Bachelorarbeit, 2011
99 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Aufgabenstellung
1.3 Vorgehensweise
2 Das Unternehmen Boehringer Ingelheim
2.1 Unternehmensvorstellung
2.2 Notwendigkeit einer Lageroptimierung bei BI
2.3 Zielsetzung
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Einordnung
3.1.1 Instandhaltung
3.1.2 Ersatzteilehaltung
3.2 Lagerhaltung im Unternehmen
3.2.1 Lager
3.2.2 Lageranforderungen
3.2.3 Lagerflächen
3.2.4 Lagersysteme
3.3 Betriebswirtschaftliche Sicht des Lagers
3.3.1 Lagerbestände
3.3.2 Lagerkosten
3.3.3 Lagerkennziffern
3.4 Analysen im Überblick
3.4.1 ABC-Analyse
3.4.2 XYZ-Analyse
3.4.3 FMEA
4 Konzeptentwicklung für zukünftige Bestände bei BI
4.1 Projekt
4.1.1 Ziele und Inhalte
4.1.2 Vorgehensweise
4.2 Ist-Zustand
4.2.1 Datenbasis
4.2.2 Lagerbetrieb
4.2.3 Lagerflächen
4.2.4 Ersatzteilehaltung BI an einem Beispiel
4.3 Analysen zur Klassifizierung der Ersatzteile
4.3.1 ABC-Analyse
4.3.2 XYZ-Analyse
4.3.3 Ergebnis aus ABC- und XYZ-Analyse
4.4 Analyse zur Bewertung der Risiken
4.4.1 FMEA-Fahrplan
4.4.2 Falldarstellungen
4.4.3 Durchführung der FMEA
4.4.4 Ergebnis der FMEA
4.5 Potentiale durch Bestandsreduzierung
4.5.1 Kapitalbindungskosten
4.5.2 Freiflächenermittlung
4.5.3 Lagermietkosten
4.6 Abgleich Projektzielsetzung und Projektergebnis
4.7 Prozess des zukünftigen Einlagerungsverfahren
5 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Lagerkostenoptimierung im Bereich der technischen Ersatzteilehaltung bei Boehringer Ingelheim, wobei der Fokus auf einer nachhaltigen Bestandsoptimierung liegt, um Kapitalbindungskosten zu senken und Lagerflächen effizienter zu nutzen.
3.4.3 FMEA
Eine Methode zur Identifizierung, Analyse und Bewertung von Risiken ist die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse FMEA Analyse. Kurz gesagt, sie ist eine Untersuchung, in der potentielle Fehler (Failure Mode) und daraus resultierend potentielle Fehlerfolgen (Effects) genau analysiert (Analysis) werden. Ziel der FMEA ist die Entwicklung und Gestaltung von Prozessen und ein präventives Qualitätsmanagement. Sie dient zur Risikoabschätzung von Produkten und zur Risikominimierung. Ergebnis ist ein fehlerfreier Prozess womit die Qualitätsanforderungen eingehalten werden können.
Anlass der FMEA sind Schwachstellen wie z. Bsp. Funktion, Sicherheit, Verfügbarkeit. Die FMEA untersucht potentielle Fehler und dient zur Verbesserung des Zustands und verringert somit das Risikopotential. In einer Studie nutzen 60% der Unternehmen diese Risikoanalyse. Allerdings führen 62% der befragten Unternehmen die Risikoanalyse erst bei Auftreten eines Fehlers im Prozess durch. Ein Nachteil ist, dass die Durchführung der FMEA für die Unternehmen einen hohen Aufwand verursacht und die Interpretation der Ergebnisse ist schwierig. Der Gewinn für das Unternehmen ist das gewonnene Wissen über die eigenen Produkte und Prozesse und wertvolle Informationen für die Zukunft.
Der Erfolg des Risikomanagements wird erst nach Kontrolle der Abgeleiteten Maßnahmen deutlich. Jedoch sagen 55% der Unternehmen das der Aufwand für die Kontrolle des Nutzens der Risikoanalyse zu hoch ist. Nur die Hälfte der Unternehmen kommuniziert die identifizierten Risiken weiter. Zu 39% Entscheiden die Mitarbeiter, ob sie Risiken im Unternehmen ansprechen. 7% der Unternehmen besprechen ihre Risiken nicht. In den meisten Unternehmen ist die Dokumentation der Risiken Verbesserungsbedürftig. 45% der Unternehmen speichern die Risiken in einer Datenbank. Jedoch durch mangelnde Dokumentation geht der nachhaltige Nutzen der FMEA verloren und wichtiges Know-How fehlt für eine effiziente zukünftige Entwicklung des Risikomanagements und für Projekte. Das Potential der Risikoanalyse ist die Sammlung des Unternehmensinternen Know-Hows. Risiken sind als Chance zur Verbesserung zu sehen. Sie werden kommuniziert und diskutiert, dadurch kann aus Fehlern gelernt werden. Die Prozessentwicklung kann verbessert und Wettbewerbsvorteile können erzielt werden.
1 Einleitung: Beschreibt die Motivation, die Aufgabenstellung und das methodische Vorgehen der Arbeit im Kontext der Ersatzteilehaltung.
2 Das Unternehmen Boehringer Ingelheim: Gibt einen Überblick über das Unternehmen und begründet die Notwendigkeit der Lageroptimierung am Standort Biberach.
3 Theoretische Grundlagen: Erläutert die theoretischen Basisbegriffe der Instandhaltung, Lagerlogistik und der angewandten Analysemethoden.
4 Konzeptentwicklung für zukünftige Bestände bei BI: Detaillierte Darstellung des Projekts, der Ist-Situation, der durchgeführten Analysen und der entwickelten Konzepte zur Bestandsoptimierung.
5 Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Vorgehensweise im Bestellprozess.
Lagerkostenoptimierung, Ersatzteilehaltung, Bestandsoptimierung, Boehringer Ingelheim, FMEA, Instandhaltung, ABC-Analyse, XYZ-Analyse, Kapitalbindung, Risikomanagement, Lagerlogistik, Prozessmanagement, Produktionssicherheit, Ersatzteilmanagement, Bestandssenkung.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Lagerkosten im Bereich der technischen Ersatzteilehaltung am Standort Biberach des Unternehmens Boehringer Ingelheim, mit dem Ziel, Bestände zu reduzieren und Prozesse effizienter zu gestalten.
Zentrale Themen sind die Instandhaltungslogistik, das Ersatzteilmanagement, die betriebswirtschaftliche Analyse von Lagerbeständen sowie die Implementierung einer risikobasierten Bestandssteuerung.
Das primäre Ziel ist die Senkung des Ersatzteilbestands um 10 %, um Kapitalbindungskosten zu reduzieren, Lagermietkosten zu minimieren und eine rationelle zukünftige Bestandsführung durch präventive Analysen zu etablieren.
Die Autorin nutzt zur Klassifizierung der Ersatzteile die ABC- und XYZ-Analyse und zur Risikobewertung bei Artikeln mit langer Verweildauer die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA).
Der Hauptteil dokumentiert die Ist-Analyse des Lagers, führt die verschiedenen mathematischen Analysen zur Teilestrukturierung durch und entwickelt daraus ein Konzept für ein zukünftiges, risikobasiertes Einlagerungsverfahren.
Typische Schlüsselbegriffe sind Lagerkostenoptimierung, Bestandsreduzierung, FMEA, Ersatzteilverfügbarkeit und Kapitalbindungskosten.
Die FMEA wurde gewählt, da klassische wirtschaftliche Analysen wie ABC und XYZ die spezifische Kritikalität von Ersatzteilen für den Produktionsbetrieb nicht ausreichend bewerten können, um bei Nullverbräuchen fundierte Entscheidungen zur Bestandsreduzierung zu treffen.
Durch die Anwendung der FMEA und die darauffolgende Bereinigung des Bestands konnte das gebundene Kapital um 11 % gesenkt und jährliche Mietkosten um 12 % reduziert werden.
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