbeitswissenschaftliche Definition vermehrt auf den Zeitrahmen der Tätigkeit eingeht.
1 EINLEITUNG / PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Arbeitszeitsituation in Deutschland und die spezifischen Herausforderungen von Schichtarbeitern für das betriebliche Gesundheitsmanagement.
2 ZIELSETZUNG: Darlegung des Vorhabens, Kriterien und Empfehlungen für ein BGM-Konzept durch eine Mitarbeiterbefragung in einem Produktionsbetrieb abzuleiten.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Theoretische Grundlagen zu Gesundheit, Schichtarbeit und BGM sowie Analyse der aktuellen Forschungslage inklusive Kosten-Nutzen-Aspekten.
4 METHODIK: Detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens, der Untersuchungseinheit, des Fragebogens und der angewandten statistischen Verfahren.
5 ERGEBNISSE: Präsentation und Auswertung der erhobenen Daten aus der Mitarbeiterbefragung sowie Beantwortung der Forschungsfragen.
6 DISKUSSION: Kritische Reflexion des methodischen Vorgehens sowie der Ergebnisse und Einordnung in den aktuellen wissenschaftlichen Kontext.
7 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit strukturierter BGM-Maßnahmen in Betrieben mit Schichtdienst.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Schichtarbeit, Mitarbeiterbefragung, Ergonomie, Arbeitszeitgestaltung, Gesundheit, Produktionsbetrieb, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Prävention, demografischer Wandel, Arbeitsbelastung, Führungsstil, psychische Gesundheit.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), das speziell auf die Herausforderungen von Betrieben mit Schichtdienst angepasst ist.
Die zentralen Schwerpunkte sind Gesundheit und Stress, Ergonomie am Arbeitsplatz sowie eine gesunde Führungskultur.
Das Hauptziel ist die Ableitung von Kriterien und Handlungsempfehlungen für ein BGM-Konzept in einem Produktionsbetrieb sowie die Klärung, ob sich verschiedene Altersgruppen bei Rückenbeschwerden unterscheiden.
Es wird eine empirische Querschnittserhebung mittels eines individuell angepassten, schriftlichen Fragebogens durchgeführt, wobei statistische Verfahren wie der Kruskal-Wallis-Test zur Datenanalyse zum Einsatz kommen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Aufarbeitung des Kenntnisstandes, die methodische Vorgehensweise, die detaillierte Ergebnispräsentation der Befragung und eine anschließende kritische Diskussion.
Wichtige Begriffe sind BGM, Schichtarbeit, Mitarbeiterbefragung, Ergonomie, Arbeitsbelastung und Prävention.
Aufgrund unregelmäßiger Arbeitszeiten können klassische BGM-Maßnahmen oft nicht wahrgenommen werden, was spezifische, bedarfsorientierte Anpassungen erfordert.
Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel machen die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit älterer Mitarbeiter sowie die Integration jüngerer Kräfte zu einem zentralen Motiv für ein nachhaltiges BGM.
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